Gerhard Wisnewski

Über alte Leichen an der Absturzstelle von MH 17 (9M-MRD) hatten wir hier ja schon berichtet. Diese Aussagen stammten von einem ostukrainischen »Rebellenführer«. Aber auch OSZE-Beobachter, die am Tag danach an der Absturzstelle eintrafen, fanden verwesende Leichen vor. Das aber kann nicht sein – es sei denn, es waren tatsächlich alte Leichen…

Sie erinnern sich: Kurz nach dem Absturz von Flug MH 17 über der Ostukraine sagte ein »prorussischer Rebellenführer« namens Igor Girkin, ihm sei erzählt worden, dass »viele der Passagiere von Flug MH 17 bereits tot waren, bevor die Maschine abhob«. »Er habe von Leuten am Absturzort gehört, dass ›eine erhebliche Zahl der Leichen nicht frisch waren‹, sagte er der Webseite Russkaja Wesna«, hieß es auf T Online. Nun ja – ein »Rebell«, was soll sein?

Sicherlich handelt es sich nur um Propaganda. Auf der anderen Seite wäre das eine sehr ausgefallene Propaganda, weil sich der Sinn gar nicht sofort erschließt.

Verwesung kam zu früh

Und außerdem steht Girkin mit dieser Behauptung auch gar nicht alleine da. Vielmehr gibt es noch glaubwürdigere Zeugen für den Zustand der Leichen. Was bisher noch nicht beachtet wurde: Einen Tag nach dem Absturz erzählte ein OSZE-Beobachter namens Michael Bociurkiw nämlich etwas Ähnliches: »Wir kommen gerade zurück von der Absturzstelle«, sagte Bociurkiw am Abend des 18. Juli 2014 in einem CNN-Interview über die Absturzstelle von MH 17. »Was wir gesehen haben, sind Leichen, die teilweise zu verwesen beginnen.« Na, so was! Lassen Sie uns mal nachrechnen: Flug MH 17 soll am 17. Juli 2014 um etwa 16.20 Uhr über der Ostukraine abgestürzt sein. Und nun, als Michael Bociurkiw CNN das Interview gibt, schreiben wir den 18. Juli 2014, etwa 22 Uhr, also gut einen Tag oder knapp 30 Stunden später. Beginnt eine Leiche da schon zu verwesen?

Schockgefrostete Leichen

Eigentlich nicht. Denn nicht zu vergessen: Bei ihrem »Ausstieg« in 10,5 Kilometern Höhe wurden die Leichen ja quasi schockgefroren. Zumindest drang in die zerstörte Flugzeughülle sofort ein eisiger Luftstrom von etwa 50 bis 60 Grad minus ein. Diese Temperatur herrscht nämlich in dieser Höhe. Viele Leichen werden direkt ins Freie geschleudert worden sein – vorausgesetzt, das Ganze spielte sich überhaupt so ab, wie man es uns erzählt. Höchstwahrscheinlich wurden alle schlagartig bewusstlos. Anschließend begann ein mindestens drei Minuten langer Sturz Richtung Boden (bei etwa 200 km/h).

Erst nach etwa 2,4 Minuten im eisigen Luftstrom, bei etwa 2000 Metern, überschreitet die Temperatur die Null-Grad-Grenze. Mit anderen Worten sollten die Leichen sehr gut gekühlt am Boden angekommen sein, wahrscheinlich zumindest teilweise gefroren. Auf welche Umweltbedingungen trafen sie in der Ost-Ukraine? Laut Wetterdiensten herrschte in Dnepropetrowsk, einer Stadt in der südöstlichen Ukraine, am 17. Juli etwa Zimmertemperatur: 21 bis 23 Grad. Nachts kühlte es bis 20 Grad ab, um am nächsten Tag bei unterbrochener Wolkendecke bis 25 Grad anzusteigen.

Es war also angenehm warm, aber nicht heiß. Unter diesen Bedingungen sollte ein Körper erst nach zwei bis drei Tagen die ersten Verwesungszeichen zeigen, aber nicht bereits am nächsten Tag.

Normalerweise kann ein Verstorbener unter Zimmerbedingungen ohne Kühlung ein bis zwei Tage aufgebahrt werden. Verwesungszeichen zeigen sich im allgemeinen erst nach zwei bis drei Tagen. Von der »Vorkühlung« der angeblichen MH-17-Leichen mal ganz abgesehen. Diese Vorkühlung sollte die Verwesung noch um einige Stunden hinausschieben. Der Umstand, dass OSZE-Mann Bociurkiw bereits nach 30 Stunden auf verwesende Leichen traf, wirft also Fragen auf.

Wie kann das sein? Als die Toten nach drei Tagen in einen Zug verladen wurden, war die Verwesung bereits so weit fortgeschritten, dass der Aufenthalt in der Nähe absolut unerträglich geworden war, etwa so, wie bei einer eine Woche alten Leiche. Eigentlich sollte die Verwesung nach drei Tagen aber erst eingesetzt haben. In folgendem Video werden diese Überlegungen anschaulich ausgebreitet (allerdings auf Englisch):

Nicht gestellte Fragen

Das ist aber noch nicht alles. Wir hatten ja bereits darüber berichtet, dass die von Girkin zitierten Zeugen auch kein oder kaum Blut an den Opfern beobachtet hatten.

Und auch dafür sind weitere Zeugen aufgetaucht. In dem oben verlinkten Video erzählt ein Anwohner Russia TV, er habe einen Mann neben seinem Haus auf dem Boden liegen sehen, nur mit einem T-Shirt bekleidet. Es habe so ausgesehen, als sei er aus sehr großer Höhe herunter gefallen. »Die Beine waren gebrochen, ich sah praktisch kein Blut.«

»Praktisch kein Blut« bei einem Aufprall mit 180 oder 200 Stundenkilometern? Enthielten die Körper kein Blut mehr, oder lag es daran, dass die Leichen tatsächlich so weitgehend gefroren waren, dass sie nicht bluteten?

Wenn sie aber so weitgehend gefroren waren – wie konnten sie dann schon nach einem Tag verwesen? Das schließt sich also aus: Entweder waren sie weitgehend gefroren, dann konnten sie nicht schon nach einem Tag verwesen.

Oder sie waren nicht gefroren und verwesten bereits am nächsten Tag – dann müssen sie schon länger tot gewesen sein. Schreckliche Fragen, aber wenn wir sie nicht stellen – die Mainstreammedien werden es ganz bestimmt nicht tun.

Der Gedanke, der sich also aufdrängt, lautet: Fielen die Leichen überhaupt aus Malaysian-Airlines-Flug MH 17 (9M-MRD)? Die Überlegung ist berechtigt, denn normalerweise haben Passagiermaschinen ja keine zwei oder drei Tage alten Leichen an Bord. Dazu kommt, dass es Beweise gibt, dass an der Absturzstelle tatsächlich etwas abgeworfen wurde, nämlich so genannte »Radartäuschkörper«, die aussehen wie Lametta (»Chaff« oder »Düppel«).

Die extrem langsame Fallgeschwindigkeit deutet ebenfalls auf Chaff an Fallschirmen hin (ab Sekunde 17). Da Passagiermaschinen so etwas nicht abwerfen, ist das im Grunde der Beweis für die Anwesenheit einer anderen Maschine, die hier etwas »abgesetzt« haben muss. Die Frage ist jetzt nur: Warf sie nur »Lametta« ab oder auch noch andere Gegenstände?

»Lametta« an der Absturzstelle: Von wem und wozu?

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http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/enthuellungen/gerhard-wisnewski/mh-17-neue-beweise-fuer-alte-leichen.html

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