Berliner Mafiasumpf: Tiefe Einblicke in die ehrenwerte Gesellschaft

ln Deutschlands Hauptstadt werden Politiker und Journalisten heute nicht mehr mit einem Koffer voller Geld gekauft. Das geht viel subtiler.

Abgeordnete, Journalisten, Wirtschaftsführer und die Manager großer Stiftungen und Wissenschaftsbetriebe bilden in Berlin eine ehrenwerte Gesellschaft. Aufgenommen wird man dort nur durch Empfehlung. Käuflich erwerben kann man die Eintrittskarte nicht. Denn dort ist im Hintergrund so viel Geld versammelt, dass man auf Eintrittsgelder gar nicht angewiesen ist.

Dafür aber gibt es dort ein Insiderwissen, auf das der Durchschnittsbürger neidisch werden könnte. Da verkündete die deutsche Kanzlerin vor dem Hintergrund der Spionageaffäre 2014 medienwirksam den vorübergehenden Rauswurf des Deutschlandchefs der CIA. Dabei wussten unsere Berliner Eliten und Leitmedien schon an jenem Tag, dass der Mann ohnehin seinen Sommerurlaub in den Vereinigten Staaten antreten wollte.

Kein Wort davon in den Medien, als Angela Merkel vollmundig den vorübergehenden »Rauswurf« ankündigte. Der lange geplante verdiente Heimaturlaub des CIA-Mannes wurde den Deutschen als energische »Vergeltungsaktion« verkauft. Die Amerikaner müssen sich vor Vergnügen auf die Schenkel geklopft haben. In wenigen Tagen wird der Mann still und leise wieder nach Deutschland zurückkehren.

Wer entscheidet über Nachrichten?

Im Klartext: Man verschweigt uns Bürgern einen wichtigen Teil der Informationen. Wir werden manipuliert. Immerhin werden transatlantische Organisationen in Deutschland – etwa gemeinnützige »Denkfabriken« – von der US-Botschaft mit bis zu 20000 Dollar (etwa 14700 Euro) dafür bezahlt, wenn sie unsere Meinungsführer zu proamerikanischem Wohlverhalten erziehen, beispielsweise beim umstrittenen Freihandelsabkommen. Früher ermittelten Staatsanwälte bei solchen Aufforderungen wegen Landesverrats.

Heute aber sollen wir solchem Hochverrat etwa im »Qualitätsjournalismus« huldigen – und auch noch dafür bezahlen. Aber nicht nur in der Politikberichterstattung stimmt offenkundig etwas nicht. Die Manipulation betrifft alle Bereiche. Wer entscheidet über die Auswahl von Nachrichten?

Solange wir immer schön brav das machen, was er will, ist es ein lieber großer Bruder.

Aber wenn die Berliner Eliten mal nicht seiner Meinung sind, dann geschehen Dinge, die man früher für Verschwörungstheorie gehalten hätte. Professor Werner Weidenfeld kennt diesen großen Bruder besser als viele andere. Er war schließlich viele Jahre lang der Koordinator der Bundesregierung für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit. In der Talkshow Beckmann sagte er uns, wie diese »Freundschaft« zwischen Deutschland und den USA praktisch funktioniert: »Ich kann Ihnen sagen, in meinen zwölf Jahren als Amerikakoordinator habe ich drei Verhaltensweisen der amerikanischen Regierung erlebt.

Die geheime Zusatzausbildung

In dem Moment, wo man mit Ihnen einer Meinung ist, sind wir die besten Freunde, wir umarmen uns, man hat Angst um seine Rippen, weil die Umarmungen so intensiv sind. Wenn wir in zweitrangigen Fragen nicht einer Meinung sind, dann sagt die amerikanische Regierung regelrecht: Und das passiert mit uns, wo bleibt die Dankbarkeit in der Geschichte?

Wir haben die Freiheit und Sicherheit der Deutschen erobert und erhaltene Wenn
wir in einer ernsten Frage anderer Auffassung sind, dann kommt Geheimdienstmaterial auf den Tisch, das Deutschland belastet und entweder ihr macht mit oder ihr seid dran. (…)

Die Amerikaner haben eine ganz klare Vorstellung ihrer Interessenlage. (…)

Und entsprechend wird das umgesetzt.

Das ist die Realität.«

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kopp-29-14

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Seperatus
Seperatus
19/07/2014 17:05

Eine der führenden deutschen Leitmedien schrieb vor einigen Tagen, “ die Deutschen sollten doch bedenken, dass die muslimischen Terroristen von 9/11 aus Hamburg doch Deutsche gewesen seien mit Migrationshintergrund.“ Aus diesem Grunde sei den Amerikanern nichts vorzuwerfen. Ihre Spionage im deutschen Staat sei berechtigt und nichts anderes als Notwehr. Noch eine Frage?

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