Synthetische Biologie: Biowaffen per E-Mail


■ Im Irak und in Syrien bemüht sich der Westen um Terrorabwehr. In der Heimat stellen sich die Regierungen blind und taub. Man sieht das gut beim Thema Biowaffen. Die kann sich jeder beschaffen.

 

Wie wir bereits berichteten, hat der an der Universität von Madison/Wisconsin tätige Virenforscher Yoshihiro Kawaoka gegen Ende des letzten Jahres den äußerst gefährlichen Subtyp A des Influenzavirus H1N1 aus in der Arktis eingefrorenen Leichen isoliert.

Bei diesem Virus handelt es sich um Pentagon

den Erreger der sogenannten Spanischen Grippe, die in Wirklichkeit von US-Soldaten nach Europa eingeschleppt worden war. Dieser Pandemie fielen mit schätzungsweise bis zu 70 Millionen Toten erheblich mehr Menschen zum Opfer als den eigentlichen Kriegshandlungen. Schon daraus wird ersichtlich, dass solche Viren zur Herstellung von Biowaffen taugen, deren tödliche Wirkung selbst die Folgen von Atomwaffeneinsätzen in den Schatten stellen könnte. Kawaoka hat dann das Virus der Spanischen Grippe im Labor nachgebaut, um zu verstehen, warum dieses so gefährlich war. Davon ausgehend, machte er sich daran, einen synthetischen Supervirus zu konstruieren, der in der Lage sein soll, alle Antikörper

des menschlichen Immunsystems auszutricksen. Das Wissen soll angeblich dazu dienen, bessere Anti-Grippe-Medikamente zu entwickeln. Doch viele Fachkollegen Ka-waokas bezweifeln diese Begründung, weil ihnen bewusst ist, wie leicht dieses Wissen auch für die Entwicklung einer neuen Generation von Biowaffen genutzt werden kann. Ist die Gensequenz eines Supervirus erst einmal entziffert, dann kann sie von geeignet ausgestatteten Labors rund um die Welt nachgebaut werden.

Terrorwaffen per Versandhandel biowaffen1-520x330

Es ist bekannt, dass die US-Forscher, die im Jahre 2002 das Poliovirus synthetisiert haben, die dafür notwendigen Erbsubstanz-Bausteine (DNA) über den Versandhandel bezogen. Auf diesem Wege können auch terroristische Vereinigungen Zugang zu entscheidenden Komponenten modernster Biowaffen bekommen. Zwar sind die möglichen Lieferanten solcher Komponenten angehalten, den Aufsichtsbehörden verdächtige Bestellungen zu melden.

Aber für Terroristen wäre es wohl leicht, einen aufkommenden Verdacht durch Bestellungen bei ganz unterschiedlichen Lieferanten in verschiedenen Ländern zu zerstreuen. Noch faszinierendere und gleichermaßen Furcht erregende Perspektiven eröffnen die Erfindungen der Firma Synthetic Genomics Incorporated (SGI) des US-amerikanischen Genforschungspioniers Craig Venter in La Jolla/Kalifornien. SGI hat im vergangenen Jahr den Prototyp eines Digital Biological

Converters (DBC) entwickelt, der die Téléportation von DNA-Sequenzen über das Internet ermöglichen soll. Wie ein Drucker wird der DBC an einen Computer angeschlossen, der die digitale Anweisung für die Synthese einer DNA über eine E-Mail empfängt. Der DBC, bis jetzt noch eine ziemlich sperrige Kiste, soll nach den Plänen Venters schon in naher Zukunft miniaturisiert werden und dann imstande sein, nicht nur DNA-Stücke, sondern auch Proteine, komplette Viren und sogar lebende Zellen zu synthetisieren. biowa2m

Nach Venters Vorstellung könnte man auf diese Weise zum Beispiel schnell auf den Ausbruch einer Pandemie reagieren: Ein zentrales Labor analysiert den verantwortlichen Krankheitskeim und entwickelt einen passenden Impfstoff. Dessen Bauplan wird über das Internet an eine große Zahl dezentraler DBC gesandt, die den fertigen Impfstoff »ausdrucken«. Der Wissenschaftler Venter sieht in seiner Erfindung auch eine Antwort auf die sinkende Wirksamkeit von Antibiotika infolge der Verbreitung multiresistenter Keime. Statt durch Antibiotika sollen schädliche Bakterien wieder durch Bakteriophagen, das heißt Bakterien zerstörende Viren bekämpft werden, wie das vor der Entdeckung des Penicillins geschah.

Mithilfe der von ihm in die Schlagzeilen gebrachten synthetischen Biologie werde es möglich sein, das Erbgut eines gefährlich werdenden Bakteriums zu analysieren, einen Bakteriophagen zu designen und mithilfe der DBC zu verbreiten. Später sollen die DBC auch künstliche lebende Zellen ausdrucken können. Am Ende soll es möglich sein, die digitale Kopie ganzer Organismen zu »beamen«. Aber das klingt noch nach Science-Fiction. Es liegt aber auf der Hand, dass man über die DBC auch digitale Anweisungen für die Synthese tödlicher Krankheitskeime verbreiten könnte.

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kopp exklusiv 38-14

Ein Kommentar

  1. Alle Medikamente und Ipfung sind giftig und tötlich. Das gesunde ist wenn man keine Medikamente nimmt oder Ipfung. Sagen ja das ist gesund und wurde überprüft. Von wegen Verarschung und manipulation. Ich habe es satt Von Wissenschaftler und Kinderschutzbund (das sind Kranke Arschlöcher die uns ihr verarschen, usw. soviel kann ich gar nicht kotzen was ich gegessen habe. Alles ist giftig und das was nicht giftig oder gefährlich ist wird verboten. Viel Spaß mit euren lügen (shitsorm).

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