Protest gegen geplantes Gesetz mit totalem Rauchverbot in Gaststätten

Halle (WB). Haller Wirte machen mit einer ungewöhnlichen Aktion Front gegen die geplante Verschärfung des Nichtraucherschutzgesetzes in NRW. Sie fürchten das totale Rauchverbot in Kneipen und haben die Grünen als treibende politische Kraft ausgemacht. Mit einem Plakat, das sie in ihren Gaststätten aushängen, erteilen nun sechs Haller Wirte Mitgliedern der Grünen-Partei Lokalverbot.

Das Plakat mit dem Lokalverbot wählt eine kernige Ansprache an Grünen-Politiker. Als Begründung wird die »von Euch beabsichtigte Bevormundung mündiger Kneipengänger durch die so genannte »Novellierung des NRW Nichtraucherschutzgesetzes« angeführt. »Freiheit für Raucherkneipen Ihr Kulturbanausen« steht auf dem Plakat. Beteiligt an der Aktion sind die Gastwirte Matthias Staeck (Restaurant Brune), René Sauerzapfe (gleichnamiges Restaurant im Hotel Hollmann), Dimitrios Parlapanos (Bistro »Le Goq«) Ernst Trusch (Barbara-Keller), Gerrit Ellguth (»Haller Altstadt«) sowie Tanja Andriiouk (Bistro »Haller Willem«).

Initiatior der Plakataktion ist der Marketing- und Kommunikationskaufmann Kevin Dietrich aus Halle, der sich durch eine gleichlautende Lokalverbotsaktion in Bremen inspirieren ließ. Dietrich griff das Thema über Facebook auf und fand gleich viel zustimmende Resonanz. Haller Gastwirte für die Lokalverbotsaktion zu gewinnen, war für Dietrich und seinen Kollegen Sebastian Fritzsch nicht schwer.

Tanja Andriouk zieht unter anderem wegen des geplanten Totalverbots von Rauchen in Gaststätten die ganz harte Konsequenz. Sie will bereits zum Jahresende ihr »Bistro Haller Willem« schließen. »Wenn die Gäste nach 22 Uhr vor der Tür rauchen würden, gäbe es eh nur dauernd Theater«, spielt sie auf einen Dauerstreit mit Nachbarn an. »Es waren sehr aufregende fünf Jahre, aber mit der Gastronomie ist erst einmal Schicht.« Das Argument des Nichtraucherschutzes für das Personal hält sie für absurd, weil alle ihre Mitarbeiter rauchen.

Das endgültige Ende der Bierkneipe, in der fast alle Gäste Raucher sind, fürchtet auch »Altstadt«-Wirt Gerrit Ellguth. Er sieht seine Kneipe als soziales Netzwerk, in dem sich die Leute austauschen über ihr Leben, über den Beruf und vieles mehr. Die bisherige Ausnahmeregelung, wonach kleine Bierkneipen ohne seperaten Raucherraum auskommen, würde durch das neue Gesetz gekippt.

Ernst Trusch sagt es kurz und bündig: »Der Barbara-Keller lebt oder stirbt mit dem Rauchergesetz. Wenn man im Keller nicht mehr rauchen darf, kann ich gleich zumachen.« Rene Sauerzapfé und Dimitrios Parlapanos ärgern sich auch deshalb, weil beide mit dem vor wenigen Jahren verabschiedeten Nichtraucherschutzgesetz erhebliche Investitionen in ihren Betrieben vornahmen. Alleine der griechische Gastwirt gab 15000 Euro für die Trennung von Thekenbereich mit Rauchfreiheit und rauchfreiem Speiserestaurant aus. »Die Gastronomie hat es eh schon schwer, und es hat doch bisher gut funktioniert mit der Trennung«, meinte René Sauerzapfe. Matthias Staeck hält die geplante Verschärfung für einen überflüssigen Bürokratiewahn. »Wenn ich Live-Musik anbiete, sind 30 Prozent meiner Gäste Raucher. Kommt das totale Rauchverbot, brechen mir mindestens 30 Prozent des Umsatzes weg«, sagt Staeck. In seiner Bierstube, in der geraucht werden darf, ärgern sich auch Gäste über die Pläne in Düsseldorf. Mario Bolzonetti, selbst Nichtraucher in einer Raucherrunde, sagt: »Ich bin erwachsen und möchte selbst entscheiden.

Kevin Dietrich hat die Hoffnung, dass mit Widerstand aus der SPD das totale Rauchverbot in Gaststätten noch gestoppt werden kann. Die Grünen und ihre Gesundheitsministerin hält er für die treibende Kraft. »Denen geht es doch nur um Volkserziehung und grüner Gesinnung«, schimpft ein Beteiligter

Hier gehe es auch darum, Menschen zunehmend unter Kontrolle zu bringen, fürchtet Hermann Ventker.

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die Quelle Westfalenblatt ist seit langem als radikales links/grünes Schmier-Blatt bekannt. Typisch versifftes NRW………..

Aus diesem Grunde greifen deren Journalisten auch die Wirte mit entsprechenden Unterstellungen an.

Quelle: Westfalen Blatt

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Frank Walenszus
20/08/2012 22:03

Die Grünen und die Linken sollte man aus dem Land treiben. Sollen sie doch dahin gehen wessen Fürsprecher sie sind. Diese Vaterlandsverräter im Bündnis mit den Regierenden sind der Untergang Deutschlands.

Cajus Pupus
Cajus Pupus
19/08/2012 23:15

Ein Lob für die Wirte! Mit kleinem fängt man an. Ich hoffe, dass dieses Beispiel Schule macht und dass dadurch noch mehr solcher Aktionen folgen werden.

Da wäre zum Beispiel ein Aufruf nicht mehr in die Kirche zu gehen, solange den homosexuellen Paaren von den Geistlichen soviel Zucker in den Hintern geblasen wird!

Joachim Heinze
Joachim Heinze
19/08/2012 22:55

Diese Aktion der Wirte hat meine volle Unterstützung.
Ich bin Nichtraucher und habe in meinem Leben nie geraucht.

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