■ Nur beten statt arbeiten?

Das Jobcenter Essen finanziert dem 24 Jahre alten muslimischen Terrorverdächtigen Tayfun S. eine Wohnung, weil der junge Mann nach Aussagen des Amtes nicht arbeiten kann, da er fünf Mal am Tag beten muss. Der Mann ist einer von vier Angeklagten im Prozess um geplante Terroranschläge (etwa auf den Bonner Bahnhof). Das Jobcenter hatte Tayfun S. wegen dessen Religiosität die Wohnung finanziert und mit Rücksicht auf den Islam darauf verzichtet, ihm Arbeit zu vermitteln. Das wurde jetzt im Prozess vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht bekannt.

■ Nato schützt Rauschgifthändler:

In Afghanistan ist die Heroinproduktion in den von westlichen Truppen unterstützten Gebieten in den letzten zwei Jahren um 40 Prozent gestiegen. Das hat Viktor Iwanow, der bei der russischen Regierung für die Bekämpfung von Rauschgiftkriminalität zuständig ist, öffentlich mitgeteilt.

■ Steigende Immobilienpreise auf dem Friedhof:

In ganz Deutschland explodieren in bankrotten Kommunen die Kosten für Gräber. Die bayerische Gemeinde Forch-heim setzte die Gebühren für ein Standardgrab 2012 binnen Jahresfrist um 161 Prozent nach oben. Und die Ortschaft Alheim in Hessen erhöhte um 140 Prozent. Der Trend
ist bundesweit zu beobachten. Weil viele Hinterbliebene sich Erdbestattungen mit der teuren Grabmiete nicht mehr leisten können, explodieren jetzt auch die Kosten für Urnengräber – nach Angaben von Bestattern um bis zu 200 Prozent.

■ 6600 Kopfabschneider:

So viele ISIS-Unterstützer, welche bereit wären, im deutschsprachigen Raum auf Kommando einem Menschen den Kopf abzuschneiden, leben nach Angaben des NRW-Verfassungsschutzes in Deutschland. Viele von ihnen – 1800 – leben in Nordrhein-Westfalen

■ Stiftung Warentest verliert:

Die Stiftung Warentest akzeptiert ihre Niederlage im Streit mit Ritter Sport um die schlechte Bewertung seiner Nussschokolade. Die Organisation teilte jetzt in Berlin mit, sie erkenne das Urteil des Oberlandesgerichts München an. Die Tester waren vor dem OLG mit dem Versuch gescheitert, ein früheres Urteil gegen sie aufheben zu lassen. Damit darf die Stiftung Warentest in ihrem Schokoladentest Ritter Sport keine irreführende Kennzeichnung eines Vanillearomas mehr vorwerfen. In dem Test von Vollmilchnussschokoladen hatten die Prüfer der Ritter-Sport-Tafel die Note fünf gegeben, weil die Schokolade das Aroma Piperonal enthalte, das künstlich hergestellt worden sei, was Ritter Sport bestreitet.

■ Legastheniker als Geheimagenten begehrt:

Der technische britische Geheimdienst GCHQ beschäftigt nach Angaben der Zeitung Times wegen ihrer unterschiedlichen kognitiven Fähigkeiten etwa 120 Menschen mit Legasthenie (Dyslexie) und Koordinationsstörungen (Dyspraxie). Menschen mit Legasthenie haben zwar Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben, könnten aber gut aus Mustern oder Ereignissen Informationen entdecken und herausholen. Der britische Geheimdienst nutze sie, um komplexe Informationen »kühl, logisch und analytisch« zu erfassen.

■ Zwangsarbeit:

Um die Folgen des Bürgerkriegs aufzufangen, will die ukrainische Regierung einen »Landesarbeitsdienst« einführen. Arbeiter, Studenten, Arbeitslose und Bauern können jederzeit zur Zwangsarbeit eingezogen werden. Sie sollen »gesellschaftlich nützliche Arbeiten« erledigen. Die EU unterstützt die Pläne der Regierung des von den Amerikanern eingesetzten Übergangspremiers Arsenij Jazenjuk.

■ Paradies für Autodiebe:

Nach Angaben des Verbandes niederländischer Kfz-Versi-cherer (VbV) steigen die’Zahlen gestohle-
ner Neufahrzeuge in den Niederlanden pro Jahr um bis zu 250 Prozent. Die Niederlande gelten jetzt als der »Hauptexporteur« gestohlener Neuwagen oder neuwertiger Fahrzeuge innerhalb der Europäischen Union. Der Grund: Die Polizei hat kein Geld mehr, um Kfz-Diebstähle zu verfolgen, und gestellte Täter werden meist von Richtern sofort wieder auf freien Fuß gesetzt.

■ Maulkorb:

Deutsche Datenschutzbeauftragte dürfen ab sofort keine Fragen mehr stellen, von denen die Berliner Bundesregierung glaubt, diese fielen in ihre »exekutive Eigenverantwortung«. Damit sind in erster Linie deutsche Geheimdienste gemeint. Die Datenschutzbeauftragten stellen vor allem im NSA-Spähskandal zu viele unangenehme Fragen. Daher bekommen sie jetzt einen Maulkorb.

■ Realpolitik:

Die islamische Gruppe ISIS hat im Juni 2014 im Irak etwa 50 einsatzbereite amerikanische Kampfpanzer erbeutet. Diese waren für ISIS allerdings eher wertlos, weil sie keine Munition dafür hatten. Mitte September ließ ISIS dann in einer spektakulären Aktion 49 türkische Gefangene frei. Wie jetzt aus Geheimdienstkreisen bekannt wurde, hatte Ankara ISIS im Gegenzug Munitionsvorräte für die amerikanischen Kampfpanzer geliefert.

■ Langsame Polizisten:

Weil überall bei der Sicherheit gespart wird, brauchen Polizisten immer länger zu Einsatzorten. In Nordrhein-Westfalen ist die Stadt Duisburg negativer Spitzenreiter bei den Einsatzzeiten. Durchschnittlich 16 Minuten dauert es nach einem Notruf, bis die Polizei kommt (NRW-Durchschnitt 14 Minuten).

—————————————————–

kopp 40-14

NEWSLETTER
0 0 vote
Article Rating
Translate »