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Einer unserer Leser lebt im fernen Australien. Unlängst wunderte er sich über reißerische Medienberichte über eine angebliche »Hitzewelle« in Australien.

Doch das war erst der Anfang, heute schreibt er weiter.

Das Wetter in Rockingham ist schön und keinesfalls zu heiß, abends eher etwas kühl. Das Gesellschaftsleben ist durch den Lions-Club und andere Kontakte, Einladungen, Gäste, Meetings und Barbecues inzwischen schon recht stressig und wir haben uns deshalb vorgenommen, nun etwas kürzer zu treten. Bei all diesen Treffen der letzten Zeit stand ein Thema im Vordergrund: die Jagd auf gefährliche Haie haitauchen-11gund die Proteste in Westaustralien dagegen, über die in den deutschen Medien umfänglich berichtet wurde.

An »unserem« Strand in Cottesloe waren es gestern etwa 6000 Protestler, die in den internationalen Medien den Eindruck
 erwecken wollten, fast alle Einwohner von Perth (1,8 Millionen) seien gegen die Haijagd. Das aber ist eine grobe Verzerrung der Realität. .

In der hitzigen Debatte um die Jagd auf den weißen Hai müssten Fakten berücksichtigt werden, die in Westaustralien bei den Älteren allgemein bekannt sind, die aber von den Protestlern, WWF und Greenpeace ungern gehört und schon gar
nicht berücksichtigt werden. Das Verbot Haie zu jagen, wurde in Australien 1998 Gesetz. Bis dahin hatte es in den einhundert Jahren davor an der westaustralischen Küste nur einen dokumentierten Todesfall durch einen Haiangriff gegeben.

Haie als Raubfische

Die uns plausibelste Erklärung für die dramatische Zunahme der Haiangriffe kommt von alterfahrenen Berufsfischern der Region: Seit der Besiedelung Westaustraliens wurde der Hai an der Küste aus wirtschaftlichen Gründen gejagt. Durch das Verbot von 1998 hörte das auf. Und eine neue Haigeneration Haieverlor die Angst vor den Fischern und kam immer näher an die Küste heran  (es wurde sogar ein Jogger, der direkt am Wasser lief, in Cottesloe von einem Hai angegriffen und getötet).
 Die Fischer berichten, dass es früher mühselig war, überhaupt einen Hai zu finden. Heute sind die Haie überall zu sehen, so als ob sie wüssten, dass sie nicht gejagt werden dürfen.

Ein Leser fragte, weshalb es keinen Protest dagegen gibt, dass in Australien tausende Kamele und zigtausende Kängurus erschossen werden, aber keiner geht deswegen auf die Straße. Auf den Punkt aber brachte es ein Leser, indem er sagte, dass es den Protestlern überhaupt nicht um die Haie gehe.

Es sind die üblichen Verdächtigen, die bei allen Protesten immer dabei sind, sei es gegen den Bau der neuen Autobahn oder die Erweiterung eines Kohlekraftwerks.

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nachzulesen bei Kopp-Exklusiv 06-2014

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