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■ Gefährliche Übung:

Die Nato hat Anfang Juni 2014 in Ungarn eine geheime »Übung für elektronische Kampfführung« durchgeführt. Als Folge fiel in Teilen Europas die zivile Flugsicherung aus. Einen entsprechenden Bericht der österreichischen Zeitung Kurier bestätigte Markus Pohanka, Sprecher der Flugsicherung Austro Control. Die Störung habe rund 25 Minuten gedauert, zivile Flugzeuge waren nicht mehr auf dem Radarschirm zu sehen. Ausfälle wurden von den Flugsicherungen in Deutschland, Tschechien, Ungarn und der Slowakei registriert. Betroffen war beispielsweise die Karlsruher Kontrollzentrale der Deutschen Flugsicherung (DFS), die weite Teile des oberen Luftraumes in Deutschland überwacht.

■ Tierschützer töten Tiere:

Die Tierschutzorganisation PETA hat im vergangenen Jahr in den USA rund 90 Prozent der Tiere, die ihr zur Pflege anvertraut wurden, getötet. Amerikanische Behörden bestätigten die Angaben. Demnach verfolgt die aggressiv um Gelder werbende Organisation vor allem finanzielle Interessen.

■ Kommunale Misswirtschaft:

Die Stadt Uelzen hat in der Ukraine riesige Anbauflächen für Raps gepachtet. Damit sollte das Uelzener Blockheizkraftwerk beheizt werden. Das Projekt ist jetzt wegen Korruption in der Ukraine bankrott. Nun muss der deutsche Steuerzahler für etwa sieben Millionen Euro Verluste aufkommen. Es ist allerdings schon der zweite GAU. Denn zunächst wurde das Uelzener Blockheizkraftwerk für den Betrieb mit Palmöl ausgerüstet. Die Stadtwerke erwarben entsprechende Beteiligungen an Palmölplantagen in Südostasien.
Doch Bürgerinitiativen protestierten gegen die Investitionen, weil für die Palmölplantagen Urwälder gerodet werden sollten. Als der Druck zu groß wurde, änderten die Stadtwerke ihre Pläne und sattelten auf ukrainisches Rapsöl um.

■ Geheime Truppenbewegungen:

Die Vereinigten Staaten haben auf dem italienischen Luftwaffenstützpunkt Sigonella/Sizi-lien 200 Elitesoldaten der Marines und eine Hercules C-130 stationiert. Drei Jahre nach dem Sturz des libyschen Herrschers Gaddafi und der angeblichen »Demokratisierung« des Landes wird in US-Geheimdienstkrei-sen ein baldiger libyscher Militärputsch unter Beteiligung radikaler Islamisten erwartet. Die Marines sollen dann die letzten Amerikaner aus Tripolis evakuieren.

■ Stornokosten:

Die Wettbewerbszentrale in Frankfurt hat Hotelketten erfolgreich abgemahnt. Es ging um Stornoklauseln. Die Hotels verlangten auch dann 100 Prozent des Zimmerpreises, wenn der Kunde nicht anreist. Das ist nach Auffassung der Verbraucherschützer nicht zulässig. Gäste müssen beim Storno nie den vollen Zimmerpreis zahlen. Nach §537 Abs. 1 Satz 2 des BGB muss das Hotel die Kosten anrechnen, die es wegen der Nichtanreise erspart (Zimmerreinigung etc.). Die »ersparten Aufwendungen« betragen nach Empfehlung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA) zehn Prozent des vereinbarten Übernachtungspreises.

■ Amerikanischer Druck sorgt für herbe Auftragsverluste:

Die arabische Fluggesellschaft Emirates hat ihre gesamte Bestellung des Airbus-Typs A350 storniert. Emirates hatte ursprünglich 70 der neuen Langstreckenmaschinen bei dem europäischen Flugzeughersteller in Auftrag gegeben. Emirates-Präsident Tim Clark hatte im vergangenen Jahr unter amerikanischem Druck Flugzeuge beim Airbus-Wettbewerber Boeing bestellt. Auch die Stornierung soll auf US-Druck hin erfolgt sein.

■ Geheimdienste haben Zugriff auf Vodafone-Gespräche:

In einem Transparenzbericht hat der Mobilfunkkonzern Vodafone bestätigt, dass Geheimdienste Gespräche von Vodafone-Kunden direkt abhören können.
Außerdem ermöglicht Vodafone den Regierungsorganisationen Handys zu orten. Vorhanden ist eine solche Anbindung in mehreren Ländern, in denen Vodafone tätig ist. Bislang wurde nur darüber spekuliert, eine offizielle Bestätigung seitens der Betreiber blieb aus – bis jetzt. Vodafones Privacy Officer, Stephen Deadman, sagt: »Ja, solche Verbindungen gibt es.«

■ Schweizer Banker warnt vor dem Systemcrash:

Der ehemalige Spitzenbanker Oswald Grübel (UBS, Credit Suisse) hat in der Zeitung Schweiz am Sonntag vor dem Zusammenbruch unseres Geldsystems gewarnt. Er sagt: »Der größte Crash aller Zeiten ist vorprogrammiert.« Unabhängig von den Aussagen Grübels berät die EU an einem Notfallplan, nach dem Kontoinhaber in der EU pro Jahr nur noch maximal zehn Prozent ihrer Einlagen abheben dürfen.

■ Bereicherung?

Die Zahl der Hartz-IV-Be-zieher aus Bulgarien und Rumänien ist deutlich gegenüber dem Vorjahr gestiegen – um etwa 60 Prozent. Das geht aus aktuellen Daten des Instituts für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung hervor. Viele der auf Grundsicherung angewiesenen neuen Mitbürger leben demnach in einigen wenigen Großstädten, vor allem in Dortmund, Duisburg, Stuttgart und Hamburg.

■ Fördergelder gestrichen:

Das Bundesinnenministerium hat den Deutschen Schachbund in der Vergangenheit mit jährlich 130000 Euro subventioniert, damit Schachvereine etwa an Schulen existieren können. Die Subvention wird ab sofort komplett gestrichen, weil geistiger Sport aus Sicht des Ministeriums jetzt kein Sport mehr ist.

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