Gesetze sollen das Zusammenleben von Menschen regeln. Die in Berlin regierende Koalition der Gutmenschen hat Gesetze verabschiedet, die jetzt mit Rückendeckung der Regierung gebrochen werden. Und immer öfter bejubeln unsere Politiker das auch noch.

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Ein erstes schlagendes Beispiel dafür ist das im Jahre 2007 gestartete und im Jahre 2012 fortgeführte Professorinnenprogramm des Bundes und der Länder. Im Rahmen dieses großen ProgramTns stellen Bund und Länder (also die Steuerzahler) den Universitäten und Fachhochschulen 300 Millionen Euro für ein »Geschlechtergleichstellungs-konzept« zur Verfügung.

Ziel des Programms ist es, wie es in einer Stellenausschreibung für das Fachgebiet Betriebswirtschaftslehre der Hochschule Heilbronn heißt, »die Gleichstellung von Frauen und Männern in Hochschulen zu unterstützen, die Repräsentanz von Frauen auf allen Qualifikationsstufen im Wissenschaftssystem nachhaltig zu verbessern und die Anzahl der Wissenschaftlerinnen in den Spitzenfunktionen im Wissenschaftsbereich zu steigern.«

Und dann folgt ein Zusatz, der es in sich hat: »Die Stellenbesetzung erfolgt unter dem Vorbehalt, dass die Finanzierung der Stelle gesichert ist«. Noch deutlicher wird eine Stellenausschreibung der Bergischen Universität Wuppertal: »Im Fachbereich G – Bildungs- und Sozialwissenschaften ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt – vorbehaltlich der Zuweisung der im Rahmen des Professorinnenprogramms II beantragten Mittel – eine Universitätsprofessur … zu besetzen.«

Der Betrug bei den Bewerbungen

Und in einer Ausschreibung der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) heißt es: »Im Rahmen des Professorinnenprogramms II ist … folgende Position, vorbehaltlich der haushaltrechtlichen Ermächtigung zur unbefristetèn Stellenausschreibung, zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu besetzen.«

Aus den zitierten Passagen geht hervor, dass sich die Stellenangebote ausschließlich an Frauen richten.

Bewirbt sich keine Frau dafür, dann kann die jeweilige Stelle gar nicht besetzt werden, weil deren Einrichtung die Finanzierung im Rahmen des Professorinnenprogramms voraussetzt. Dessen Ziel ist eindeutig die Vergrößerung des Anteils weiblicher Professoren an den Hochschulen. Nun verbietet aber das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Stellenausschreibungen, die sich nur an ein Geschlecht richten.

Bei Stellenanzeigen wird getrickst

Deshalb müssen die Hochschulen heute ihre Stellenanzeigen so formulieren, dass der Eindruck entsteht, auch männliche Bewerber hätten (die erforderliche Qualifikation vorausgesetzt) dort eine Chance. Deshalb heißt es in der zitierten Anzeige der MHH weiter: »Zu den Aufgaben der zukünftigen Stelleninhaberin/des Stelleninhabers gehört der Ausbau der Forschung…«.

Hier wird also höchst offiziell gelogen. Denn männliche Bewerber haben in solchen Fällen null Chancen.

Deshalb wundert sich der emeritierte Betriebswirtschaftler der Uni Hannover Professor Dr. Günter Buchholz in der von ihm initiierten »Frankfurter Erklärung zur Rettung der Freiheit von Forschung und Lehre an deutschen Hochschulen« und auf der kritischen Internetplattform Sciencefiles.org darüber, dass sich in Deutschland kaum jemand über solche Manipulationen aufregt.

Nach Ansicht anonymer Kritiker auf Scienceflles.org dient das Professorinnenprogramm in Wirklichkeit dazu, »die staatsfeministische Agenda einer Gleichschaltung der Universitäten« durchzusetzen, die Universitäten zu entpro-fessionalisieren und männliche Bewerber auf Professorenstellen zu diskriminieren.

Das Programm beinhalte somit einen »eklatanten Bruch des Diskriminierungsverbots des Grundgesetzes«. Scienceflles.org sieht »eine komplette Übernahme von Universitäten durch den Staatsfeminismus.«

Entsprechend werden sich Universitäten in den nächsten Jahren noch weiter, als sie das sowieso schon haben, von Forschung und Lehre entfernen.

Sie sind auf dem besten Weg, zu Kaderschmieden zu werden, an denen organisierte Gruppen dafür sorgen, dass keine von einer staatsfeministischen Ideologie abweichende Meinung vertreten oder gar gelehrt werden und die sich endgültig von einer Stätte der Wissensfindung und Wissensvermittlung zu einer Stätte der ideologischen Indoktrination von und durch Halbtagskräfte entwickeln.

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kopp-exklusiv 01-15

 

 

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Eric der Wikinger
14/01/2015 01:54

Hat dies auf Grüsst mir die Sonne… rebloggt.

Arkturus
06/01/2015 05:49

Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

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