Frei gedacht

Eva Herman

von Eva Herman

Endlich. Endlich tut sich etwas. Immer mehr Menschen wachen auf, sie erkennen, dass unsere Kinder aufs Äußerste gefährdet sind. Eine Petition nach der anderen gegen die Frühsexualisierung an Kindergärten und Schulen jagt derzeit durchs Internet, es wird deutlich: Die moderne Zeit tut der Gesellschaft nicht gut, die Umerziehungsmaßnahmen werden nicht mehr geduldet! Hunderttausende Menschen sind es, die sich nun wehren. Die Erkenntnis hat zwar lange, viel zu lange, gedauert, doch es ist hoffentlich noch nicht zu spät. Unsere Kinder geraten zunehmend unter gefährliche Einflüsse. Ebenso, wie es auch uns Eltern schon erging, als wir jung waren. Es war quasi dem Zeitgeist geschuldet, dem wir eine übergeordnete Rolle erlaubten, so, als sei er eine handelnde, eine entscheidende Institution, der wir uns unterwerfen müss­ten. Doch in Wahrheit waren wir es nur selbst, die wir viel zu lau, viel zu träge waren, um diesem unseligen Verfall die Stirn zu bieten. Wir sollten den Zeitpunkt nutzen, um umzukehren, schleunigst, fest entschlossen!

„Modernes Leben“, nennt sich die Sexualaufklärung, in den 60er Jahren angestoßen von gesellschaftlich links stehenden Gutmenschen. Durch politisch verordnete Programme, die wegführten von Moral, Ethik und Werten und uns „befreien“ sollten, wurde unser Denken, unser Fühlen und Empfinden, Stück für Stück verändert, fast unbemerkt zunächst. Man schuf gleichzeitig begleitende, gesellschaftlich verbindende Maßnahmen, ließ zum Beispiel vermeintliche Freidenker wie den „Sexperten“ Oswalt Kolle zu, der den Staub unseres prüden Verhaltens durch sich windende nackte Körper, die sich plötzlich entfesselt vor dem kühlen Kameraauge wanden, lächelnd fortblies, der in erregenden Kinofilmen unser Schamempfinden brandmarkte als altmodische Überbleibsel einer vergangenen Zeit. Ebenso der stets unsichtbar agierende „Bravo“-Mythos „Dr. Sommer“, der damals uns, heute auch unseren Kindern erklärt, wie Sex geht, trug seinen Teil dazu bei, unsere Gesellschaft sexuell weiter zu entgrenzen. Flowerpower, freie „Liebe“, Drogen und Rock ‘n Roll, all das prägte die von zwei Weltkriegen stark gebeutelte Gesellschaft, die sich von Schuld und Altlasten, aber auch von bürgerlichem Spießertum und sexueller Unfreiheit erlösen sollte.

Es folgten zahllose „wissenschaftliche Gutachten“, die uns modern machen sollten. Vor allem die „Lust zwischen Minderjährigen und Erwachsenen“ sollte gesteigert werden, mit diesem Ziel betraten die Grünen die politische Bühne. Sie gingen gleich richtig zur Sache: Seit Mitte der 1980er Jahre setzen sie sich dafür ein, dass die Gesetze zum Schutz Minderjähriger (Paragrafen 175 und 182 Strafgesetzbuch) abgeschafft werden. In einem Gesetzesentwurf behaupteten sie, diese Paragrafen „bedrohen einvernehmliche sexuelle Kontakte mit Strafe und dienen damit nicht dem Schutz der sexuellen Selbstbestimmung. Sie behindern die freie Entfaltung der Persönlichkeit …“.

Auch der vor allem in links-grünen Kreisen glorifizierte deutsche Sozialpädagoge Helmut Kentler, der sein Leben lang an der Sexualisierung von Kindern und Jugendlichen arbeitete, schrieb im Vorwort eines längst verbotenen, als hart pornografisch eingeordneten Buches: „Kinder müssen, soweit das entsprechend ihrem Alter nur immer möglich ist, von den Erwachsenen als gleichberechtigte Partner ernst genommen werden, sie brauchen einen Raum zunehmender Unabhängigkeit und Selbstständigkeit, in dem sie in gegenseitiger Rücksicht und Achtung ihre sexuellen Bedürfnisse selbst regeln können. (..) Es genügt aber, die Reformen des Sexualstrafrechts bei uns und in anderen europäischen Ländern zu beobachten, und man wird erkennen: Entscheidende Weichenstellungen, die zu einer sexualfreundlichen Kultur und freundlicheren Einstellung gegenüber der ‘Kindersexualität’ führen könnten, sind bereits vollzogen.“

