Längst müssten die Untersuchungsergebnisse vom Absturz des Fluges MH17 veröffentlicht worden sein.

Doch daran haben die USA und andere Staaten nun kein Interesse mehr, weil alles ganz anders war

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Die Versuche, den vermeintlichen Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH17 am 17. Juli 2014 über der umkämpften Ostukraine prorussischen Separatisten in die Schuhe zu schieben, werden immer obskurer. Die NSA, so stellt sich jetzt heraus, hatte direkt über dem Abschussgebiet einen Spionagesatelliten im Einsatz und muss demzufolge über Bilder verfügen, die zeigen, was an diesem Tag genau passierte.

Doch aus dem Weißen Haus ist dazu nichts zu hören. Das Schweigen ist äußerst verdächtig. Denn wenn die Bilder eine Schuld der Separatisten belegen würden, zum Beispiel durch den Einsatz einer Boden-Luft-Rakete des Typs BUK von einwandfrei identifizierbaren Rebellenstellungen aus, dann hätte US-Präsident Baracke Obama keine Sekunde gezögert, die Aufnahmen zu veröffentlichen. Bei dem Absturz kamen am 17. Juli 298 Menschen aus 12 Ländern ums Leben.

Schlimmer noch: Der US-Journalist Dave Lindorff enthüllte vor wenigen Tagen in seiner wöchentlichen Radioshow This-CantBeHappening, dass selbst die CIA nicht an die Version der US-Regierung glaubt.

Lindorff interviewte in seiner Radiosendung den früheren CIA-Analysten Ray McGovern. Dieser sagt unter Berufung auf andere CIA-Mitarbeiter, die er aus seiner 27 Jahre währenden Tätigkeit für den Geheimdienst noch kennt, dass die CIA sich weigere, die Vorwürfe des Weißen Hauses zu teilen. Bei den Schlapphüten sieht man weder Russland noch die russisch orientierten Separatisten hinter dem Abschuss der Malaysian Airlines-Maschine. Harte Beweise für die angebliche Schuld der prorussischen Separatisten sind bis heute auch noch nicht vorgelegt worden.

MH17 von Kampfjets abgeschossen

Dafür aber haben verschiedene Experten von Anfang an Zweifel an der Version der US-Regierung angemeldet. Ein kanadisches Mitglied des internationalen Teams, das Spuren und Hinweise zu dem Unglück sucht und auswertet, hatte schon früh auf Löcher im vorderen Teil der Boeing 777 hingewiesen, die nach seiner Einschätzung aus einer 3o-Millimeter-Bordkanone – wie sie von Kampfjets benutzt werden – stammen.

Die großen Löcher auf beiden Seiten des abgestürzten Flugzeugs im Cockpitbereich können demnach nicht von den Splittern einer BUK-Rakete stammen. Auch der Luftfahrtexperte Peter Haisenko hat die Flugzeugtrümmer von MH17 unter die Lupe genommen und kommt zum Schluss, dass die MH17 von zwei Kampfjets abgeschossen wurde. Gegen den Einsatz von BUK-Raketen spricht die mangelnde Ausbildung der Separatisten. Über Kampfjets verfügen

die Kräfte nicht. Und die Hinweise auf eine »russische Spur«, die von Kiew kurz nach dem Absturz der MH17 vorgelegt wurden, fußen auf einem angeblich mitgeschnittenen Telefonat, das Anführer der Rebellen geführt haben sollen. Die Youtube-Daten des Audios weisen jedoch auf eine Produktion am Vortag des Absturzes hin. Was also ist wirklich passiert? Wir werden es vermutlich viele Jahre lang nicht erfahren. Am nächsten an die Wahrheit dürfte uns die Auswertung der Black Box führen. Doch die Veröffentlichung der Daten wird noch lange auf sich warten lassen.

Für alle Seiten nur noch peinlich

Vielleicht werden wir die Auswertung der Cockpit-Kommunikation und der Flugdaten unmittelbar vor dem Abschuss auch nie erfahren. Wer die Nachrichten zu dem Unglück vom 17. Juli verfolgt, der gelangt ohnehin zu dem Schluss, dass mittlerweile nur noch Russland darauf drängt, dass die Ergebnisse endlich veröffentlicht werden. Schon am 10. August 2014 hatte ein ukrainischer Staatsanwalt mitgeteilt, die beteiligten Staaten – also die Ukraine, Malaysia, Australien und die Niederlande – hätten sich darauf geeinigt, nur im gegenseitigen Einvernehmen die Ergebnisse der Ermittlungen bekannt zu geben. Was das heißt, liegt auf der Hand: Blockiert auch nur eine Seite die Publikation, dann gibt es keine Veröffentlichung.

Die einzige Ausnahme wäre, wenn eines der beteiligten Länder aus der Übereinkunft ausschert und einseitig die Erkenntnisse der Untersuchung preisgibt. Dass hier vertuscht und geblockt wird, liegt nahe, so wie im Falle der NSA-Satellitenbilder. So wurden die Aufnahmen der Kommunikation zwischen den Piloten von MH17 und ukrainischen Fluglotsen laut der BBC und Interfax von der Regierung in Kiew beschlagnahmt.

Es steht außerdem zu befürchten, dass um jedes Detail, das noch bekanntwerden könnte, eine undurchsichtige Propagandaschlacht entsteht.

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kopp 35-14

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ewald1952
03/09/2014 08:07

Hat dies auf Der Geist der Wahrheit.. rebloggt und kommentierte:
Die Wahrheit werden wir wohl nie erfahren….

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