Vor kurzem ließ ein Ägypter ein auf Gemeindegrund befindliches Altarkreuz in Groß-Enzersdorf umschneiden . Er fühlte sich durch den Anblick des Kreuzes gestört, das sich direkt vor seinem erst drei Wochen zuvor erworbenen Haus befand.

Die Anrainer wünschen sich das vor sieben Jahren restaurierte Kruzifix kruzifixseither an dieselbe Stelle zurück, doch auf die Unterstützung von SPÖ-Bürgermeister Hubert Tomsic können sie nicht zählen, wie ein Anrainer auf Nachfrage der Redaktion erklärte. Eine andere Anrainerin empfahl, dass man Gras über die Sache wachsen lassen solle, man müsse ja immerhin mit dem Ägypter in derselben Straße wohnen und wolle keinen Ärger. „Das mit den Ausländern nimmt sowieso Überhand hier“, setzte sie nach.

Anders sahen das Jugendliche aus Niederösterreich. In der Nacht auf Freitag stellten sie ein neues Holzkreuz an derselben Stelle auf.

Identitäre Bewegung stellt Kruzifix auf

Verantwortlich für die Aktion zeichnet sich die „Identitäre Bewegung Niederösterreich“, wie sie auf ihrer Facebook-Seite mitteilte. Die Jugendorganisation verteilte auch Flugzettel in der Nachbarschaft via Postwurf. Man sehe in der Tat dieses Muslims lediglich ein Symptom eines generell anwachsenden Überfremdungsproblems, wurde darin erklärt. Das Bevölkerungswachstum fuße fast ausschließlich auf Zuwanderung.

Die Identitären prangerten auf den Flugzetteln die lasche Reaktion des SPÖ-Bürgermeisters der Gemeinde an. Dieser suchte lediglich den Dialog mit dem Ägypter und beschloss, das Kreuz andernorts wieder auf Kosten des Täters aufstellen zu lassen.

Darüber zeigen sich die jungen Patrioten aus Niederösterreich empört: „Das Kreuz war seit 60 Jahren Ziel von Prozessionen im Ort. Es soll auch in Zukunft dort stehen bleiben!“

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http://www.unzensuriert.at/content/0016747-Gro-Enzersdorf-Neues-Kreuz-vor-Haus-des-gypters-aufgestellt
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