Auswandern-Einwandern…die Unterschiede zwischen BRiD und Kanada: ohne Studium und hohe fachliche Ausbildung hat keiner eine Chance…

eine gesunde volkswirtschaftliche Auswahl und Einstellung…..das Land und die ethnische Bevölkerung muss profitieren und nicht belastet werden…..so die kanadische Erfahrung und Zuwanderungsbedingungen…

 

medien, audio

Es ist erstaunlich, dass Einwanderer in Kanada nur die positiven Seiten des Landes kennen. Ein medialer Schutzschild verdrängt das, was auf die Einwanderer überall in der Welt zukommt.

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Endlose Weiten, unberührte Natur, Berge, Seen und Abenteuer. Campen in traumhaften Naturparks und Fahren mit dem Wohnwagen, bis die Sonne untergeht. Dazu Bären, Lachse, Paradiese für Wanderer und Angelreviere, so weit das Auge reicht. Kanada ist von jeher eines der Traumziele von Auswanderern, besonders in Deutschland. Benzin und Reisen, aber auch Bekleidung sind relativ günstig. Das Land ist zudem kinderfreundlich. Und die geringe Bevölkerungsdichte sorgt für einen lockeren Umgang.

Hier spricht man sich ausnahmslos mit dem Vornamen an. Die Uhr scheint in weiten Teilen des Landes außerdem langsamer zu ticken. Und das Grillfest mit Freunden am Wochenende hat im Kalender einen prominenten Platz. Eishockey wird hier mindestens so groß geschrieben wie in Deutschland der Fußball. Doch statt allein zu Hause auf der Couch zu sitzen, geht man in Kanada in Pubs mit ihren Großbildschirmen, um in ausgelassener Atmosphäre bei Pizza, Fish & Chips sowie gezapftem Bier die Spiele gemeinsam zu genießen.

Kanada profitiert von den Neubürgern

Im »Großen Weißen Norden«, wie die Kanadier ihre Heimat gerne nennen, ist die Welt noch in Ordnung. So jedenfalls die Vorstellung in Deutschland. Kanada ist ein reines Auswandererland. Mehr als jeder Fünfte zwischen Halifax und Vancouver ist zugewandert. Jedes Jahr wählt eine weitere Viertelmillion Menschen das Ahornland zu ihrer neuen Heimat. Über die Hälfte des Bevölkerungswachstums ist Einwanderern zu verdanken. Und laut einer Studie der Toronto-Dominion Bank vom Februar 2012 speist sich das Wachstum des Erwerbstätigenheeres allein aus den Neuankömmlingen. In absoluten Zahlen begrüßen laut der OECD-Statistik nur Frankreich und die USA mehr Einwanderer als Kanada. 


Das Land profitiert mächtig von seinen Neubürgern, egal ob sie eine grüne Karte besitzen oder bereits den kanadischen Pass in der Tasche tragen. Die Einwanderer bringen Geld, Ehrgeiz, neue Ideen, Handel mit ihren Herkunftsländern, innovative Geschäftspraktiken und mehr kulturelle Vielfalt ins Land.

Vom Kardiologen zum Taxifahrer

Doch halt. So steht es in Broschüren und in Lehrbüchern der Ökonomen. Die Realität sieht anders aus. Rund die Hälfte der Einwanderer kommt durch das Federal-Skilled-Worker-Programm ins Land. Kanada hat drei Dutzend Berufe definiert, für die es dringend gut qualifizierte Menschen aus dem Rest der Welt importieren muss, um seinen eigenen Fachkräftemangel zu beheben. Wer solche Qualifikationen hat, der kann für Sprachkenntnisse in Englisch oder Französisch sowie für Berufserfahrung und Alter fleißig Punkte sammeln.

Wer mindestens 67 von 100 möglichen Punkten auf der Qualifikationsliste erreicht, der bekommt die grüne Karte. Resultat der strikten Auswahl ist, dass Kanadas Einwanderer in 78 Prozent der Fälle eine akademische Ausbildung haben, viel öfter als die Einheimischen. Trotzdem ist die Arbeitslosenrate unter den Neuankömmlingen satte 75 Prozent höher als am Arbeitsmarkt insgesamt.

