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Karl der Große: Gewalt und Glaube

Regen. Im Regen. Er stand im Regen, unten am Läuterungsberg. Endlos stürzte der Regen auf ihn hernieder und schien dennoch die Sünden nicht abwaschen zu können, die ihn befleckten. Ein Untier zernagte unablässig sein Geschlecht, das umgehend nachwuchs, um wieder zerfressen zu werden, fort und fort. Ein alter Mönch schaute den Büßer und erschrak. Kaum wagte er den Namen des Toten zu offenbaren. Doch alle wussten: Es war Karl, der große Kaiser, der Sünder, der da zu büßen hatte.“
Mit diesen Worten beginnt Johannes Fried seine lang erwartete Biographie Karls des Großen. Biographie? Wir wissen nur wenig über das Leben und die Person des größten mittelalterlichen Herrschers. Eine Karlsbiographie in modernem Sinne ist unmöglich. Doch wie Fried, der Meistererzähler und begnadete Mediävist, in seinem Opus magnum alle historischen Register zieht, anhand von Quellen und Artefakten, Indizien und Analogieschlüssen Karl nachspürt, Wissen, modernste Methoden der Gedächtnisforschung und die schöpferische Intuition ineinander spielen lässt, um ein Zeitalter und eine Herrschergestalt zum Leben zu erwecken – das ist Geschichtsschreibung der Extraklasse. Näher als in diesem Buch wird man Karl dem Großen, dessen Todestag sich 2014 zum zwölfhundertsten mal jährt, lange nicht mehr kommen.

Karl der Große Gewalt und Glaube

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Karl der Große: Der heilige Barbar

Am Weihnachtstag des Jahres 800 setzte Papst Leo III. in Rom dem Frankenkönig Karl feierlich die Kaiserkrone auf. Als Gründervater Deutschlands und Frankreichs, als wahrhafter Europäer wird »Charlemagne« bis heute verehrt. Aber wer war er wirklich? Viele haben versucht, Karl den Großen für sich zu vereinnahmen. War der erste Kaiser des Abendlandes nun Deutscher, Franzose oder gar der Vater Europas? Und was weiß man jenseits aller Legenden tatsächlich von ihm? Nicht nur die Menschen seiner Zeit, sondern auch die Nachwelt ist bis heute von dem Frankenherrscher fasziniert: ein überaus erfolgreicher und brutaler Kriegsherr, der in einem jahrzehntelangen Kampf die heidnischen Sachsen missionierte, die germanischen Stämme vereinte und ein Großreich errichtete. Ein Bildungshungriger, der zwar selbst kaum schreiben konnte, aber doch die Verbreitung der Schrift förderte, die wir noch heute schreiben. Ein Herrscher, der sich in seiner Aachener Pfalz entspannt den Badefreuden hingab und der an seinem Hof die bedeutendsten Dichter und Denker Europas versammelte. Stefan Weinfurter, der bekannte Heidelberger Mittelalterforscher, zeigt die vielen Gesichter Karls des Großen und bringt uns einen der charismatischsten Herrscher des Mittelalters nahe.

Der Autor hat es sehr gut verstanden, den Leser mit Denken und Handeln diese Kaisers vertaut zu machen.
So gut sollte Geschichte immer vermittelt werden.
Stefan Weinfurter sollte allen anderen Geschichtsschreibern als Vorbild dienen.

»Stefan Weinfurter zeigt einen vielfältig begabten Mann.«, Kurier (A), 27.01.2014

»Stefan Weinfurter reichen rund 250 Seiten, um uns den ‚Heiligen Barbar‘ näher zu bringen: für den Nichtakademiker viel einfacher nachzuvollziehen, ohne dass das Buch deshalb populärwissenschaftlich wäre.«, Nürnberger Nachrichten, 31.01.2014

»Guter Begleiter durchs Jubiläumsjahr.«, dpa, 26.11.2013

»Weinfurter ist ein kompaktes Werk gelungen.«, Neue Luzerner Zeitung (CH), 28.11.2013

»Der Wissenschaftler bringt dem Leser die historische Persönlichkeit Karls des Großen auf 352 Seiten in unterschiedlichen Facetten näher und erläutert die Motive des mächtigen Herrschers.«, Wormser Zeitung, 18.12.2013

»So gut geschrieben, dass man es auch dann gerne weiterliest, wenn man eigentlich etwas anderes tun müsste. (..) Weinfurters Werk überzeugt durch einen klaren Aufbau.«, NZZ am Sonntag – Bücher am Sonntag, 24.11.2013

»Kluges und gut lesbares Buch. (…) Die vielleicht beste Neuerscheinung.«, Hannoversche Allgemeine, 26.01.2014

»Das klar strukturierte Buch wendet sich an Fachleute, ist aber wegen seiner eingängigen Sprache auch für Laien leicht verständlich.«, Mannheimer Morgen, 30.01.2014

Karl der Große Der heilige Barbar

 

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stefan Weinfurter, geboren 1945 in Prachatitz und aufgewachsen in München, lehrt seit 1999 als Ordinarius an der Universität Heidelberg Mittelalterliche Geschichte und ist dort auch Direktor der Forschungsstelle für Geschichte und Kulturelles Erbe sowie Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften. Unter anderem leitet er im Heidelberger Sonderforschungsbereich 933 ein Projekt zum Wissenstransfer in der Epoche Karls des Großen. Zu seinen erfolgreichen Veröffentlichungen zählen u. a. »Das Reich im Mittelalter« und »Canossa. Entzauberung der Welt«. //

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