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So schützt man sich vor Spionage

Immer mehr Geheimdienste spionieren im deutschsprachigen Raum die Bürger aus. Wenn man will, kann man sich davor schützen.

Viele Geheimdienste haben großes Interesse an unseren privaten Daten. Deshalb versuchen sie permanent, möglichst alles über uns herauszufinden. Wie also kann man sich als Privatmann dagegen wehren, von Geheimdiensten oder Hackern ausspioniert zu werden? Dazu gibt es einfache Tipps.

Webcams einfach zukleben webcamt53fe5b_bild_pflaster

Die niederländischen Behörden warnen ihre Bürger jetzt beispielsweise offiziell davor, dass die überall in Laptops und Tablets eingebauten kleinen Kameras (»Webcams«) ein offenes Tor für Spione darstellen. Darüber berichtete auch der niederländische Fernsehsenders NOS.

Hacker und Geheimdienste könnten die Kamera und das Mikrophon eines Rechners leicht unbemerkt aus der Ferne einschalten und so die Benutzer ständig abhören und beobachten. Computernutzer sollen deshalb die Webcam ihrer Laptops und Tablets überkleben.

Der Tip kostet in der Praxis keinen Cent und ist ungemein sicher. Ebenso kann man das in fast alle neuen Bildschirme eingebaute kleine Mikrofon ganz einfach zukleben. Auch jene Datenkraken, die unsere Spuren weitaus mehr verfolgen, als es uns lieb ist, kann man überlisten.

Wer ein kostenloses E-Mail-Konto bei einem amerikanischen Anbieter wie etwa Google hat, der darf sich nicht wundern, dass seine Mails vollautomatisch von amerikanischen Geheimdiensten mitgelesen werden. Sicherer ist es, einen heimischen Anbieter zu wählen und jede Mail zu verschlüsseln.

Es gibt also durchaus Möglichkeiten, die elektronische Post vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen – mit Verschlüsselungstechnologie. Services_buPro_howitworks_1_DDas Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt Gpg^win. Hinter dem kryptischen Namen verbirgt sich ein Programmpaket zur sicheren E-Mail- und Dateiverschlüsselung für das Betriebssystem Windows von Microsoft.

Noch viel sicherer ist es allerdings, dem alten Werbespruch der Bundespost zu folgen: Schreib mal wieder. Die deutsche Briefpost wird jedenfalls nicht mehr automatisch geöffnet. Ansonsten sollte man das machen, was auch deutsche Unternehmen beim Thema Spionage beachten: Man lagert grundsätzlich keine Informationen in fremde Rechenzentren aus. Videokonferenzen, Datenübertragung, E-Post – all das ist für jene völlig tabu, die ihre Daten schützen wollen.

Natürlich sind auch Internet-Telefonate über Skype verboten und Facebook tabu. Deutsche Unternehmen setzen übrigens beim Thema Sicherheit nur nationale Produkte ein, weil Sicherheitsbehörden hierzulande in der Regel keinen Zugriff auf die Algorithmen der Verschlüsselungsanbieter bekommen.

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