Die Genehmigung von Windparks nur wenige hundert Meter entfernt von menschlichen Siedlungen geht vom Dogma aus, dass das von Windrädern erzeugte Brummen Windrädernicht gesundheitsschädlich sei.

Dem widersprechen allerdings die vielen persönlichen Erfahrungen der Anwohner. Sie klagen über Schlaflosigkeit, Tinnitus und Schwindelgefühle. Manche berichten gar über Schwerhörigkeit und Taubheit. Auch Herzbeschwerden, Migräneanfälle und Panikattacken werden mit der Nähe zu Windparks in Zusammenhang gebracht.

Wir haben in einer früheren Ausgabe schon darüber berichtet, dass die kalifornische Medizinerin Nina Pierpont die genannten Symptome auf eine Störung des vestibulären Organs im Innenohr durch Schallfrequenzen unterhalb von 100 Hertz (genannt Infraschall) zurückführt.

Für Menschen schädlicher Infraschall

Nun hat der Neurobiologe Marcus Drexel von der Ludwig-Maximilian-Universität München durch die Analyse der im Innenohr erzeugten spontanen Schallemissionen (Spontaneous Otoacoustic Emissions, SOAEs) zeigen können, dass das Innenohr empfindlich auf Frequenzen um 30 Hertz reagiert.

Außer durch Windräder werden solche Infraschallemissionen mitunter auch von den Kühlanlagen herkömmlicher Kraftwerke und von Klimaanlagen und Kühlschränken erzeugt. In freier Natur treten sie bei Föhn auf, was wohl erklärt, warum sich manche Menschen bei Föhn unwohl fühlen.

Marcus Drexel setzte 21 gesunde junge
Männer und Frauen 90 Sekunden lang einer Schallfrequenz von 30 Hertz aus und maß die im Innenohr erzeugten SOAEs. Nur etwa zwei Prozent der Menschen können solch tiefe Brummtöne überhaupt hören. Dennoch waren bei 17 von den 21 Versuchspersonen dabei bis zu 56 zusätzliche SOAEs messbar.

Marcus Drexel sieht darin einen deutlichen Hinweis auf eine Beeinträchtigung der Physiologie des Innenohrs durch Infraschall. Bei längerer Einwirkung könne dieser zu bleibenden Schäden führen. Die Forschungen legen es nahe, den Mindestabstand von Windrädern zu Wohnsiedlungen zu vergrößern.

Windräder als Todesurteil Windräder nein vögel natur grüne (8)

Nina Pierpont hat schon vor Jahren zwei Kilometer in der Ebene und dreieinhalb Kilometer im Hügelland gefordert. Danach hätten etliche Windparks im dicht besiedelten Deutschland gar nicht erst genehmigt werden dürfen. Bekanntlich gefährden Windräder aber nicht nur uns Menschen, sondern in noch stärkerem Maße Greifvögel und Fledermäuse.

Offenbar werden die zuletzt genannten von Windrädern buchstäblich angezogen. Um besser beobachten zu können, wie sich Fledermäuse in der Nähe von Windrädern verhalten, haben Forscher im US-Bundesstaat Colorado unter Leitung von Paul Cryan mehr als 900 Begegnungen von Fledermäusen mit den Rotoren einer Windfarm mithilfe von Wärmebildkameras, akustischen Detektoren und Radaranlagen aufgezeichnet.

So konnten sie beobachten, wie sich die Fledermäuse bei der Jagd nach Insekten oder bei der Suche nach Ruheplätzen den Rotoren näherten. Dabei fiel ihnen auf, dass sich die fliegenden Säuger den Windrädern vor allem bei relativ schwachem Wind näherten, und zwar auf der vom Wind abgewandten Seite. Bei stärkerem Wind meiden sie die Nähe von Windrädern,
sofern sie dann überhaupt noch fliegen. Die Arbeit Cryans und seiner Mitarbeiter wurde kürzlich in der renommierten Proceedings of the National Academy of Sciences (PN AS) veröffentlicht. Die Forscher schließen aus den typischen Anflugkurven, dass sich die FledermäuseWindenergieopfer Fledermaus bei der Annäherung an Windräder weniger auf ihre Echoortung verlassen als auf schwache Windströmungen.

Diese ähneln den turbulenten Strömungen, wie sie im Windschatten großer Bäume vorherrschen. Offenbar halten die Fledermäuse die Windräder für hohe Bäume, in deren Nähe sie üblicherweise viele Nahrungsinsekten oder auch die Gesellschaft von Artgenossen finden.

In der Tat gehören die 600000 Fledermäuse, die jedes Jahr allein in den USA zu Opfern des Windkraft-wahns werden, fast durchweg zu den Arten, die normalerweise auf hohen Bäumen schlafen. Fledermausarten, die sich in Höhlen verkriechen oder unter den Dächern menschlicher Behausungen schlafen, kommen dagegen nur selten durch Windräder um.

In Deutschland fallen insbesondere der Große und der Kleine Abendsegler sowie die Breitflügel- und die Zweifarbfledermaus dem Windkraftwahn zum Opfer. Wir haben schon darüber berichtet, dass die Fledermäuse in der Regel nicht durch die Flügel der Windkraftanlagen erschlagen werden. Vielmehr bläht sich ihre sackartige Lunge bis zum Platzen auf, wenn sie in den durch die Flügel erzeugten Unterdrück geraten.

Landwirte fürchten um die Ernten Windräder nein vögel natur grüne (2)

Die Biologin Erin Baerwald hat dafür den Begriff »Barotrauma« geprägt. Sie hat schon vor Jahren nachgewiesen, dass 90 Prozent der Fledermäuse im Umkreis von Windrädern nicht an äußeren, sondern an inneren Verletzungen zugrunde gehen.

Aus England wird berichtet, dass dort die Zahl der Fledermäuse im Umkreis von Windparks bereits halbiert wurde. Die Landwirte fürchten dort schon um ihre Ernten, weil Fledermäuse normalerweise die Bevölkerungszahl etlicher Arten von Schadinsekten in Grenzen halten.

Vor diesem Hintergrund ist es alarmierend, dass jetzt in Deutschland immer mehr 200 Meter hohe Windräder mitten in geschlossene Wälder gebaut werden.Windräder nein vögel natur grüne (11)

Die »Energiewende« wird so zur Hauptursache für den Rückgang der Biodiversität.

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kopp 42-14

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Seperatus
Seperatus
21/10/2014 20:04

Ein älterer Herr sagte mit stolz geschwellter Brust: Wir Deutschen sind allen anderen westlichen Industriestaaten mit unseren Windrädern technisch voraus, denn in 10 Jahren werden sie uns alle nacheifern. Ja, Ja, je oller um so doller. Die deutschen sogenannten demokratischen Schweineparteien haben alle Mitbürger im Laufe der Jahre um ihren Verstand gebracht. Ach, du großer Führer, komm zurück und räume auf.

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[…] Der Wahnsinn mit den Windrädern… Windräder machen taub und zerstören Artenvielfalt. […]

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