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Wer die Debatte über die Ausstellung Verbrechen der Wehrmacht kennt, weiß auch, daß Wehrmachtsoldaten nicht nur Täter, sondern auch Opfer von Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurden. Dieses Buch, das große wissenschaftliche Anerkennung genießt und mehrere Auflagen in Amerika erlebt hat, dokumentiert dies.
Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts wurde 1939 eingerichtet, mit der Aufgabe, völkerrechtswidrige Handlungen der Kriegsgegner Deutschlands zu dokumentieren. Die Unterlagen dienten juristischen und diplomatischen Stellen des NS-Staates für Weißbücher, Protestschreiben und Anklagen gegen Kriegsgefangene.
Der Autor hat als erster die 226 erhaltenen Aktenbände ausgewertet. Diese Akten befinden sich im Bundesarchiv Militärarchiv Freiburg im Breisgau. Ausländische Archive wurden auch konsultiert, um die Zuverlässigkeit der deutschen Akten zu verifizieren. Mehr als 300 ehemalige Militärrichter und Zeugen wurden persönlich aufgesucht und mit ihren damaligen Ermittlungen und Aussagen konfrontiert.

Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts Dokumentation alliierter Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg
Dieses Buch legt zugleich eine behördengeschichtliche und völkerrechtliche Studie vor: Im ersten Teil untersucht de Zayas die Glaubwürdigkeit der Institution und des Aktenkorpus, im zweiten Teil schildert er anhand ausgewählter Fälle die Vorgehensweise und die Ergebnisse der Untersuchungsstelle: Schwere Kriegsverbrechen werden dokumentiert.

erreichte, ‚bei aller Grausamkeit im Einzelfall‘, doch nirgends ‚die Ebene des organisierten Völkermords‘, wie Professor Dietrich Rauschning, Direktor des Göttinger Universitäts Instituts für Völkerrecht, an dem de Zayas arbeitete, in einem Vorwort festhielt: ‚Ein Vergleich mit dieser Dimension verbietet sich.‘„Eine Pionierstudie…ein interessantes und gut geschriebenes Werk“ (American Journal of International Law)

„de Zayas, der auch deutsche und ausländische Archive ausgewertet hat, ist bei seinen Untersuchungen sehr sorgfältig vorgegangen, in der Bewertung der Ermittlungsergebnisse der WUSt ist er objecktiv, eher vorsichtig und zurückhaltend. Die Arbeit enthält auch interessante völkerrechtliche Ausführungen Das lesenswerte Buch wird sicherlich viel Beachtung finden.“ (Generalstaatsanwalt Erich Heimeshoff in Deutsche Richterzeitung)

Dies ist eine der wichtigsten Veröffentlichungen zur Zeitgeschichte“ Walter Görlitz in (DIE WELT)

Über den Autor

Professor Dr. iur. et phil. Alfred de Zayas Alfred de Zayasist ein US-amerikanischer Völkerrechtler und Historiker, Mitglied der Anwaltschaft von New York und Florida, ehemaliger Chef der Petitionsabteilung im Büro des UNO-Hochkommissars für Menschenrechte, Sekretär des UNO-Menschenrechtsausschusses und Präsident des französischen Schweizer P.E.N. Clubs. Autor von 9 Büchern. de Zayas war Gastprofessor des Völkerrechts in den USA, Kanada, Irland und Spanien und lehrt seit 2005 an der Geneva School of Diplomacy in Genf.

Die Basis des von dem international renommierten, amerikanischen Völkerrechtler und Historiker Alfred de Zayas aufbereiteten Materials stellen die Akten der „Wehrmacht-Untersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts“ (WUSt.) dar.
Mit diesen Akten konnte jedes der alliierten Kriegsverbrechen dokumentiert und belegt werden.“
[ Anmerkung zu „jedes Kriegsverbrechen“: Dies gilt einzig für die Fälle, welche zeitlich überhaupt untersucht und dokumentiert werden konnten (sämtliche Nachkriegsverbrechen fehlen darin natürlich, auch klar, da es die WUSt ab diesem Zeitpunkt nicht mehr gab) UND dies gilt auch für die Fälle, welche in den 1960er Jahren von den USA – diese hatte den kompletten Aktenbestand nach Kriegsende beschlagnahmt – überhaupt oder auch „unzensiert“ zurückgegeben wurden! ]

„Die beiden nach Kriegsverbrechen an der West- und an der Ostfront gegliederten Teile der Dokumentation zeigen u.a.:
– das Massaker an Lazarettinsassen in Feodosia durch die Rote Armee
– die Versenkung von Rot-Kreuz-Schiffen und das Beschießen von Rot-Kreuz-Einrichtungen durch die britische und die amerikanische Luftwaffe
– Massenvergewaltigungen und zahllose Ermordungen beim Einmarsch der französischen Armee in Stuttgart
– Massenvergewaltigungen und Ermordung nahezu der kompletten Dorfbevölkerung im ostpreußischen Nemmersdorf beim Einmarsch der Rotem Armee
– Bombenterror gegen die Zivilbevölkerung der deutschen Städte durch die US-Airforce und die britische Luftwaffe.“
Zitat Ende.Die Wehrmacht-Untersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts Dokumentation alliierter Kriegsverbrechen im Zweiten Weltkrieg

Dieses Buch ist schon länger in meinem Besitz (6. Auflage, von 1998) und ist ohne Einschränkung empfehlenswert ….

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