Für die Partei der Grünen war Naturschutz lange Zeit wichtigstes Thema. Doch Naturschutz ist ihnen inzwischen hinderlich. Das sieht man, wenn es um den Bau von Windrädern oder Solarparks geht.

 

Es kommt immer anders, als man denkt. Das haben Markt- und Planwirtschaft gemein. Doch während das freie Wechselspiel von Angebot und Nachfrage oft zu Ergebnissen führt, welche die kühnsten Träume der Marktteilnehmer übersteigen, führt jede Form von Planwirtschaftzu bitteren Enttäuschungen. Das gilt umso mehr, wenn hinter dem Plan, der umgesetzt werden soll, kaum verhohlener Selbsthass steht.
Das ist eindeutig der Fall beim planwirtschaftlich ausgerichteten Gesetz zur Förderung Erneuerbarer Energien (EEG) aus dem Jahre 2000. Dieses geht von der unausgesprochenen Annahme aus, dass wir uns für alles, was uns in der Zeit des Kalten Krieges stark gemacht hat, entschuldigen müssen. So vor allem für die verlässliche Verfügbarkeit preiswerter Elektrizität, aber auch für die Verbreitung von Tugenden wie Fleiß, Ehrlichkeit, Anstand und Gottvertrauen.
Obwohl die Verbraucher den EEG-Strom über Zuschläge auf den Strompreis jährlich schon mit über 22 Milliarden Euro subventionieren, ist der Einsatz »schmutziger« Braunkohle nicht zurückgegangen.

Volk von Umweltverschmutzern

Im Gegenteil: Im vergangenen Jahr erreichte er den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Dem entsprechend stieg auch der Ausstoß des »Klimagases« CO2. Deutschland ist das einzige Mitgliedsland der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD), in dem das der Fall ist. Dabei sahen sich die Bundesregierungen unter Angela Merkel stets als »Vorreiter« der Klimapolitik und steckten sich entsprechend ehrgeizige C02-Reduktions-Ziele.

Der Ökonom Ottmar Edenhofer, stellvertretender Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Co-Vorsit-zender des »Weltklimarates« IPCC, gab vor einigen Jahren in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung in bemerkenswerter Offenheit zu, mit Umweltschutz habe der »Klimaschutz« nichts zu tun. Es gehe vielmehr um die Umverteilung von Vermögen. Statt der ursprünglich angestrebten Fortsetzung des Kyoto-Abkommens wurde Ende 2009 auf dem »Klima-Gipfel« von Kopenhagen die Einrichtung eines Green Climate Fund (GCF) beschlossen, in den wohlhabende Länder bis 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar einzahlen sollen.

Umverteilung von Vermögensmasse

Das Geld soll es ärmeren Ländern ermöglichen, sich an den unvermeidlichen Klimawandel anzupassen. Wie das zu verstehen ist, bleibt selbstverständlich Auslegungssache. Die Definitionsmacht liegt dabei wohl bei der global agierenden Finanzindustrie. Um die Umverteilung von Vermögen geht es bei der Energiewende aber auch auf nationaler Ebene, und zwar von den relativ armen Bewohnern von Mietskasernen zu den Eigentümern von Villen mit Solardach und den Planern und Anteilseignern von Wind- und Solarparks sowie den Banken, die solche Projekte finanzieren. Die enge Verbindung zwischen Selbsthass und gutmenschlicher Doppelmoral sorgt dafür, dass alles mit gutem Gewissen vonstatten geht. Naturschutz gilt dabei lediglich als Störfaktor. In Nordhessen sollen zum Beispiel 50 bis zu 200 Meter hohe Windräder mitten im Naturpark Kaufunger Wald errichtet werden.

In Mittelhessen sollen die bewaldeten Kammlagen des Taunus Windparks geopfert werden. Ähnlicher Frevel bahnt sich im Pfälzer Wald, Deutschlands größtem zusammenhängenden Waldgebiet, an. Und im Westerwald soll nahe Bad Marienberg der größte deutsche Windpark ausgerechnet um eine mit Steuergeldern finanzierte Greifvogelstation und mitten im Brutgebiet des vom Aussterben bedrohten Roten Milans entstehen. Das sagt alles darüber, dass Naturschutz keine Rolle mehr spielt. Eine vor Jahren vom Bundestag einstimmig durchgewunkene Änderung des

Paragrafen 35 des Baugesetzes macht es möglich, 200 Meter hohe Ungetüme in Gegenden zu pflanzen, in denen bislang selbst die Errichtung kleiner Regenschutzhütten für grasende Kühe verboten war.

Deshalb hatten Bürgerinitiativen bislang kaum Chancen, Windparks zu verhindern.

Alles, was subventioniert wird, ist nach kurzer Zeit im Überfluss vorhanden.

Davon zeugen die Milchseen und Butterberge, die vor Jahrzehnten durch die Agrarsubventionen geschaffen wurden. Die älteren Leser werden sich noch gut daran erinnern. In der ökonomischen Literatur ist das als »Kobra-Effekt« bekannt. Etwas Ähnliches passiert gerade bei uns infolge der üppigen Subventionierung sogenannter erneuerbarer Energien.

An sonnigen und windreichen Wochenenden produzieren Windräder und Photovoltaik schon jetzt mehr Elektrizität, als in Deutschland gebraucht wird. Damit das Stromnetz nicht zusammenbricht, müssen die Netzbetreiber entweder überschüssigen Strom gegen Aufgeld exportieren oder die Betreiber von Wind- und Solarparks großzügig für die Notabschaltung ihrer Anlagen entschädigen.

 

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nwhannover
05/04/2014 22:45

Hat dies auf nwhannover rebloggt und kommentierte:
Die Grünen haben einen Knall.

haunebu7
05/04/2014 08:09

Hat dies auf Haunebu7's Blog rebloggt.

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