Der Erste Weltkrieg im Bild: Deutschland und Österreich an den Fronten 1914-1918


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Der Krieg im Bild

Aus der Vielzahl der Publikationen zum Ersten Weltkrieg ragt dieser Bildband hervor, der anhand zahlreicher unbekannter und kaum je gezeigter Aufnahmen den Ersten Weltkrieg in allen seinen Aspekten beleuchtet:
Nicht nur die Materialschlachten im Westen, die einen ungeheuerlichen Blutzoll forderten und zerpflückte Mondlandschaften hinterließen, treten ins Bild. Auch der völlig anders geartete Krieg im Osten, wo noch Reiterattacken eine nicht unbeträchtliche Rolle spielten, Österreich-Ungarns Kampf im Südtiroler Hochgebirge und an den Karstfronten des Isonzo gegen Italien, der Krieg am Balkan und der Feldzug gegen Rumänien, die Kämpfe in den Kolonien, im Nahen Osten sowie auf See und auch der Luftkrieg werden ausführlich behandelt.

Kapitel zur Auswirkung des Krieges auf das Alltagsleben in Deutschland und Österreich und schließlich über den Zusammenbruch in Revolten und Revolutionen beschließen diesen umfassenden Text-Bildband im Großformat.

Der Erste Weltkrieg im Bild Deutschland und Österreich an den Fronten 1914-1918

„Somme – die Weltgeschichte kennt kein grauenvolleres Wort. Alles, was ich jetzt wiederhabe – Bett Kaffee, Nachtruhe, Wasser -, alles kommt mir fremd vor, als hätte ich das Recht darauf verloren. Und doch waren es nur acht Tage. Das Leben ist ein Geschenk. Wenn ich das alles nicht gesehen hätte! Wir fühlen erst langsam, wer nicht mehr unter uns ist. Es fehlen so viele. Manche gingen früher, die man vergaß. Wer neben mir fiel, den vergesse ich nie. Ich habe noch den fünften Teil meines Zuges. Die Besten fielen.“
Es sind solche bedrückenden, an prominenter Stelle in Vor- und Nachsatz des Buches publizierten Auszüge aus den „Kriegsbriefen gefallener Studenten“, die dafür sorgen, daß die Grauen des Kriegsalltages – deren Schilderung in manchen historisch-wissenschaftlichen Abhandlungen zu kurz kommt – dem Leser immer gegenwärtig bleiben.

Der Autor, ein ausgewiesener Fachmann auf dem Gebiet der Militärgeschichte, legt mit diesem Bildband 100 Jahre nach Beginn der „Großen Krieges“ eine – im Vergleich zu den zahllosen anderen Publikationen zum Ersten Weltkrieg – etwas andere Geschichte dieses gewaltigen Völkerringens vor.

Er versucht nichts weniger, als einen Gesamtüberblick zu leisten. Nicht nur die blutigen Materialschlachten des Stellungskrieges im Westen, sondern auch die Kämpfe im Osten und Südosten Europas, die den Charakter von Bewegungskriegen mit Reiterattacken hatten, nimmt er in den Blick.

Österreichs Kampf im Südtiroler Hochgebirge, die Schlachten am Isonzo, der Feldzug gegen Rumänien sowie der Kriegsschauplatz Türkei und Naher Osten werden geschildert. Das auch formal ansprechende Werk ist gegliedert in 16 Kapitel, die u.a. die Aspekte „Mythos Tannenberg“, die k.u.k. Armee im Ostkrieg, den Balkan, den See- und Luftkrieg, die Kolonien, Rüstung und Kriegswirtschaft, Heimatfront und Propaganda sowie Kriegsende untersuchen.

Ein im Vergleich zum Bildteil kurzer Text führt jeweils ins Thema ein. Jeder Abschnitt ist großzügig bebildert, auch mit erstaunlichen vielen Farbillustrationen. Darunter sind zahlreiche Gemälde, Fotografien, Zeichnungen, Dokumente und neugestaltete Karten, die dem Leser den Überblick erleichtern.

Sie zeigen z.B. den „Schlieffenplan“, „den letzten Flug Manfreds von Richthofen“, dem deutschen Fliegerass, oder die vier Phasen eines Sturmangriffs. Der Entwicklung des Krieges wird im Kapitel „Feuerwalzen und Sturmtruppen“ Rechnung getragen, in dem auch auf den jungen Leutnant, Träger des Pour le Mérite und späteren Dichter Ernst Jünger eingegangen wird.

Eine Zeittafel und eine üppige Literaturauswahl ergänzen dieses vortreffliche Buch.

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