Und viele von ihnen verdienen weniger als die Einheimischen, weil sie sehr oft unterhalb ihres Qualifikationsgrades beschäftigt werden. Indische Kardiologen am Steuer von Taxis, mexikanische Architekten als Busfahrer oder südamerikanische Zahnärzte als Verkäufer in Möbelläden sind keine Seltenheit, sondern auffallend häufig anzutreffen. 
Zahlreiche Studien belegen die unsichtbaren Barrieren, auf die Einwanderer trotz sorgfältiger Auswahl bei den Punkteverfahren ständig prallen. »Kanadas Einwanderungssystem lässt viel zu wünschen übrig«, heißt es beispielsweise in der Studie der TD-Bank. Dort wird auch die herbe Diskriminierung bei den Löhnen bemängelt. So hätten Einwanderer in den 1970er-Jahren bei vergleichbarer Ausbildung nur 85 Prozent von dem Lohn bekommen, den Kanadier verdienten. Einwanderer, die in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrzehnts ins Land kamen, hätten sogar nur noch 65 Prozent, also etwas mehr als die Hälfte verdient.

Die deprimierende Schlussfolgerung der Studie: »In der Vergangenheit konnten Einwanderer darauf hoffen, die Lücke in den Einkommen im Laufe der Zeit zu schließen, aber dieses Ziel ist zunehmend außer Reichweite.« Hätten die Einwanderer dieselben Chancen am Jobmarkt wie die Einheimischen, dann gäbe es 370000 Arbeitsplätze mehr, rechnen die Analysten der TD-Bank vor.

Die Schlussfolgerung von TD-Bank-Chefökonom Craig Alexander bei der Vorlage des Papiers: »Kanada lässt jedes Jahr Hunderttausende von hoch qualifizierten Einwanderern ins Land, doch die Teilnahme an dem Fachkräfteprogramm ist wertlos, wenn die Zuwanderer wegen der bekannten Barrieren unterhalb ihrer Qualifikation beschäftigt werden.«

Ausländer werden häufig gemobbt

Die größte Barriere ist demnach das, was Arbeitgeber die »kanadische Erfahrung« nennen. Keiner kann genau sagen, was das ist. Aber neben der Anerkennung ^ von ausländischen Abschlüssen ist vor allem eines gemeint: Die Unterstellung, Einwanderer täten sich oft schwer, sich in den kulturellen Rahmen einzufügen. Das reicht von offener Kritik, die Europäer gerne äußern und die Kanadier als konfrontativ empfinden, bis hin zu getriebener Geschäftigkeit vieler Asiaten, die oft Unruhe in gefügte Teams tragen. 

All das aus lokaler Sicht, wohlgemerkt. Doch daraus ergibt sich für die Einwanderer ein hunderttausendfach erlebtes Dilemma: Wer keine »kanadische Erfahrung« im Beruf hat, der bekommt keinen guten Job. Und wer keinen lokalen Job hat, der bekommt auch nicht die gewünschte lokale Erfahrung. Eine, die ganz offen ausspricht, worum es letztlich geht, ist Izu-mi Sakamoto, Professorin an der Fakultät für Sozialarbeit der University of Toronto: Kanada2
»Die kanadische Erfahrung ist nur ein Label für ein verstecktes Unwohlsein: Wir fühlen uns nicht so gut in der Umgebung von Leuten, die nicht so sind wie wir.« Das sieht auch die Menschenrechtskommission von Ontario (OHRC) so. Die Aufnahmekapazität im Großen Weißen Norden ist etwas kleiner geworden. Aber die Unterstützung für eine Jobsuche hat sich zuletzt etwas verbessert. Da die Schulden der Kanadier im Schnitt 160 Prozent des verfügbaren Einkommens ausmachen und der Immobilienmarkt an die Decke stößt, empfiehlt sich in den kommenden Monaten eine genaue Analyse des jeweiligen Berufsumfeldes. 
 Mit einem Jobangebot in der Tasche anzureisen, ist sicher keine schlechte Idee. Handwerker sind nach wie vor sehr gefragt. Und die vielen in Pension gehenden Babyboomer verschärfen in vielen Industrien den Fachkräftemangel. Das verbessert die Aussichten von internationalen Bewerbern.

 

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Kategorien:Audio, Kanada

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Konservativer
Konservativer
6 Jahre zuvor

Zitat: „Kanada profitiert von den Neubürgern“ ——————————————————- (Ironie „on“:) Wir auch! – sagte Kazmierczak. Und Claudia und Konsorten auch. Also bitte nur nicht neidisch sein… (Ironie „off“:) Na ja, durch die bisherige liberale Einwanderungspolitik ist Canada in den letzten 50 Jahren mit meist dunkelheutigem und auch schlitzäugigem Ungeziefer, i.d.R. Beirrten durch die islamische Ideologie, mehr als genug überflutet worden, einschl. der unvermeidlichen Wirkung ihrer Gebärfreudigkeit für die Zukunft des Landes. Canada hat früher v. a. viele Pakistani, Inder und Neger aufgenommen. Der Unterschied zwischen Canada und Deutschland in puncto wahllose Zuwanderung: Canada ist sich der Gefahr der Degeneration ihres Volkes… Weiterlesen »

Arcturus
6 Jahre zuvor

Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

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