Berliner Geschlechterdebatte:

Ein neuer Weg am Schöneberger Bülowbogen in Berlin sollte unlängst nach dem 2003 verstorbenen Schauspieler Günter Pfitzmann benannt werden. Doch daraus wird wohl nichts. Denn neue Straßen dürfen in Berlin politisch korrekt ausschließlich nach Frauen benannt werden. Das ärgert viele Berliner.

Noch ärgerlicher ist es für sie, dass SPD und Grüne in Berlin jetzt auch spezielle Badezeiten für Transsexuelle einführen wollen. Zuvor waren in den Rathäusern aus Gründen der »Antidiskriminierung« für Transsexuelle schon »Unisex«-Toiletten eingeführt worden.

■ Lobbyismus pur in der „EU“:

Die Ex-Vize-präsidentin der „Europäischen“ Kommission und Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft Viviane Reding wechselt in die Wirtschaft. In die Leitung des mexikanischen Minen- und Metallkonzerns Nyrstar und in das Kuratorium der Bertelsmann Stiftung.

Das Kuratorium der Bertelsmann Stiftung ist personell eng verzahnt mit dem globalen Medien- und Dienstleistungsunternehmen Bertelsmann. Reding bleibt weiterhin Mitglied im „Europäischen“ Parlament und sitzt dort im handelspolitischen Ausschuss, während sie zugleich von Bertelsmann bezahlt wird.

■ Bahn predigen, Business fliegen.

Kaum jemand kritisiert die Luftfahrt so heftig wie die Grünen. Eine unveröffentlichte Studie zeigt jetzt, dass ausgerechnet die Wähler der Ökopartei so gern wie kein anderer ins Flugzeug steigen. Auftraggeber der brisanten Ermittlungen ist der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL), der naturgemäß kein Interesse an einer Einschränkung des Luftverkehrs aus Umweltgründen hat. Durchgeführt wurde die Studie von der Forschungsgruppe Wahlen, welche auch die Wahlprognosen für das ZDF erstellt. Dabei gaben 49 Prozent der Grünen-Anhänger an, sie seien in den vergangenen zwölf Monaten geflogen. Mit deutlichem Abstand folgten Wähler der Linken, der Union und schließlich der SPD.

■ Zukunft ade:

Die einzige deutsche Fabrik, die in großer Zahl noch Batteriezellen für Elektroautos produziert, wird geschlossen. Nur noch gut ein Jahr wird die Firma Li-Tec im sächsischen Kamenz Akkuzellen herstellen. Das Unternehmen ist ein Tochterunternehmen des Daimler-Konzerns. Vergangene Woche verkündete Daimler den 250 Mitarbeitern intern das Ende. Die Batterien für deutsche Elektroautos werden nun künftig in China gebaut.

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