Die Euro-Verräter – von Kohl bis Schröder


Hochverräter—trotz französischer Erpressung: Alt-Kanzler Helmut Kohl

Uli Dönch, Euro, Griechenland, Helmut Kohl, Gerhard Schröder

Hochverräter—trotz französischer Erpressung: Alt-Kanzler Helmut Kohl

Seit 1999 gaukelt uns die CDU vor, dass Deutschland niemals für die Schulden anderer Euro-Länder haften müsse. 2003 zertrümmerte Gerhard Schröder den einzigen Sicherheitsanker. Welche Märchen erzählen sie uns als nächstes?

Sie werden sich wünschen, sie hätten diese Worte nie geschrieben. Diese Mischung aus wichtigtuerischen Versprechungen und größenwahnsinnigen Phantastereien. Doch sie haben es getan. Und das Internet vergisst nichts: Mein politisch allzeit wacher FOCUS-Kollege Michael Klonovsky schickte mir gerade ein wahres Dokument des Grauens – eine CDU-Wahlwerbung zur Europawahl 1999.

Die Euro-Euphorie der CDU

Die Christdemokraten wurden damals noch stark von Helmut Kohl geprägt. Und sie versuchten, kurz vor der offiziellen Euro-Einführung 1999 (Bargeld 2002), die schlimmsten Befürchtungen der Deutschen klein zu reden – genau jene Ängste, die leider längst Wahrheiten sind. Doch in ihrer Euro-Euphorie behauptete die CDU damals Unfassbares:

Auf die Frage „Muss Deutschland für die Schulden anderer Ländern aufkommen?“, beschwichtigen die Euro-Fanatiker: „Ein ganz klares Nein! Der Maastricht-Vertrag verbietet ausdrücklich, dass die Europäische Union oder die anderen EU-Partner für die Schulden eines Mitgliedstaates haften.“ Aus heutiger Sicht: eine glatte Lüge. Seit Mai 2010 tut der noch halbwegs gesunde Teil von Euro-Land nichts anderes, als die schon immer hoffnungslosen Fälle finanziell über Wasser zu halten.

Schröders Tabu-Bruch

Die CDU-Strategen fabulieren weiter: „Mit den Stabilitätskriterien des Vertrags und dem Stabilitätspakt wird von vornherein sichergestellt, dass die Netto-Neuverschuldung auf unter drei Prozent des Brutto-Inlandsprodukts begrenzt wird.“ Nur vier Jahre später bricht – ausgerechnet! – Deutschland dieses Versprechen. SPD-Kanzler Gerhard „Basta“ Schröder verhindert 2003 gemeinsam mit Frankreich, dass die beiden wichtigsten Euro-Staaten mit Sanktionen bestraft werden, weil sie die Drei-Prozent-Schwelle klar gerissen haben. Der so genannte „Stabilitätspakt“ ist damit Makulatur. Unsere griechischen Freunde nehmen diese Einladung sofort an: Sie steigern ihre Neuverschuldung bis 2009 gleich auf mehr als drei-mal-drei Prozent – und fälschen zusätzlich auch noch die Statistiken.

Die CDU-Träumer von 1999 wollen diese Gefahren einfach nicht wahrhaben. Sie verherrlichen lieber weiter den Stabilitätspakt: „Die Euro-Teilnehmerstaaten werden daher auf Dauer ohne Probleme ihren Schuldendienst leisten können.“ Genau – und noch diese Woche überweisen Griechenland & Co. Zins und Tilgung. Doch die Christdemokraten schaffen es 1999 sogar, diese bereits irrwitzige Behauptung noch zu steigern: „Eine Überschuldung eines Euro-Teilnehmerstaats kann daher von vornherein ausgeschlossen werden.“ Wenn schon größenwahnsinnig, dann richtig.

Nur: Wie konnte so etwas 1999 geschehen? Wie konnte eine Partei es wagen, eine derart dümmliche Propagandaschrift zu veröffentlichen? Schließlich warnten damals hunderte von Experten vor den Euro-Risiken. Und verzweifelte Wirtschaftsprofessoren klagten gar vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Gemeinschaftswährung.

Gutgläubig, verblendet oder besoffen?