Kentler hatte in seinen „Lehrbüchern“ über die Sexualisierung von Kindern offen ausgesprochen, was Pädophile und deren Unterstützer aus links-grünen Kreisen immer gerne ins Feld führen, was dem natürlichen Empfinden eines einigermaßen normal veranlagten Menschen allerdings schwerste Schmerzen verursacht: Sex mit Kindern sei kein Missbrauch, sondern ein Kinderrecht. Selbstverständlich kennen Kinder dieses „Recht“ auf Sex mit Erwachsenen nicht noch fordern sie es ein. Denn ihre natürliche Entwicklung sieht wahrlich anderes vor.

Die Grünen hatten stets zum Ziel, unsere Gesellschaft umzuerziehen. Unbesorgter, schrankenloser Sex zwischen Erwachsenen und Kindern, so sollte die Zukunft aussehen. Jeder sollte immer alles dürfen, ohne Grenzen, ohne Schamkontrolle. Seit Jahrzehnten wird das Volk von der Politik und auch von den willfährigen Massenmedien mit pädophiler „Aufklärungsliteratur“ zugeschüttet. Schon vor Jahrzehnten wurde deutlich gemacht, dass es keine Privatintimität zu geben habe. Kinder werden seitdem als schamlos, als sexuell interessiert, dargestellt. Es heißt, sie seien es gewesen, die die Erwachsenen verführten.

Verheerendstes Beispiel: Der Grünen-Europapolitiker Daniel Cohn-Bendit. In seinem in den 70er Jahren erschienenen Buch „Der Basar“ referierte der sexuell Schrankenlose darüber, wie kleine Mädchen ihm die Hose öffnen und ihn streicheln. Auch in TV-Shows gab er darüber lächelnd und sehr bereitwillig Auskunft: „Wenn ein kleines fünf-, fünfeinhalbjähriges Mädchen sie auszuziehen beginnt, ist das fantastisch. Es ist fantastisch, weil es ein Spiel ist, ein wahnsinnig erotisches Spiel.“ Daniel Cohn-Bendit, der die linke Spontiszene in Frankfurt in der 68er-Bewegung mit anführte, gehört vor allem zu jenen Grünen-Politikern, die, wie auch Volker Beck, für jene pädophilen Erwachsenen Straffreiheit forderten, die sexuelle Kontakte mit Minderjährigen haben. Die Pläne sind übrigens nicht etwa vergessen und in der Schublade verschwunden, sondern immer noch warten sie auf ihre finale Umsetzung. Programme wie Gender Mainstreaming dienen als ideale Hintertüren, um endlich ans lange angepeilte Ziel zu gelangen. Wer heute die Grünen aus Umweltschutzgründen wählt, sollte sich vorsichtshalber einmal ihr Gesamtprogramm näher anschauen.

Wir stehen jetzt an der Schwelle, wir könnten endlich umkehren. Warum treten wir nicht gegen die sexuelle Umerziehung an? Warum unterstützen wir nicht die Petitionen, die derzeit dutzendhaft durchs Netz geschickt werden? Wir sollten es tun, jetzt! Und noch mehr! Wir sollten das Ruder herumreißen! Die sexuelle Revolution ist gescheitert! Sie hat einen Trümmerhaufen hinterlassen, den wir nun abtragen müssen. Die Erkenntnis eines Jahrzehnte dauernden falschen Weges mag bitter sein, doch sollten wir die darin liegenden Chancen nutzen. Alles andere muss bekämpft werden. Wir brauchen unsere Scham zurück, die als edelste und wertvollste aller Triebfedern unseren Charakter, unsere Gesellschaft, formt.

Ach, übrigens, die neue rot-rot-grüne thüringische Landesregierung hat sich jetzt auf einen gemeinsamen Koalitionsvertrag geeinigt. Er sieht die stärkere Berücksichtigung „der Gleichstellung von sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität“ im Unterricht vor. Der neue Bildungsplan soll für Kinder von null bis 18 Jahren gelten.

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