Unter falscher Flagge: Potpourri der Lügen

Wer Entscheidungen treffen will, der benötigt Informationen. Verlässliche Informationen. Doch das, was wir für wahr halten, ist oftmals nicht die Wahrheit. Nachfolgend ein brisanter Überblick.

Desinformation und Manipulation. Medien sind heute mehr denn je auch ein Werkzeug von Militärs und Geheimdiensten, wenn es darum geht, die Öffentlichkeit durch Operationen unter falscher Flagge in die Irre zu führen.

Verheerend ist es, wenn mit gezielten Falschinformationen Vorwände für militärische Interventionen geschaffen wer-
den. Wenn Terroranschläge nicht von Terroristen, sondern von Geheimagenten verübt werden. Die Öffentlichkeit weiß dann beim »Informationsfluss« kaum noch, was Verschwörungstheorie und was Realität ist.

Nachfolgend eine Auflistung jener Informationen, welche gezielt gestreut wurden und sich in unseren Köpfen als »Wahrheit« festgesetzt haben, aber falsch sind. Bei allen nachfolgend aufgezeigten Fällen wurde inzwischen eingestanden, dass man die Öffentlichkeit bewusst belogen hat und unter falscher Flagge operierte.

Das Geheimwissen der Geheimdienste

Im August 2013 wurde die syrische Regierung bezichtigt, nahe Damaskus Giftgas gegen Zivilisten eingesetzt zu haben. Die Wahrheit: Das Giftgas wurde von syrischen Rebellen eingesetzt, welche es vom Nato-Land Türkei bekommen hatten – auf Anweisung der Vereinigten Staaten. Das belegen inzwischen in der Türkei veröffentlichte abgehörte Telefongespräche türkischer Militärs und Regierungsmitglieder.

Prinz Bandar, der saudische Geheimdienstchef, hat nach Angaben des Londoner Telegraph 2013 ein-
gestanden, dass er den Kreml mit den in seinem Auftrag operierenden tschetschenischen Terroristen erpresst. Nach diesen Angaben forderte Prinz Bandar von Präsident Putin geheime Absprachen über den weltweiten Ölpreis.

Und für den Fall, dass der Kreml diesem Ansinnen nicht zustimmte, drohte der saudische Geheimdienstchef beispielsweise mit tschetschenischen Anschlägen auf die olympischen Winterspiele in Sotschi. Bandar deutete dabei an, dass man auch in der Vergangenheit die Tschetschenen wie Marionetten gegenüber Moskau benutzt habe.

Ebenso verheerend: Amerikanische Militärs haben nach dem Rückzug aus dem Irak und Afghanistan eingestanden, dass sie beim versehentlichen Töten von Zivilistengruppen – etwa bei Raketeneinschlägen in Dörfern – dort nachträglich Waffen so verteilten und für Fotografen drappierten, dass Betrachter den Eindruck bekommen mussten, es habe sich um ein legitimes militärisches Ziel gehandelt. Die kolumbianische Arme hat im Jahre

Operationen unter falscher Flagge gibt es aber nicht nur in fernen Ländern. Beim Londoner G-2o-Gipfel im Jahre 2009 ermunterten in Zivil gekleidete Polizisten die Demonstranten zu Ausschreitungen. Der liberale britische Abgeordnete Tom Brake bekam das eher zufällig mit.

Er sah zunächst aus nächster Nähe »Demonstranten«, welche Flaschen und Steine auf Polizisten warfen und andere ermunterten, es ihnen nachzumachen. Und dann bekam er mit, wie die zivilen »Demonstranten« an einer Absperrung Dienstausweise vorzeigten und ganz einfach aus einem Polizeikessel durchgewunken wurden.

Staatlich besoldete Steinewerfer

Wie sich herausstellte, wollte die Polizei so mehr Geld und bessere Ausrüstung bewilligt bekommen und eine Verschärfung der Sicherheitsgesetze durchsetzen. Das gleiche Bild gab es 2007 im kanadischen Quebec. Auch dort warfen zivil gekleidete Polizisten aus einer friedlichen Demonstration heraus Steine auf Polizisten, welche ein Gipfeltreffen amerikanischer Staatschefs in Montebello bewachten. Auch Israel hat inzwischen eingestanden, dass im Jahre 2005 israelische Zivilpolizisten Steine auf israelische Soldaten geworfen haben, in der Absicht, für die Aktion Palästinenser verantwortlich zu machen und ohne Unmut in der Bevölkerung härter gegen diese vorzugehen.

Und bei den Terroranschlägen von Bali im Jahre 2002 spielte die indonesische Armee eine bislang unbekannte Rolle.

Bei so vielen Operationen unter falscher Flagge verwundert
es kaum noch, dass auch der russische Geheimdienst heute nicht mehr bestreitet, in Moskau Wohnhäuser in die Luft gesprengt und eine Spur zu Tschetschenen erfunden zu haben, damit die Staatsführung einen Grund hatte, militärisch in Tschetschenien zu intervenieren.

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kopp 29-14

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