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Griechische Behörden haben die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, nachdem eine Gruppe linker Extremisten dem »deutschen kapitalistischen Apparat« den Krieg erklärt hatte. Die Gruppe, die sich selbst als »Volkskämpfer« bezeichnet, übernahm die Verantwortung für Angriffe auf eine Niederlassung des Fahrzeugkonzerns Mercedes-Benz Hellas und auf die Residenz des deutschen Botschafters in Athen.

Drecksau Merkel

Die Gruppe behauptet, hinter dem fehlgeschlagenen Raketenanschlag auf die Büros des deutschen Automobilkonzerns Mercedes-Benz vom 12. Januar in der griechischen Hauptstadt zu stehen. In dieser Woche stießen die Ermittler auf Hinweise, nach denen die Rakete in der

 Nachbarschaft der Fabrik abgefeuert worden war, dann aber vom Kurs abkam und in einem Feld landete.

 Am Dienstag dieser Woche schickte die Gruppe dann ein 20-seitiges Manifest an das griechische Satiremagazin To Pontiki. Dort hieß es, der Angriff sei aus Solidarität mit dem griechischen Volk gegen den »deutschen kapitalistischen Apparat« erfolgt. Darüber hinaus, so die Gruppe weiter, habe sie am 30. Dezember letzten Jahres vor Morgengrauen die Residenz des deutschen Botschafters mit Kugeln »durchsiebt«. Diese Tat sei als Vergeltung und zum Gedenken an den 77-jährigen Dimitris Christoulas verübt worden, der 2012 vor dem Parlamentsgebäude in Athen Selbstmord begangen hatte. Sein Tod wurde zum Symbol für die sich vertiefende und um sich greifende Verzweiflung in Griechenland über die sich zuspitzende Finanzkrise.

 »Als wir das superluxuriöse Anwesen des deutschen Botschafters unter Dauerfeuer nahmen, hatten wir die Bilder von Tausenden von Menschen, die sich an Essensausgaben anstellen mussten… sowie der Arbeitslosen und der Arbeitnehmer vor Augen, die für 400 Euro monatlich arbeiten müssen«, erklärte die Gruppe. Die »Volkskämpfer« riefen darüber hinaus ihre Anhänger auf, die Anschläge während der sechsmonatigen griechischen Präsidentschaft der Europäischen Union (EU), die turnusgemäß Anfang dieses Jahres begann, zu intensivieren.

 Angesichts der weiter fortschreitenden Verschlechterung der Verhältnisse in Griechenland gewinnen sowohl die extreme Linke als auch die extreme Rechte an Zulauf und Unterstützung. Gegen eine der berüchtigtsten rechtsextremen Parteien in Griechenland, die Partei Goldene Morgenröte (Chrysi Avgi), wird derzeit ermittelt, um festzustellen, ob es sich bei der Partei um eine kriminelle Vereinigung handelt.

 Aber trotz dieser Kontroverse will die Goldene Morgenröte an den Europawahlen im Mai teilnehmen. Laut jüngsten Umfragen könnte sie, sollte sie denn teilnehmen, derzeit mit 8,9 bis 10,3 Prozent der Stimmen rechnen. Derzeit sind sechs der insgesamt 18 Parlamentsabgeordneten der Partei, darunter auch ihr Vorsitzender Nikos Michaloliakos, in Haft. Ihnen wird vorgeworfen, zu Gewalt gegen Zuwanderer und Vertreter oppositioneller Parteien angestachelt zu haben.

 Maria Finoshina von RussiaToday sagte, aus Sicht vieler Griechen sei Deutschland für die drastische Sparpolitik verantwortlich, die die Arbeitslosenrate des Landes dramatisch in die Höhe schnellen ließ. Die griechische Statistikbehörde veröffentlichte am Donnerstag neue Arbeitsmarktzahlen. Danach stieg die Arbeitslosenquote im vergangenen November auf ein Rekordhoch von 28 Prozent. In der jüngeren Bevölkerung liegt der Anteil der Arbeitslosen noch weit höher. In dieser Altersgruppe haben 60 Prozent der Menschen keine Arbeit.

 »Die Menschen sind am Ende; sie haben nicht einmal mehr die Kraft, auf die Straße zu gehen und zu demonstrieren. Sie glauben nicht mehr daran, die gegenwärtige Lage verändern zu können«, meinte Finoshina, die aus Athen berichtete, weiter.

 Der Journalist und Buchautor Robert Harneis erklärte, unter den Griechen gebe es viele antideutsche Ressentiments. »Sie wissen, dass ein erheblicher Teil des Geldes, das der griechischen Regierung angeblich zur Rettung des Landes zur Verfügung gestellt wurde, direkt wieder zurück an deutsche und französische Banken floss, die der griechischen Regierung unklugerweise Geld geliehen hatten«, sagte er gegenüber RussiaToday.

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http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/europa/redaktion/griechenland-in-alarmbereitschaft-nachdem-extremisten-dem-deutschen-kapitalistischen-apparat-den-.html

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