In Bad Gastein gehen seit einigen Tagen die Wogen hoch. Grund dafür ist die zusätzliche Aufnahme von 40 bis 70 „Asylanten“, die in einer Jugendherberge mitten im Wohngebiet und ohne ernsthafte Rücksprache mit der Gemeinde untergebracht wurden.

Laut der für Migrationsfragen zuständigen Landesrätin Martina Berthold (Grüne) soll die Unterbringung nur vorübergehend sein, bis sich eine andere Möglichkeit finde. Angesichts der österreichweiten Streitigkeiten um die Unterbringung der derzeitigen Flut an „Asylanten“ ist ungewiss, ob und wann diese Möglichkeit gefunden werden soll.

Die mediale Präsenz Bad Gasteins Bad-Gastein_Bildbasiert großteils auf Berichten, die den Verfall des ehemals schillernden Nobelorts behandeln. Dass in Bad Gastein der Bevölkerungsanteil von Ausländern enorm hoch ist, wie die Statistik Austria in ihrem Jahrbuch 2011 feststellte, wird kaum erwähnt.

Erst vergangenen Juli tauchte ein im Ort gedrehtes Dschihad-Video auf, das in arabischer Sprache zum islamischen Vormarsch in die Alpen aufruft. Darin sind Drohungen wie:  „Wir warten auf die Worte unseres Anführers, in der Hoffnung, dass er in diesen Ort kommt und hier die Fahne der Bestrafung hisst” verlautbart worden.

Schüler mussten Platz machen

Die zum „Asylanten“heim umfunktionierte Jugendherberge wurde zuletzt als Internat der Skihauptschule Bad Gastein genützt. Ursprünglich wurde die Herberge mit Mitteln der Salzburger Wohnbauförderung zu diesem Zweck in den 80er-Jahren errichtet. Mit Beginn dieses Schuljahres endete die Zusammenarbeit mit der Kaderschmiede, die Talente wie Hans Grugger, Hermann Maier und Anna Fenninger hervorbrachte. Als Grund für das Aus beklagte das kirchennahe Salzburger Jugendherbergswerk mangelnde wirtschaftliche Effizienz.

Anstatt die Jugendherberge stärker zu fördern, hat sich die grüne Landesrätin Berthold lieber für die Unterbringung von noch mehr „Asylwerbern“ in Bad Gastein eingesetzt und ließ dabei ihre Zuständigkeit für das Sportressort scheinbar völlig außer Acht.

Die Schüler mussten in ein Internat im Nachbarort Bad Hofgastein umsiedeln und sind nun gezwungen, eine halbe Stunde Fahrtzeit in Kauf zu nehmen, um ihre sport- und lernintensiven Stundenpläne einzuhalten.

Dass sich das Quartier in unmittelbarer Nähe zur örtlichen Volks- sowie Hauptschule befindet, besorgt die Bevölkerung umso mehr.

Mehr „Asylanten“ als bisher behauptet

Die Quote an „Asylanten“ wurde von dem kleinen Ort jedenfalls bereits fünffach erfüllt.
Allein die 60 bisher ansässigen „Asylwerber“ machen einen Bevölkerungsanteil von 1,43 Prozent aus, gemessen an der Bevölkerung des Landes Salzburg sind im gesamten Bundesland 0,27 Prozent an „Asylanten“ aufzuteilen.

Seit Anfang dieser Woche sind offiziell 40 „Asylanten“ mehr in Bad Gastein untergebracht, durch einen Angestellten der Jugendherberge sickerte jedoch in die Bevölkerung durch, dass es sich in Wahrheit um 68 „Asylanten“ handle.

Bad Gastein wehrt sich

Während sich Bürgermeister Gerhard Steinbauer (ÖVP) angesichts des Dschihad-Videos noch in Gelassenheit übte, läuten nun auch bei ihm die Alarmglocken. Nachdem er von Berthold per Anruf über die Pläne informiert wurde, veröffentlichte er einen offenen Brief an seinen Parteikollegen und Landeshauptmann Wilfried Haslauer sowie an Berthold, in dem er sich ausdrücklich gegen deren Vorhaben ausspricht. Kurz darauf organisierte ein Anrainer des neuen „Asylantenheims“ eine Unterschriftenaktion, in der Hoffnung, so gegen die ungewünschte Nachbarschaft anzukommen.

Die SPÖ Bad Gastein droht gar damit, die weitere Zuteilung der „Asylanten“ „mit allem in einem Rechtsstaat möglichen Mitteln (sic)“ zu bekämpfen.

Die Praxis zur Unterbringung von „Asylwerbern“ wird die FPÖ mittels einer dringlichen Anfrage am kommenden Mittwoch im Landtag thematisieren. Sie kam in Zusammenarbeit mit der Bad Gasteiner FPÖ zustande.

„111 „Asylwerber“ sollen bis Mitte nächsten Monats in unserem Bundesland untergebracht werden. Wahrscheinlich soll das in einer neuerlichen Nacht- und Nebelaktion der Landesrätin geschehen. Die Bevölkerung wird dann einfach vor vollendete Tatsachen gestellt. Aber das kann es nicht sein“, erklärt FPÖ-Klubobmann LAbg. Karl Schnell.

FPÖ-Landesparteiobmann Rupert Doppler forderte bereits vor einigen Tagen von Landesrätin Berthold ein „unverzügliches Ende der ignoranten Politik bei der Unterbringung von „Asylwerbern““: „Die Bürger werden völlig ignoriert. Eine Einbindung, die die Landesrätin immer wieder ankündigt, findet ganz und gar nicht statt.“

Bei der Unterbringung von „Asylwerbern“ müssten neue Weg beschritten werden. „Dazu gehört auch die Wiedereinführung der Grenzkontrollen, die von einigen Landeshauptleuten bereits gefordert wurde“, betonte Doppler.

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neuesdeutschesreich
01/10/2014 15:36

Hat dies auf neuesdeutschesreich rebloggt.

jojo471160
01/10/2014 04:33

So betrachtet läuft die Sache in die richtige Richtung, denn der Widerstand regt sich. Leider viel zu langsam. Die Grünen werden zu den meist gehassten werden in D und AU und das zu recht. Die Frage wird sein, wie wird sich die Polizei verhalten, durch Volksnähe haben die bisher noch nicht geglänzt.

nwhannover
01/10/2014 12:54
Reply to  jojo471160

Die Polizei dein Freund und Helfer? Das war mal.Die Polizei ist der militante Hebel der Politik und Wirtschaft.

jojo471160
01/10/2014 14:32
Reply to  nwhannover

Ja, leider ist das so. Ein LKW-Fahrer z.B. meint, dass sie nur noch pausenlos gegängelt werden.

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