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Leserbrief an die „Kronen-Zeitung“

Als Sohn des leider schon verstorbenen Ing. Kurt Vielgrader, eines Zeitzeugen der Verbrennung (mit zum Großteil Phosphor) Dresdens durch britische und amerikanische Bomber, der mit ansehen mußte, wie brennende Rotkreuzschwestern schreiend vor Schmerzen in die Elbe sprangen und der nach den verheerenden Angriffen vom 13.Februar bis 15 Februar 1945, also knapp vor Kriegsende, Berge von verkohlten und halbverkohlten Leichen mit seiner Einheit mit Flammenwerfern entsorgen mußte, schreibe ich auch heuer, wie jedes Jahr, meinen Leserbrief an die Kronenzeitung.

Ich schreibe wieder das, was mir mein Vater, was mir Historiker und Schriftsteller, was mir Geistliche aus Dresden erzählten, mir am Telephon berichteten: daß diese schöne Stadt, einst Venedig des Ostens genannt, zu dieser Zeit des Februars 1945 über 1 Million deutscher Ostflüchtlinge aus Ostpreußen, Schlesien und Pommern beherbergte und daß diese einst (heute wieder) schöne Kulturstadt, die von vielen Künstlern und Schauspielern geliebt und besucht wurde, keine Kriegsgeräte erzeugte. Die Stadt mit ihren schönen Villen hatte nur ein ,,militärisches Ziel“: den Dresdner Bahnhof und die schwere Eisenbrücke, auch blaues Wunder genannt (weil es den Bombenangriffen standhielt), wo sich damals tausende Flüchtlinge befanden!

Das Bombardement von Dresden, das im Nachhinein von britischen und amerikanischen Offizieren und der englischen Königin, die das Kreuz für die wiedererbaute Frauenkirche spendete, bedauert wurde, kostete hunderttausenden Menschen, Frauen, Kindern, Alten, Schwerverletzten und Fremdarbeitern das Leben, nicht 25.000, wie man der heutigen Generation einzureden versucht (vor 10 Jahren waren es laut dieser Medien immerhin noch 45.000) sondern bis zu 1 Million Toter (laut der Dresdner SS-Kommandantur Februar 1945 ungefähr 275.000 Tote).Beim Einmarsch der Russen gab es nur mehr 100.000 Menschen in Dresden.

Menschen, die man nach dem 1500-Grad-Feuersturm nicht mehr identifizieren konnte, Menschen, die in den Kellern erstickten, die Halbverbrannten, oft bis zur Unkenntlichkeit Verstümmelten, mußten von jungen Soldaten wie meinem Vater ,,entsorgt“ werden. Diese Auslöschung war eines der größten Kriegsverbrechen, die jemals von Menschen begangen wurden.

Wenn dieser Leserbrief, wie auch in den vergangenen Jahren, nicht veröffentlicht wird, schreibe ich ihn in Gedenken an meinen Vater, der diese schwere Zeit in Dresden sein ganzes Leben lang nie vergessen hat. Möge so etwas nie wieder passieren! Bitte: schreibt doch endlich die Wahrheit über Dresden! Es ist doch nun fast 70 Jahre nach dem Ende des 2.Weltkrieges an der Zeit, auch über die Opfer des Verlierers, oder wie es heutzutage heißt: des ,,Befreiten“, wahrheitsgetreu zu berichten!

Heinz Vielgrader

Rappoltenkirchen

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Kommentar:

In den vergangenen Jahren gab es eine Tendenz zu beobachten, daß die „Systemmedien“(!) anläßlich des Bombardements und Feuersturms am 13.02.45 auf Dresden die Opferzahlen auffällig nach unten korrigierten, wie dynamisch sich ändernde Aktienkurse einer SACHE. Von gerade mal „25.000“ Toten wurde da höchst unglaubwürdig berichtet.

 Heuer jedoch wurde dieser Tendenz noch eins draufgesetzt. Egal ob im Radio etwa auf hr1, Bayern 1 oder in den Tagesthemen (ARD) – alles schön gleichgeschaltet wie gehabt, kennt man ja („Wir sind alle eins.“): Nun wurde überhaupt nicht mehr von Opferzahlen gesprochen, sondern allen Ernstes lediglich die „Zerstörung vieler Gebäude“ beklagt, die demnach als sowieso tote Materie offenbar noch wichtiger sind, als auch nur eine einzige Zahl der Leidtragenden dieses herausragend einzigartigen Grauens in der Geschichte der Menschheit (s.u. im Leserbrief) zu nennen. Nicht jedoch hat man es hingegen vermieden, die Gedenkfeiern zum obligatorischen Anlaß zu nehmen, um wiederum mit der Keule der „Rechtsextremen“ (alles bezahlte Propaganda, aber von DENEN da oben!) zu schwingen, denn es seien entsprechende Kundgebungen diesergestalt abgesagt worden, außerdem sei massig Polizeipräsenz vor Ort gewesen. Auch von einer Gegendemonstration („Antifa“ & Genossen, bezahlte Krawallmacher) war die Rede. WAS will man da in Wahrheit(!) verhindern, daß es endlich ans Tageslicht kommt?

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So also wird das Gedenken an zuhauf unschuldige Opfer, denen sogar noch einzeln in den Feldern im Tiefflug nachgejagt wurde, um sie wie Tontauben abzuknallen, Jahr um Jahr traditionell schon seit 69 Jahren verhöhnt. Und ob sich dieses unsäglich schamhafte

Verhalten nicht noch ganz entscheidend gegen diese Ignoranten selbst richten wird! Nicht mehr lange wird es währen, da bin ich mir sicher, SIE haben schon jetzt allmählich die Hosen voll …

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