„Ihr könnt mir nichts! Ich bin Immigrantin!


Cemile Giousouf…Ihre Eltern stammen aus der Region Thrakien in Griechenland und gehören der dortigen türkischen Minderheit an. Sie wanderten im Laufe der Gastarbeiteranwerbung in die Bundesrepublik ein. Giousouf besitzt neben der deutschen auch die griechische Staatsbürgerschaft

doppelte Staatsbürgerschaft ist generell nicht möglich…entweder / oder…dennoch wird sie fabriziert…eine Person die sich nicht entscheiden kann, also Ausländerin bleibt, hat in der Politik nichts zu suchen…seit wann kann eine Griechin/Türkin über „Das Deutsche Volk“ mitentscheiden?

in der nordrhein-westfälischen CDU gibt es anscheinend Streit um die Hagener Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf. Mehrere Mitglieder der NRW-CDU berichteten gegenüber blu-News übereinstimmend, sie habe parteiintern mit ihrem Immigrantenstatus geprahlt. Bislang äußerte sich Giousouf nicht dazu.

Cemile Giousouf (Bild: Deutscher Bundestag/Fotografin: Simone M. Neumann)

Am 16. Oktober 2014 hatte blu-News darüber berichtet, dass die Hagener CDU-Bundestagsabgeordnete Cemile Giousouf eine Delegation der vom Verfassungsschutz als antidemokratisch und antisemitisch eingestuften Islamischen Gemeinschaft Milli Görüs (IGMG) in der CDU-Kreisgeschäftsstelle empfangen hat. Ein Treffen, das der örtlichen Presse verschwiegen wurde. Von der Möglichkeit einer Stellungnahme vor dieser Veröffentlichung hatte Giousouf, die Fragen von blu-News traditionell nicht zu beantworten pflegt, keinen Gebrauch gemacht. Cemile Giousouf ist die erste muslimische Bundestagsabgeordnete der CDU und integrationspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.

Nachdem die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) die Berichterstattung von blu-News Wochen später aufgegriffen hatte und gleichzeitig bekannt wurde, dass Giousouf zusammen mit anderen Vertretern der NRW-CDU eine von der Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD) organisierte Reise in die Türkei unternommen und aus Ankara die baden-württembergische Landesregierung wegen des Abdrucks einer Erdogan-Karikatur in einem Schulbuch scharf angegriffen hatte, gab es in der Hagener Öffentlichkeit und anscheinend auch in der CDU heftige Diskussionen über Cemile Giousouf. Die UETD gilt als Lobby-Organisation der türkischen Regierungspartei AKP. Giousouf rechtfertigte sich am 29. Dezember 2014 in einem Interview mit der WAZ und sagte, sie hätte „besser kommunizieren müssen”. Das Weltbild von Milli Görüs teile sie nicht, auch gebe es „keine Zusammenarbeit” mit der als antisemitisch bekannten Gruppierung. Dazu, dass ihre erste Erklärung zum Empfang der Milli Görüs-Delegation durch die Recherchen von blu-News zum Zeitpunkt des Interviews längst widerlegt war, wurde sie von der WAZ nicht befragt.

Blitzkarriere dank Immigrantenstatus

Sylvia Pantel wurde später in ihrem Düsseldorfer Wahlkreis direkt in den Bundestag gewählt, Cemile Giousouf hingegen konnte ihren Hagener Wahlkreis nicht für sich gewinnen. Dank ihres guten Listenplatzes zog sie dennoch in das höchste deutsche Parlament ein, wurde von den Medien als erste muslimische CDU-Bundestagsabgeordnete gefeiert und sofort zur integrationspolitischen Sprecherin ihrer Fraktion gewählt.

Zur Jahreswende 2014/2015 jedoch berichteten vereinzelte Mitglieder der nordrhein-westfälischen CDU gegenüber blu-News übereinstimmend, Giousouf habe auf dem Nominierungsparteitag in Münster einer Gruppe von verärgerten CDU-Frauen in der Pause vor der Abstimmung laut zugerufen: „Ihr könnt mir nichts! Ich bin Immigrantin!”

Am 12. Januar hat blu-News Giousouf schriftlich dazu befragt, ob diese Darstellung der Wahrheit entspricht. Aber auch zwei Wochen später ist noch immer keine Antwort von Cemile Giousouf eingegangen.

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1 Antwort

  1. Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

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