Die Stadt Würzburg hat einen für den 3. Oktober vorgesehenen Rathaus-Empfang für den Bund der Vertriebenen (BdV), anlässlich des Tages der Heimat „aufgrund aktueller Ereignisse“ abgesagt. Tatsächlicher Grund ist jedoch der Auftritt des Publizisten Michael Paulwitz als Festredner bei der Gedenkfeier des BdV. Paulwitz sei, so Oberbürgermeister Christian Schuchardt (CDU), wegen seiner politischen und publizistischen Aktivitäten im Rathaus unerwünscht. Konkret bezieht er sich dabei auf Artikel, in denen sich Paulwitz kritisch mit der Asylpolitik auseinandersetzt.

Auch verübeln ihm die scheinbar antideutschen Stadtväter seine Mitgliedschaft im baden-württembergischen Landesvorstand der „Republikaner“.Die Stadt Würzburg dagegen heiße ausländische Flüchtlinge willkommenIranische-FlLchtlinge-vor-Wuerzburger-Rathaus-im und wolle „jede Verbindung zu ausländerfeindlichen Akteuren, Äußerungen oder Verhaltensweisen vermeiden“, hieß es aus dem Rathaus.

Wohl von Presseberichten über den „rechtskonservativen Redner“ beeinflusst, waren zuvor schon andere Politiker auf Distanz zu der Veranstaltung gegangen. So hatte Würzburgs Landrat Eberhard Nuß (CSU) seine Teilnahme abgesagt, und der SPD-Landtagsabgeordnete Volkmar Halbleib, vertriebenenpolitischer Sprecher seiner Fraktion und selbst Mitglied der Sudentendeutschen Landsmannschaft, hatte dem BdV in einem Schreiben vorgeworfen, mit der Einladung von Paulwitz den Anliegen der Vertriebenen einen Bärendienst erwiesen zu haben.

Da sich Würzburg mit dem Schicksal von Flüchtlingen und Vertriebenen „gestern, heute und in Zukunft“ verbunden fühle, hat Oberbürgermeister Schuchardt den BdV „herzlich zu einem Empfang zu anderer Zeit ins Rathaus“ eingeladen. Dieser werde unter dem Motto „Nie wieder Krieg und Vertreibung“ stehen.

J.H.–41-14
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Senatssekretär FREISTAAT DANZIG

Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte: Wenn das die Vertriebenen in ihrer angestammten Heimat und unter der Verfassung des Deutschen Reiches und seiner Bringepflicht zum verfassungsleben ohne Kriegserklärung hinnehmen? Aber siehe es sind Reaktionen der Besatzer seit 1945, die eine Vertreibung und den Genozid betreibend, antworten auf die Leistungen der Vertriebenen, im Wert der Deutschen dem Restvolk und Nachfahren Vorbil zu geben, ein Deutscher mit Herz und Heimat – Liebe zu sein! Den Systemlingen wird es teuer zur Bereuung aufgegeben sich im Nürnberg des Volkes und seinen Richtern an Wiedergutmachung zu üben! Glück, Auf, meine… Weiterlesen »

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