Irre „EU“: In Frankreich wird ab 2015 Plastikgeschirr wegen der krebserregenden Inhaltsstoffe verboten und in Österreich muss eine Köchin ins Gefängnis, weil sie nicht mit Plastikutensilien kocht.

Die Österreicherin Ushij Matzer muss ins Gefängnis, weil sie in ihrem Grazer Bio-Laden, den sie seit 1979 zusammen mit ihrem Mann Rupert betreibt, Gerichte mit Holzlöffeln holzlöffel zubereitet hat. Ursprünglich war sie zu einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro, zahlbar in fünf Tagessätzen à 100 Euro verdonnert worden. Weil ihr Laden ihr nur ein monatliches Einkommen von etwa 1400 Euro sichert, zog Frau Matzer es vor, eine »Ersatzfreiheitsstrafe« anzutreten.

Plastikbrettchen als Keimschleudern

Die Hygieneverordnung der „EU“ schreibt für »Großküchen« (als solche wurde Matzers Zwei-Personen-Betrieb eingestuft) die Benutzung von spülmaschinenfestem Metall- und Plastikgeschirr vor. Holzlöffel und hölzerne Schneidebrettchen gelten bei der „EU“-Bürokratie als unhygienisch, weil sie nicht in Spülmaschinen gereinigt werden. Dabei lässt die Brüsseler Bürokratie, wie so oft, jeglichen Sachverstand vermissen.

Denn Holzgeschirr erweist sich in der Praxis als viel hygienischer als Plastik. Bei wiederholten Tests durch die Biologische Bundesanstalt in Braunschweig und das Deutsche Institut für Lebensmitteltechnik wurde festgestellt, dass sich auf Holzbrettchen, auf denen Petersilie gehackt, Salami in Scheiben oder Speck in Würfel geschnitten wird, Bakterien nicht vermehren köneinen traurigen Rekord: Das Land ist Spitzenreiter im Gesamtbereich der Krebsarten, die als hormonabhängig gelten – also Brust- und Prostatakrebs.

Das geht aus der letzten Erhebung des renommierten Internationalen Forschungszentrums gegen Krebs hervor. Weichmacher (Phthalate, Bisphenol A, PVC) sind in allen Plastikartikeln drin, auch in Küchengeräten. Sie stören den Hormonhaushalt, wirken östrogenähnlich, vermindern die Lernfähigkeit und die Beweglichkeit von Spermien und bei Mädchen ist eine verfrühte Pubertät zu beobachten. Frankreich verbietet deshalb jetzt nach und nach alle Weichmacher, Einweggeschirr und Plastiktüten.

Paris verbietet als erstes Land in der „EU“ ab 2015 Bisphenol A, und nicht nur das, auch Plastikgeschirr plastikwird verboten. Die Österreicherin Ushij Matzer wäre also in Frankreich eine Heldin – in Österreich aber muss sie ins Gefängnis.

Im Hinterkopf haben sollte man dazu folgende aktuelle Meldung: Koreanische Forscher haben Ergebnisse einer Studie veröffentlicht, wonach systolischer Bluthochdruck (Hauptrisikofaktor für das Herz-Kreislauf-System) durch Verpackungsmaterial von Lebensmitteln ausgelöst wird.

Schuld ist der Inhaltsstoff Bisphenol A, ein Weichmacher, der unter anderem in Getränkebehältnissen und Plastikgeschirr enthalten ist.

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kopp-exklusiv 52-14

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