Gern ein »Tickchen größer«

 

Mitte 2013 wurde bekannt, dass die Religionsgemeinschaft Ahmadiyya Muslim Jamaat in der Leipziger Georg-Schumann-Straße eine Moschee mit Minaretten und Gebetsräumen auf zwei Etagen bauen möchte. Hiergegen regte sich im betroffenen Stadtteil Gohlis sofort Widerstand unter der Bevölkerung. Dieser hatte vor allem drei Gründe.

Zum ersten war da die Zielsetzung der Ahmadis: Immerhin hoffen diese explizit auf einen baldigen Sieg des Islam sowie die „vollständige Verdrängung des heutigen Christentums“ – und zwar auch und gerade in Deutschland.

Zum zweiten konnten die Moscheegegner no moscheenicht nachvollziehen, wieso eine kleine Gemeinde von 60 bis 70 Gläubigen einen so großzügig bemessenen Treffpunkt benötigt.

 

Hier kam der Verdacht auf, dass ein weiterer Zustrom von außen vorbereitet werden solle. Und zum dritten gab es Sicherheitsbedenken, weil die mit den Ahmadis verfeindeten Salafisten nur wenig entfernt in der Roscherstraße residieren.

Nun wollen auch
die Salafisten eine
größere Moschee

Nichtsdestotrotz wurden die Kritiker als „Ewiggestrige“ und „Nazis“ denunziert. Dies betraf auch die Bürgerinitiative „Gohlis sagt Nein!“ und die CDU-Lokalpolitikerin Katrin Viola Hartung, die 10000 Stimmen gegen das Bauvorhaben sammelte, die umso schwerer wiegen, als die eilends auf die Beine gestellte Pro-Moschee-Initiative „Leipzig sagt Ja“ am Ende keine 6000 Unterstützerstimmen zusammenbekam.

So fühlte sich Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) bemüßigt, die Unterschriften unter der Petition von Hartung als „Ausdruck einer vollkommen falschen Gesinnung“ abzuqualifizieren.

Und das ungeachtet der fundierten Warnungen vor den Ahmadis, wie sie vor allem von der Sektenbeauftragten Solveig Prass sowie dem Leipziger Polizeipräsidenten Bernd Merbitz vorgebracht worden waren.

Jedenfalls schlug so die Stunde der parteilosen, aber den Grünen nahestehenden Baubürgermeisterin Dorothee Dubrau, die das Vorhaben stets mit dem größten Wohlwollen begleitet hatte, obwohl sie sonst eher als Bremserin auftritt, wenn es um Veränderungen im Stadtbild geht.

Die Architektin sah in dem umstrittenen Gebäude, das Sachsens erstes islamisches Gotteshaus mit Minaretten werden soll, ein „Moscheechen“, das ruhig noch „ein Tickchen größer“ ausfallen könnte. Deshalb erging jetzt auch ein positiver Bescheid zur Bauvoranfrage der Ahmadiyya-Gemeinde, womit es juristisch möglich ist, den Bauantrag im vereinfachten Schnellverfahren durchzuwinken.

Bezeichnenderweise geschah dies genau vier Tage nach der Landtagswahl in Sachsen!

Jedoch wird Dubrau ihr taktisches Kalkül wohl nicht viel nützen, da die jetzt spürbar erstarkte Alternative für Deutschland weiteren Widerstand gegen das Bauvorhaben angekündigt hat, denn „Integration funktioniert nicht mit der Brechstange“.

Gelassen bleiben dahingegen die Ahmadis. Aber das können sie sich angesichts der Tatsache, dass die Zahl der Leipziger Muslime seit 2003 von 500 auf 10000 angewachsen ist und mittlerweile schon sieben weitere Moscheen in der Messestadt zum Gebet rufen, auch leisten.

Für Ärger dürfte hier wohl eher die Ankündigung der Salafisten sorgen, mit eigenen und höheren Minaretten kontern zu wollen.

Wolfgang Kaufmann — paz 39-14

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Nachtrag:

wenn die AfD tatsächlich offen und auf der Straße gegen Islamisierung und weiteren Moscheebau demonstriert und politisch engagiert, werden wir gerne unsere zögerliche Haltung dieser Organisation gegenüber überdenken…..sofern die Maßnahmen der AfD nicht nur kleine Stupser sind, sondern groß genug um zum Erfolg zu führen..

Wiggerl

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Konservativer
Konservativer
27/09/2014 05:47

Zitat:
„Zum zweiten konnten die Moscheegegner nicht nachvollziehen, wieso eine kleine Gemeinde von 60 bis 70 Gläubigen einen so großzügig bemessenen Treffpunkt benötigt.“
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Das ist sehr leicht nachzuvollziehen – die rechnen mit ’nem starken Nachzug (dei meisten Ebolaneger aus Westafrika sind Musel, zuzüglich Kurden und Jesiden aus Irak und Syrien etc.).

Arcturus
26/09/2014 02:43

Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

neuesdeutschesreich
26/09/2014 02:36

Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

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