kurznachrichten - alteundneuezeiten■ Rote Karte:

Unlängst haben wir darüber berichtet, dass Altbundespräsident Walter Scheel und seine Ehefrau in letzter Zeit vor allem durch Skandale auffallen. Nun wird dem Ehepaar Scheel auf Anweisung des Bundespräsidialamtes die Dienstlimousine entzogen und sein Büro wird aufgelöst.

■ Seniorenabzocke?

Die Deutsche Post plant ein zusätzliches Aufgabenfeld für Briefzusteller. Ab dem 1. Juli 2014 soll zunächst testweise in Mülheim und Gelsenkirchen der Service »Post Persönlich« eingeführt werden: Postboten sollen kostenpflichtige soziale Dienste leisten. Sie sollen auf ihrer Tour für ein Gespräch mit Kunden künftig Geld nehmen. Im Angebot sind Kurzgespräche dienstags bis freitags oder zusätzlich am 5amstag. Der Preis: 37,50 Euro oder 42,50 Euro je Monat.

■ „Europäische Union“ ebnet Weg für Militäreinsätze gegen EU-Bürger:

Die „Europäische Union“ hat den gesetzlichen Rahmen für den Einsatz von Militär- und Polizeieinheiten gegen EU-Bürger geschaffen. Ein „EU“-Staat kann jetzt die sogenannte Solidaritätsklausel auslösen, wenn er einer Krise im Innern nicht mehr alleine Herr werden kann. Die anderen „EU“-Staaten müssen dann auch mit ihren Armeen helfen.

■ Greifvögel vergiftet:

Im deutschsprachigen Raum werden in den letzten Wochen an Orten, wo große neue Windparks errichtet werden sollen und vom Aussterben bedrohte Tiere diesen im Wege stehen, vor allem seltene Greifvögel systematisch vergiftet. Im Schäferwald nahe der baden-württem-bergischen Gemeinde Frankenhardt-HinteRUHLBERG
wurden jetzt nach Angaben des Freiburger Veterinäruntersuchungsamtes vier Rotmilane mit dem hochtoxischen Stoff Parathion (besser bekannt als E 605) vergiftet. Dort wird gerade auf 105 Hektar ein Vorranggebiet für Windkraft ausgewiesen, dem die Tiere im Wege standen. Solche Fälle werden auch aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gemeldet.

■ Doping mit Leberwurst?

Wer Leberpastete, Leberwurst oder frische Leber vom Schwein isst, der nimmt nach Angaben des Lebensmittelexperten Udo Pollmer große Mengen des Dopingmittels Nandrolon auf, welches beim Eber aus Testosteron entsteht. In der Vergangenheit waren Sportler auf Nandrolon positiv getestet worden, nachdem sie Wurst mit Schweineleber verzehrt hatten. Viele dieser angeblichen Dopingsünder hatten einen Missbrauch bestritten. Nun wurde bekannt: Bereits eine Portion Leberpastete vom Schwein kann genügen, um den Dopinggrenzwert des IOC um das 10-fache zu überschreiten.

■ Richter wird Richterin:

Am Bundesgerichtshof hat der aus Bonn stammende Dr. Jürgen Schmidt-Räntsch (56), der seit 2002 BGH-Richter ist, seinen Vornamen von Jürgen auf Johanna ändern lassen. Er ist verheiratet und mutiert nun zur Frau. BGH-Sprecherin Dietlind Weinland sagte zur ungewöhnlichen Geschlechtsumwandlung am BGH: »Das wird behandelt wie eine Namensänderung bei der Eheschließung. Das ist ein rein formaler Akt.«

■ Knöllchen für Sturmschäden:

Das Ordnungsamt der Stadt Düsseldorf hat an Fahrzeugen, auf welchen nach dem jüngsten schweren Sturm Baumstämme landeten, Knöllchen mit der Aufforderung geklebt, die Wagen zu entsorgen. Ansonsten würden sie amtlich sichergestellt. Dabei dürfen Bäume, welche noch auf den Fahrzeugen liegen, nur von den Bediensteten der Stadt entfernt werden. Die Verwaltungsposse sorgt derzeit über die Stadt hinaus für Aufsehen.

■ Zielsicher daneben:

Können Volkswirte Rezessionen Vorhersagen? Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, dass sie über Jahrzehnte hin immer verlässlich danebengelegen haben. Der IWF-Ökonom Prakash
Loungani hatte sich schon 2001 angesehen, wie treffsicher seine Zunft ist. Er untersuchte, wie viele der 60 Rezessionen in den 1990er-Jahren von den Ökonomen dieser Welt ein Jahr zuvor vorhergesagt wurden. Die Antwort: keine einzige. Und nun hat er seine Studie für die Jahre 2008 bis 2012 wiederholt. Das Resultat ist ähnlich schlecht: Von den Rezessionen, die es seither gegeben hat, sagten die Ökonomen ein Jahr zuvor keine voraus. Der Grund: Die Studien sind bezahlte Auftragsarbeiten mit klaren politischen Zielen. Negative Aussichten stören da.

■ Transsexuelle CDU-Mann-Frau:

Der Bochumer CDU-Politiker Jörg Matthias Walde-ra begeistert seine Parteifreunde derzeit mit seinem inzwischen vom Amtsgericht bewilligten Antrag, sich künftig Jorga Mathea nennen zu dürfen, weil er sich als Frau fühle. Der seit 35 Jahren verheiratete Politiker, Vater zweier Söhne (32 und 30), zweier Enkelkinder (5 und 3), und aktives CDU-Mit-glied, ist Hoffnungsträger der NRW-CDU für eine bunte Republik mit mehr Offenheit für Transsexuelle. Die CDU lobt Waldera nun für seinen Mut, mit einem »wirkungsvollen Make-up aufzutrumpfen«.

■ Benzin statt Diesel:

Wer aus Versehen den falschen Treibstoff tankt und damit den Motor seines Fahrzeuges zerstört, der kann das Finanzamt nicht an den Kosten beteiligen. Ein Autofahrer, der Benzin statt Diesel tankte, musste für die Reparatur rund 4200 Euro bezahlen und wollte den Schaden von der Steuer absetzen. Doch der Bundesfinanzhof hat jetzt entschieden, dass die gesetzlich festgelegte Pauschale von 30 Cent pro Kilometer »sämtliche Aufwendungen« abdecke (Az.: VI R 29/13).

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kopp 27-14

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