Waren die CDU-Strategen zu gutgläubig? Gar verblendet? Oder einfach nur vom Kohl´schen Europa-Auftrag besoffen? Wir werden es nie erfahren. Es tröstet uns keineswegs, dass die Sozialdemokraten den Euro damals kaum realistischer beurteilten. Sie schwärmten in ihrem „Manifest für die Europawahlen 1999“ von „nachhaltigem Wachstum“ und „stabilem Geldwert“. Sie würden „alle Möglichkeiten ausschöpfen, damit die Gemeinschaftswährung ihren Beitrag zu Wachstum, Beschäftigung und Stabilität leistet“. Leider ahnten sie nicht, dass ausgerechnet ihr Kanzler diese hehren Prinzipien in den Staub treten würde.

Wir haben schon immer vermutet, dass Parteien nicht besonders lernfähig sind. Jetzt wissen wir es sicher. Denn obwohl die Euro-Probleme immer offenkundiger wurden, strotzte auch die Wahl-Propaganda 2004 und 2009 nur so vor halb Wahrem und komplett Wahnsinnigem.

Als Beleg sei hier nur – in seiner ganzen Pracht und Schönheit – ein Auszug aus dem CDU-Wahlprogramm 2009 genannt (Titel: „Für ein Europa mit soliden Finanzen“): „Es ist insbesondere ein Verdienst von Helmut Kohl und Theo Waigel, dass der Euro als stabile und sichere Währung zu einem wichtigen Baustein des europäischen Hauses geworden ist.“

Oh wenn man sie doch nur dazu zwingen könnte, all diese gedruckten Worte zu verspeisen. Buchstabe für Buchstabe. Vor den Augen ihrer Wähler.


http://www.focus.de/finanzen/doenchkolumne/doenchs-finanzen-die-euro-verraeter-von-kohl-bis-schroeder_aid_803282.html



Kategorien:Allgemein, Aufklärung, Bundesverfassungsgericht, EU, EU-Politik, Euro, Falschaussagen, Falschdarstellungen, Grundgesetz, Merkel, Verfassungsschutz, Verrat, Volksverdummung, Wahnsinn, Warnung, Währungsreform, Zahlungen an fremde Länder

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  1. Und die Moral von der Geschicht´: Regeln sind dafür da, dass man sie bricht.

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  2. Die Lügengeschichten der Parteiführer und all der Rotzfunktionäre, die dahinter stehen, sollten doch zu denken geben. Diese Lügereien und Desinformationen, über Jahre oder Jahrzehnte hinweg, sind rational nicht einzuordnen. Könnte es nicht sein, das gänzlich andere Personen und Mächte die Strippen ziehen ? Ihre Stärke und Macht läge dann in iherer Anonymität. Tagaus, tagein wird vor allem das Fernsehen als regelrechter Verdummungsapparat eingesetzt, um die cloroformierte Masse auch weiterhin am Aufwachen zu hindern.
    Der breiten Masse wird doch nur ein Theaterspiel namens “ Volksherrschaft und Demokratie “ vorgegaukelt.

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  3. Wir wußten und wissen doch alle,das diese Drecksbande nur Lügner, Betrüger und Ausbeuter sind.
    Es kann keiner mehr sagen,sie hätten das nicht geahnt.
    Die wahren A….löcher, sind die Bürger selber, die damals wie heute solche Verbrecher wählen.
    Und dann jammern,das alles schlechter wird und sie immer mehr drangsaliert, von Ausländern überannt und ausgebeutet werden.
    Die gehirngewaschenen, obrigkeitshörigen Lämmer dieser Nation haben es sich doch selbst zuzuschreiben, das wir solche Zustände haben.
    In den USA oder anderswo,wäre längst ein neuer Bürgerkrieg ausgebrochen,würde man mit seinen Bürgern so umspringen.
    Wenn unser Volk endlich mal Stärke und Selbsbewußtsein zeigen würde,würden die Volkszertreter und Polit Verbrecher schnell merken,das man mit dem Bürger so nicht umspringen kann.
    „Nur die dümmsten Kälber,wählen ihren Schlachter selber“.
    Mehr kann ich dazu nicht sagen.

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  4. Das Super-Arschloch Kohl wäre besser bei seinen gefüllten Saumägen geblieben! Den Schröder hätte er als Saumagenfüllung auch gleich mit verwursten können!
    Da die Merkel Kohls Ziehtochter war und krfäftig von ihm das „Kleinreden“ der Probleme aus dem ff gelernt hat, konnte sie natürlich da weiter machen, wo der Kohl aufgehört hat!
    Und wir haben nu die ganze Scheiße auszubaden!!!

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