Eine russische Staatsbürgerin die in Neuchatel Schweiz wohnt, hat sich für eine Stelle als Russischlehrerin bei der Privatschule Issal Institute in Lausanne beworben. Sie wurde mit der Begründung abgelehnt, weil Russland für die Krise in der Ukraine verantwortlich sei. Der Direktor der Schule, Martin Freiburghaus, schrieb in seinem Ablehnungsbrief, die Prinzipien der Schule verbieten es Lehrer anzustellen, die von einem Land kommen, welches einen Bürgerkrieg anzettelt und dessen Präsident lügt. Die Bewerberin mit Vornamen Elena sagte dazu, sie wäre über diese Begründung schockiert. „Ich kenne niemand mit dem ich gesprochen habe der nicht sagt, es ist absurd und unakzeptabel.“ FreiburghausMartinFreiburghaus sagte, die Entscheidung wurde als Sanktion gegen Russland gefällt, weil „die Schweiz offiziell fast nichts macht.

Hier der Wortlaut des Briefes 

Guten Tag Madam,

Wir haben Ihre Kandidatur geprüft und wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen. Leider können wir Ihr Resumé nicht positiv berücksichtigen. Unsere Prinzipien hindern uns daran Lehrer von Ländern anzustellen:


– wo die Regierung das Territorium von einem unabhängigen und freien Staat illegal besetzt;


– das einen Bürgerkrieg in anderen Ländern auslöst und provoziert, in dem es seine bewaffneten Agitatoren entsendet;


– dessen Präsident andauern lügt und weder internationales Recht noch unterzeichnete Verträge respektiert;


und dessen Leute ihren Präsidenten mit einer Zustimmung von 70% unterstützen;


Das sind unsere Sanktionen und unser Protest gegen die Politik und den Krieg, der von Russland ausgeht. Wir wünschen Ihnen jeglichen Erfolg in Ihrer Suche, bitte akzeptieren Sie die Zusicherung unseres höchsten Respekt.


Martin Freiburghaus, Schuldirektor

Dr. Martin Freiburghaus
Issal – institut soutien scolaire arc lémanique
Av. d’Echallens 8, CH-1004 Lausanne
021 624 23 33, soutien@issal.ch, http://www.issal.ch

Dieser Freiburghaus verdreht komplett die Tatsachen. Welches Territorium besetzt Russland?  die Krim? Dort fand aber eine Volksabstimmung statt, wobei 96% der Bevölkerung sich für einen Anschluss an Russland aussprachen. Deshalb kann von Annektion oder Besetzung überhaupt keine Rede sein.

Einen Bürgerkrieg haben die USA, EU und NATO in der Ukraine ausgelöst, durch den illegalen Sturz einer demokratisch gewählten Regierung, und wie wir jetzt wissen, Entsendung von CIA-Agenten und Söldnern (Blackwater) ins Land. Sie unterstützen die Nazis des Rechten Sektor, die in Odessa für das Massaker mit über 100 Toten verantwortlich sind.

Niemand lügt mehr als die US-Präsidenten, wie Bush über die nicht existierenden Massenvernichtungswaffen die Saddam Hussein haben sollte, mit dem der Angriffskrieg gegen den Irak begründet wurde. Obama ist keinen Deut besser, denn er log über den Giftgasangriff in Syrien den Assad befohlen haben soll, um einen US-Angriff zu rechtfertigen, aber von Saudi-Arabien inszeniert wurde.

Freiburghaus sagte, es gebe nichts rassistisches in der Ablehnung, denn es gebe Lehrer aus zahlreichen Nationen unter seinen Mitarbeitern. Es wäre nur der Protest gegen Menschenrechtsverletzungen. „Es war die einzige Lösung auf die wir kommen konnten. Es liegt in der Natur von Sanktionen, das Unschuldige betroffen werden,“ sagte er. Er gibt also zu, die Russin Elena ist ein unschuldiges Opfer. Echt unfassbar!

Das russische Aussenministerium hat sich über diese ungeheuerliche Begründung im Brief geäussert und sagt, dieser beinhaltet keine Argumente für eine Ablehnung. Die Kritik ist eher an die eigene westliche Seite gerichtet:

„Wenn man die Geschmacklosigkeit der Antwort von Herrn Freiburghaus berücksichtigt, dann muss man davon ausgehen, keiner seiner 140 Lehrer in seinem Institut sind Staatsbürger der Länder die: Jugoslawien bombardiert haben, illegal den Irak überfallen haben, den Krieg in Libyen auslösten, und mit verschiedenen Mitteln den internationalen Terrorismus im Nordkaukasus und in Syrien gesponsort haben. Ansonsten müsste man denken, die Verantwortlichen für die Schweizer Lehranstalt sind eindeutig Dummköpfe. Übrigens, ist es russischen Staatsbürger wenigstens erlaubt dort zu studieren? Natürlich nicht gratis, sondern gegen ‚Blutgeld‘?“

In ihrer Bewerbung hatte Elena folgende Qualifikation und Erfahrung angegeben: Französisch an der Lycée Jean Piaget und der Universität Neuenburg, 4 Jahre als Lehrerin ihre russische Muttersprache unterrichtet, zur Zeit bei der Migros Clubschule für den Sprachkurs Russisch tätig.

Was meint ihr dazu? Ist Elena das unschuldige Opfer einer völlig falschen politischen Meinung des Schuldirektors, die sich in einem Russland-Hass ausdrückt, und hat mit ihrer Qualifikation als Lehrerin überhaupt nichts zu tun? Im Ablehnungsbrief steht jedenfalls nichts von einer wirklich korrekten Begründung, sondern nur eine Aufzählung von Lügen und falschen Behauptungen, die sogar wenn sie stimmen würden, die Kandidatin dafür gar nichts kann.

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Ernst Laub
Ernst Laub
14/05/2014 12:45

Genau wie in Frankreich und in Deutschland empfinden die meisten – einfachen – Schweizer mehr Sympathie für die Position Russlands als für jene Amerikas. Auch bei uns in der Schweiz sind die einfachen Bürger entsetzt über die amerikanische Kriegshetze in der Ukraine, Syrien und anderswo. Doch Dummköpfe gibt es nicht nur unter den amerikahörigen bundesrepublikanischen und französischen „Spitzenpolitiker“ sondern gelegentlich auch unter schweizerischen Zwergschuldirektoren. Ich habe mir daher erlaubt, Herrn Direktor Freiburghaus aus Lausanne nachfolgende höfliche Mail zu senden: Monsieur Freiburghaus, Il me semble que vous n’est pas très fort en histoire. De toute façon, votre manière de juger la… Weiterlesen »

lothar harold schulte
14/05/2014 08:33

Hat dies auf lotharhschulte rebloggt.

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