Konnte im Frühling 2012 die erste Klasse nur mit Kindern mit Migrationshintergrund noch verhindert werden, ist nun in Jenbach die erste „Türkenklasse“ Tirols traurige Gewissheit geworden. Jenbach ist eine rund 6.900 Einwohner zählende Marktgemeinde im Bezirk Schwaz. Die Gemeinde hat derzeit einen Anteil von Bürgern mit ausländischer Staatsbürgerschaft von rund 14 Prozent, der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund und österreichischer Staatsbürgerschaft kann nicht so leicht erhoben werden.

 Elf Kinder mit türkischem Migrationshintergrund besuchen zusammen die Vorschule. Bei 22 Kindern in Jenbach ist „Schulunreife“ festgestellt worden, darunter sind vier Kinder ohne Migrationshintergrund, drei Kinder mit ex-jugoslawischen Wurzeln und 15 türkischstämmige Jungen und Mädchen. Ab 20 Kinder werden in der Regel die Klassen geteilt, weswegen alleine schon die Gesamtzahl von 22 aufhorchen lässt. Das Gebäude der Volksschule Jenbach beherbergt im Grunde genommen zwei Volksschulen, jede von ihnen ist auf einem eigenen Stockwerk untergebracht und hat einen eigenen Direktor. Jede der beiden Schulen führt einen Klassenzug. Die elf Kinder in der ersten reinen „Ausländerklasse“ Tirols reden untereinander nur noch Türkisch, worunter natürlich die Deutschkenntnisse leiden. Die Lehrerin ist mit der Situation überfordert.

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