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kurznachrichten - alteundneuezeiten.

■    Düstere Zukunftsprognose:

Nach einer Studie des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) wird es bald einen Überschuss von 300000 Lehrern geben. Das heutige Lehramtsstudium wird damit zum Garanten für die Dauerarbeitslosigkeit. In anderen Berufsfeldern prognostiziert die Studie hingegen einen künftigen Engpass. So würden im Gesundheitswesen bald schon rund 100000 Arbeitskräfte fehlen, ebenso im Verkehrs- und Sicherheitssektor.

■    CDU sauer auf Ex-Krimi-Star:

Als Fernsehermittler hat der Schauspieler Charles M. Huber in der ZDF-Krimiserie »Der Alte« knifflige Fälle gelöst. Als CDU-Bundestags-abgeordneter aber hat er das Vertrauen schnell verloren. Der schwarze Schauspieler hatte sich über Sie Darmstädter CDU in den Bundestag wählen lassen, war dann aber nur noch selten erreichbar. Der Ex-Schauspieler hat schon mehrere Parteien kennengelernt. Er war Mitglied der SPD, wechselte in die CSU, dann in die CDU. Auch die Darmstädter CDU hat die Zusammenarbeit mit ihm nun beendet.

■    Bezahlte Killer:

Der russische Geheimdienst hat ein Telefonat zwischen der EU-Außenministerin Catherine Ashton und Estlands Außenminister veröffentlicht, in dem behauptet wird, jene Sniper, welche auf dem Maidan-Platz in Kiew von Dächern auf Demonstranten geschossen hätten, seien von den Demonstranten selbst angeheuert worden, um das internationale Ansehen des ukrainischen Präsidenten zu zerstören. Am 5. März 2014 hat der estnische Außenminister Urmas Paet nun offiziell auf der Homepage des Ministeriums bestätigt,
dass das von den Russen abgehörte Telefonat und der veröffentlichte Inhalt echt waren. Deutsche Medien verbreiten jedoch weiter den Eindruck, der ukrainische Präsident Janukowitsch habe auf die eigene Bevölkerungschießen lassen.

■    Kuh-Aktien:

Der schleswig-holsteinische Landwirt Mathias von Mirbach (50) hat ein Rezept gefunden, sich für seinen notleidenden Hof viel Geld zu beschaffen. Er verkauft Anteile an seiner Kuhherde – »Kuh-Aktien«. Eine »Kuh-Aktie« kostet 500 Euro, eine »Kalb-Aktie« gibt es für 100 Euro. Der Wert bleibt unverändert. Der Käufer muss den Anteilsschein mindestens drei Jahre halten. Die Verzinsung beträgt jährlich 2,5 Prozent der Investitionssumme in bar. Wer sich für Naturalien vom Bauernhof entscheidet (Gemüse, Fleisch oder Milchprodukte), bekommt sogar fünf Prozent.

■    Schon wieder Kinderpornos:

Die Staatsanwaltschaft Aachen ermittelt gegen den Bundesvorsitzenden der Katholischen Arbeitnehmerbewegung, Georg Hupfauer, wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornographie. Computerfestplatten und USB-Sticks wurden beschlagnahmt. Hupfauer trat unter dem Druck zurück.

■    Aspirin bald verschreibungspflichtig?

Rezeptfreie Schmerzmittel wie Aspirin, Ibuprofen oder Diclofenac schädigen die Magenschleimhaut. Der Ausschuss im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (Bfarm) in Bonn will Mittel wie Aspirin deshalb bald verordnungspflichtig machen. Rezeptfrei sollen nur solche kleinste Mengen bleiben, die maximal für eine viertägige Eigenbehandlung reichen. Von Ibuprofen etwa dürften dann nur noch Packungen mit 4,8 Gramm Wirkstoff frei erhältlich sein, beispielsweise zwölf Tabletten à 400 Milligramm. Für Paracetamol gibt es bereits eine solche Regelung.

■    Deutsche Stromkunden sollen Fördergelder für ausländischen Ökostrom zahlen:

Auf deutsche Stromkunden rollt eine bislang auch der Bundesregierung noch völlig unbekannte neue und gewaltige Kostenlawine zu. Nach einem Antrag der Generalanwaltschaft beim Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxèmburgvom März
2014    sollen deutsche Stromkunden ab 2014 Nachbarstaaten wie Österreich, Frankreich oder den Niederlanden die deutschen Fördersätze für erneuerbare Energien bezahlen müssen. Und zwar, wenn sie ihren im Ausland erzeugten Wasser-, Solar- oder Windstrom in das deutsche Netz einspeisen. Die deutsche Subventionierung nur für deutschen Ökostrom sei eine »diskriminierende Beschränkung des freien Warenverkehrs«, heißt es in der Stellungnahme der Generalanwaltschaft. Für deutsche Verbraucher könnte das schnell eine Verdoppelung der Zulagen auf der Stromrechnung bedeuten.

■    Zulassungspflicht für Mundspüllösungen:

Flüssige Präparate zum Unschädlichmachen von Bakterien in der Mundhöhle sind ab sofort zulassungspflichtige Arzneimittel – sofern sie nachweislich wirksam sind. Ohne Zulassung als Arzneimittel dürfen sie nicht mehr frei verkauft werden, entschied das Oberlandesgericht (OLG) Hamm. Davon unberührt sind Präparate, die eine solche Wirkung nur suggerieren, aber tatsächlich keine Bakterien abtöten.

■    DDT im Lachs:

Das seit mehr als 30 Jahren in westlichen Ländern verbotene Insektizid DDT ist nach jetzt veröffentlichten Angaben britischer Wissenschaftler in hohen Dosen in fast allen Lachsen enthalten, die aus Fischfarmen stammen. Das Gift reichert sich immer wieder in der Nahrungskette an
–    vor allem im Fettgewebe und Öl von Lachsen. Britische Wissenschaftler fordern deshalb einen entsprechenden Warnhinweis in Fischtheken und auf gefrorenen Lachsprodukten. Die britische Regierung hatte die Erkenntnisse mit Rücksicht auf schottische Lachsfarmen bislang zurückgehalten.

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