Eine von der NASA finanzierte Studie entwirft düstere Szenarien für die Zukunft des Menschen. Unsere Zivilisation steht demnach kurz vor dem Untergang. Es geht keineswegs um ein fernes katastrophales Finale in hundert oder tausend Jahren. Das Ende ist vielmehr nahe.

globus

Jedes Kind lernt in der Schule, dass Weltreiche untergegangen sind. Da waren die Römer, die Maya, die alten Ägypter und viele andere, die alle das gleiche Schicksal ereilte. Sie stiegen zu Mächtigen Imperien auf, ihre Reiche dominierten Völkerscharen über Jahrhunderte und Jahrtausende hinweg. Und dann brachen sie auseinander. Glanz und Herrlichkeit wichen der Hinfälligkeit. Was blieb, waren nur noch Trümmer und Fragmente. Erinnerungen, die erst moderne Archäologen aus dem Staub der Epochen ans Licht brachten. Am Ende hatten Selbstgefälligkeit und Dekadenz gestanden.

Wer garantiert uns die Zukunft?

Heute ist alles anders, heute wissen wir es ohnehin besser. Doch ist das wirklich so? Trotz aller Hiobsnachrichten hält die breite Öffentlichkeit an der Überzeugung fest, dass unsere Gesellschaft verlässlich weiter bestehen bleibt, so als hätte sie ewigen Bestand für sich gepachtet. Doch wer garantiert uns das? Eine ähnliche Denkweise führte auch die alten Reiche ins Desaster.

Dekadenz, Arroganz, Ausbeutung dekadenzund Wohlstand in völliger Gleichgültigkeit und buchstäblichen Ignoranz gegenüber denen, die nichts hatten, aber auch gegenüber der grundsätzlichen Möglichkeit einer vollständigen schicksalhaften Wendung – all diese Faktoren bedingten das Ende.

US-Forscher haben sich im Auftrag der NASA auf Basis wissenschaftlicher Methodik einige umfangreiche Gedanken über einen neuen, sogar relativ kurz bevorstehenden Kollaps gemacht. Sie werden als Studie im Fachmagazin Ecological Economics veröffentlicht. Die Wissenschaftlergruppe um Safa Motesharrei von der Universität Maryland spielten verschiedene Szenarien durch. Sie kamen dabei stets zu erschreckenden Einsichten.

Nun könnte man meinen, die USA wollten damit neue Ängste schüren, um damit vielleicht hintergründige Ziele zu verfolgen. Doch ganz so einfach gestaltet sich die Sachlage nicht. Die Studie ist ein Warnschuss. Wie Motesharrei und seine Kollegen erklären, sind vor allem fünf Faktoren für die bedenkliche Entwicklung verantwortlich und für ein Überleben unserer planetaren Kultur entscheidend: Bevölkerung, Klima, Wasser, Landwirtschaft und Energie. Schwindende Ressourcen und Verschwendung vor allem durch die Eliten seien wesentliche Triebfedern der Entwicklung zum finalen Ende. Die alles entscheidenden Eliten seien zu gleichgültig gegenüber den negativen Vorzeichen für die Zukunft. Denn das System funktioniere in ihrem Sinne und sei vor allem für diese Gruppe profitabel. Und deshalb bestehe für sie kein Interesse daran, den Status quo zu ändern.

Risikofaktoren für den Kollaps 

Die gegenwärtige Situation sei labil. Bereits ein einziges der erwähnten Kernprobleme könne ins absolute Aus führen. Die Studie will die Risikofaktoren für den möglichen Kollaps unserer Gesellschaft identifizieren und auch aufzeigen, dass sich eine weit entwickelte Kultur keineswegs auf ihren Lorbeeren ausruhen oder sich ihrer Beständigkeit sicher sein kann. Wenn man nur einmal die Schattenseiten der Technisierung bedenkt: Waffentechnologien sind heute so weit entwickelt, dass sie das Potenzial dazu haben, die Menschheit vielfach auszurotten. Nach allen Ergebnissen der Studie gleichen wir Lemmingen, die zielstrebig auf den Abgrund zusteuern. Treffen mehrere Probleme aufeinander, dann wächst die Gefahr logischerweise deutlich an. Im Ergebnis meinen die Forscher, dass »der Kollaps schwerlich zu vermeiden ist«.

Unvermeidlich allerdings sei der Kollaps nicht. Doch dazu müsste die wirtschaftliche Ungleichheit abgebaut werden, die Verteilung von Ressourcen gerechter organisiert werden und der Konsum eingeschränkt werden. Wer aber will schon verzichten?

NEWSLETTER
0 0 vote
Article Rating
3 Comments
Most Voted
Newest Oldest
Inline Feedbacks
View all comments
edeltraud hartinger
edeltraud hartinger
31/03/2014 18:03

In Wien wurden einige Kirchen verwüstet. Figuren zerschlagen. Erst wollten sie einen Verwirrten dafür verantwortlich machen. Jetzt weiß man dass ein Afrikaner beteiligt war. Es wird als ein Vandalenakt abgetan.Die Österreicher schlafen, hoffentlich wachen sie nie mehr auf.

deutschelobby
31/03/2014 22:36

die einzigen die im deutschsprachigen Raum nicht schlafen sind…die Schweizer

gefährlich ist es jedoch dadurch, dass nahezu ganz Europa unter dem muslimischen Immigranten /Asylbewerber- Terror leiden….aber keine Regierung etwas grundlegendes dagegen unternimmt….Obama läßt grüßen…

Arcturus
31/03/2014 00:11

Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

Translate »