Protest gegen Wahlkampfauftritt des türkischen Premiers

Bleib zu Hause!

 

schwein

Michael Paulwitz

Der Sultan hält Heerschau in seinen Kolonien – und keiner nennt die Unverschämtheit beim Namen. Zwar wagen sich jetzt, da bei dem selbstherrlichen Demonstranten-Verprügler und Twitter-Verbieter Recep Tayyip Erdogan der demokratische Lack endgültig ab ist, auch kritische Stimmen hervor. Ihr zaghaftes Betteln, Erdogan möge so taktvoll sein und seinen Wahlkampfauftritt in Köln doch lieber ausfallen lassen, läßt die Initiative beim ungebetenen Gast und drückt sich um die Benennung des eigentlichen Skandals: daß ein ausländischer Regierungschef sich bei uns ungehindert als wahres Oberhaupt seiner nach Millionen zählenden Landsleute aufspielen und sie mit demagogischen Parolen gegen das Land aufhetzen darf, in dem sie leben.

Diese perverse Situation haben deutsche Politiker, die jetzt jammern, man möge doch keine „innertürkischen Konflikte importieren“, selbst herbeigeführt. Der Import geschah, als man Einwanderer aus einem fremden Kulturkreis ins Land ließ, ohne ihnen Assimilation und eine klare Loyalitätsentscheidung abzuverlangen. Damit nicht genug, spielt man mit der Aufhebung der Optionspflicht und dem Doppelpaß als Regelfall der Erdogan-Strategie, ausgewanderte Türken als fünfte Kolonne zu mißbrauchen, auch noch direkt in die Hände. So schafft man sich selbst ab und züchtet einen Staat im Staate. Eine souveräne Regierung hätte den Mut zur klaren Ansage: Sultan, bleib zu Hause!

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jf 22-14

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