kurznachrichten - alteundneuezeiten

■ Ausgegrenzt:

Nach Hamburg und München hat nun auch Berlin den ersten reinen Lesbenfriedhof. Lesbische Frauen können sich hier mit ihren Lebensgefährtinnen beisetzen lassen, ohne auf Männer zu stoßen. Auch die Friedhofsbänke wurden von lesbischen Frauen geschreinert. Die evangelische Kirche unterstützt die Projekte.

■ Amtsmissbrauch:

Der SPD-Politiker Martin Schulz ist EU-Parlamentspräsident und will jetzt unbedingt auch noch EU-Kommis-sionspräsident werden. Dazu muss sein Ruf tadellos sein. Um das Ziel zu erreichen, ließ er den EU-Haushaltsbericht zensieren und dort eine Passage über ihn löschen. In dem betreffenden Absatz war wahrheitsgemäß berichtet worden, dass Schulz vor ein belgisches Gericht gelten worden war, wo es um Korruption ging.

■ Enteignungswelle:

Die ungarische Regierung will Ausländer enteignen. Angefangen werden soll ab Mai 2014 mit 4600 Bodenbesitzern, welche als Ausländer Agrarflächen in Ungarn gekauft hatten. Das Enteignungsprogramm läuft unter dem Motto »Bauernland in Ungarnhand«.

■ Vegane Lebensmittel ungesund?

Wer sich vegan ernährt, der glaubt, dass die angebotenen Produkte gesund seien. Das aber ist ein Trugschluss. Denn in vielen Produkten für Veganer stecken zu viele versteckte Fette (als Geschmacksträger) oder Salz, wie eine neue Studie der Verbraucherzentrale Hamburg aufdeckte. Solche Produkte sollten nicht häufig auf dem Speiseplan stehen, teilt die Verbraucherzentrale mit. Und die Nachahmung von natürlichen
tierischen Produkten gehe zudem mit einem größeren Einsatz von ungesunden Zusatzstoffen einher, weil ein annehmbarer Geschmack ansonsten nicht möglich wäre. Viele vegane Lebensmittel sind demnach keine naturreinen Produkte, sondern eine ungesunde Illusion.

■ Wird jeder Zweite arbeitslos?

Die Universität Oxford hat die Auswirkungen der Automatisierung auf die Arbeitswelt untersucht. Sie behauptet, dass innerhalb von 20 Jahren etwa 50 Prozent aller Arbeitsplätze ersatzlos wegfallen und durch Roboter ersetzt werden. Von der Altenpflege bis zur Bankenwelt, vom Taxigewerbe bis zum Einzelhandel werden demnach fast alle Berufe, die wir heute noch kennen, wegfallen.

■ Vorsicht bei niederländischem Fleisch:

Die niederländische Tageszeitung De Volkskrant hat einen Untersuchungsbericht über die Qualität des im Land produzierten Fleisches veröffentlicht (»Risico’s in de vlees-keten«), der nun überall in der EU für Aufsehen sorgt. Demnach ist Fleisch aus »NL« häufig ein »gesundheitliches Risiko«, weil es unter extremem Zeitdruck generell unhygienisch verarbeitet wird und mit vielen Bakterien belastet ist. Zudem sei es nicht die Ausnahme, sondern die Regel, dass für den menschlichen Verzehr nicht verwertbare verwesende Fleischabfälle gewürzt und in anderen EU-Ländern als Frischfleisch verkauft würden. Man erkennt das Fleisch an der kleinen Herkunftsbezeichnung »NL« auf der Verpackung.

■ Unbestechlich:

Der in Herdecke ansässige Arzt Nik Koneczny ist einer von 500 Ärzten, welche sich weigern, von Pharma-vertretern Bestechungsgeschenke im Gegenzug für das Verordnen bestimmter Medikamente anzunehmen. Die Ärzte sind im Verein »Mein Essen bezahl ich selbst« zusammengeschlossen. Sie bekommen nun Ärger und werden als »Nestbeschmutzer« auch nicht mehr zu medizinischen Fortbildungsveranstaltungen eingeladen.

■ NSU-Morde:

Die offizielle Version, nach der sich die NSU-Mitglieder Mundlos und Böhnardt in einem Wohnwagen erschossen haben, ist offenbar eine bewusste Irreführung der Öffentlichkeit. Näch jetzt bekannt
gewordenen geheimen Informationen aus dem NSU-Untersuchungsausschuss handelte es sich nicht um aufgesetzte Schüsse, sondern um »Distanzschüsse«. Im Klartext: Die beiden wurden aus einiger Entfernung erschossen. Zeitgleich wurde bekannt, dass die Geheimdienste während der tödlichen Schüsse doch anwesend waren und beim Eintreffen der Rettungskräfte als Erstes diesen die Speicherkarten ihrer dienstlichen Fotoapparate abnahmen und die Mobiltelefone beschlagnahmten.

■ Jobcenter bezahlt Indonesien-Reisen:

Das Jobcenter Düsseldorf muss dem Über-lebenskünstler Jürgen Weber nach einer Eilentscheidung des Landessozialgerichts NRW in Essen (Az.: L7AS 2392/13 B ER) jedes Jahr eine dreiwöchige Flugreise nach Indonesien finanzieren. Der Hartz-IV-Emp-fänger hatte 2004 mit einer Indonesierin ein Kind gezeugt und klagte nun auf Finanzierung seines Besuchsrechts. Das Jobcenter muss jetzt 2100 Euro Flugkosten sowie Unterkunft und Verpflegung für den Mann bezahlen. Drei Wochen pro Jahr Indonesien seien angemessen, befanden die Richter.

■ Verglühender Stern:

Obwohl der Hamburger Verlag Gruner + Jahr erst unlängst 25 Millionen Euro in den Umbau der rapide an Lesern verlierenden Zeitschrift Stern investiert hat und hektisch viele neue Konzepte erprobt, sinkt die Auflage weiter dramatisch. Das einst in Millionenauflage gedruckte Heft wird inzwischen von 70 Prozent der früheren Leser verschmäht und muss vom Mutterhaus immer stärker subventioniert werden. Hält die Entwicklung an, muss das einstige Flaggschiff von Gruner+Jahr eingestellt werden.

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