Torben Grombery

Der schmutzige Kampf mit all seinen widerwärtigen Facetten, den das politische Establishment mit Unterstützung der willfährigen Helferlein der System-Medien seit vielen Wochen energisch gegen die PEGIDA-Organisatoren führt, trägt seine ersten Früchte. Die Nerven der zumeist unpolitischen und völlig unerfahrenen Aktivisten liegen blank, es folgen Streitereien und es hagelt Rücktritte. Das Außenministerium der USA befeuert all das mit einem deutlichen »Reisehinweis« für Deutschland – wegen PEGIDA!

 Zunächst zu den guten Nachrichten dieser abartigen Schmierenkomödie: Die Vorgänge der letzten Wochen und Monate haben unheimlich viele Menschen dazu bewegt, sich Gedanken über den Zustand unserer »Demokratie« zu machen und sich abseits des Mainstreams nicht nur darüber zu informieren.

 Nun zur hässlichen Fratze der Medaille: Nach dem Rücktritt des ehemaligen PEGIDA-Frontmanns Lutz Bachmann (41), der sich wegen seinem satirischen »Hitler-Selfie« im Rahmen eines Friseurbesuchs sowie unangemessenen Äußerungen über Asylbewerber aus dem Organisations-Team zunächst zurückgezogen hatte, kam es verschiedenen Medienberichten zufolge auf der letzten Sitzung des Organisationsteams von PEGIDA e.V. zu erheblichen Meinungsverschiedenheiten über die künftige Rolle Bachmanns bei PEGIDA.

 Kurz darauf erklärten dann die PEGIDA-Organisatoren Kathrin Oertel, Achim Exner, Bernd Volker Lincke, René Jahn und Thomas Tallacker ihren Rückzug aus dem Organisationsteam des PEGIDA e.V. und gaben auch ihren Vereinsaustritt bekannt – womit nunmehr der halbe Führungszirkel von PEGIDA das Handtuch geworfen hätte.

Auf den offiziellen Seiten der PEGIDA bei Facebook war dazu zunächst zu lesen:

»So Freunde, die Medien überschlagen sich ja mit diversen Meldungen. Fakt ist, Kathrin hat vorerst Ihr Amt als Pressesprecherin niedergelegt. Dies ist massiven Anfeindungen, Drohungen und beruflichen Nachteilen geschuldet. Sie hat sich aufgeopfert für unsere Sache, wenn aber nachts schon irgendwelche Fotografen und andere komische Gestalten um Ihr Haus schleichen, da kann man es der stärksten Frau nicht übel nehmen, wenn sie eine Auszeit braucht.

Thomas Tallacker hat mit seiner Firma durch den Verlust etlicher öffentlicher Aufträge ebenfalls massive Probleme und zieht sich auch zurück.

Ein neuer Vorstand wird in den nächsten Tagen in einer Sondersitzung gewählt, da auch Lutz Bachmann dafür nicht mehr zur Verfügung steht.

ES GEHT HIER ABER NICHT UM PERSONALIEN, SONDERN UM UNSERE SACHE – UND DIE IST GUT UND RICHTIG!

Eine detaillierte Pressemitteilung folgt in den nächsten Tagen.

Euer Orgateam.«

Diese Veröffentlichung ist dort mittlerweile nicht mehr zu finden, sie wurde offensichtlich wieder gelöscht. Kurz darauf wurde an gleicher Stelle Folgendes publiziert:

»Liebe Freunde, aus organisatorischen und rechtlichen Gründen fällt der 02.02.2015 aus.
Eine Woche später, Montag 09.02.2015 starten wir wieder durch. Bis dahin ist ein neuer Vorstand gewählt und wir sind sicher, dass der neue Vorstand PEGIDA auf Kurs hält.
Auch wenn Kathrin Oertel, Lutz Bachmann und René Jahn nicht mehr für den Vereinsvorstand zur Verfügung stehen, so lässt sich die Bewegung dadurch nicht stoppen. Es geht nicht um Personen, es geht um unsere Sache!

Natürlich ist es nicht gut, eine Woche zu pausieren, aber wenn Ihr nur ansatzweise eine Ahnung hättet, wieviel Arbeit hinter so einer Sache steckt, dann könntet Ihr nachvollziehen, warum es unmöglich war, am 02.02. festzuhalten. Wir zählen auf Euch!
Euer PEGIDA e.V.«

Die wie beschrieben auf der Facebook-Seite von PEGIDA zum Rücktritt von Kathrin Oertel angegebenen Gründe werden von dieser in einer Pressemitteilung wiederum als unrichtig bezeichnet. Wie es in der Presseerklärung heißt, haben die Genannten sich am Dienstag dazu entschlossen, sich aus dem Organisationsteam von PEGIDA zurückzuziehen.

 Als Gründe dafür wurden der angebliche Verbleib von Lutz Bachmann in der Bürgerbewegung sowie in deren Organisationsteam benannt.

 Die Zurückgetretenen seien nicht gewillt, dies mitzutragen und grenzen sich klar von rechtsextremen Tendenzen ab, heißt es dazu in der Erklärung. Weiterhin sprechen sich diese gegen den einen Schulterschluss mit LEGIDA in Leipzig aus.

 Kathrin Oertel weist laut der Pressemitteilung ausdrücklich die Begründung zurück, die auf der PEGIDA-Facebook-Seite angegeben wurde. Wie beschrieben wurde dort der soziale Druck auf Oertel als verantwortlich für deren Rückzug genannt. In der gestern versandten Presseerklärung stellten die vier Gründungsmitglieder hingegen dar, dass PEGIDA e.V. von ihnen mitbegründet wurde, weil man mit der »derzeitigen Politik des Stillstandes nicht einverstanden sei«. Auf das bisher Erreichte, »Politik und Zivilgesellschaft in einen vernünftigen Diskurs gebracht zu haben«, könne man stolz sein.

 Abschließend wurde in der Erklärung noch darauf hingewiesen, dass mit diesem Schritt jedoch für Oertel, Exner, Lincke, Jahn und Tallacker nicht Schluss sei. Man werde die nächsten Tage nutzen, um sich neu aufzustellen. Die angestrebten Ziele, wie die Durchsetzung der direkten Demokratie auf Bundesebene, werde man weiterhin zielstrebig verfolgen. Für den 9. Februar 2015 ist die erste Veranstaltung in Dresden geplant.

Die im alten Organisations-Team verbliebenen Personen planen – ebenfalls wie oben beschrieben − für denselben Tag auch eine Veranstaltung und wollen die Demonstration am kommenden Montag aus organisatorischen Gründen ausfallen lassen.

Unterdessen haben die verantwortlichen Politiker des US-Außenministeriums dem Wahnsinn, der in Bezug auf PEGIDA scheinbar Methode hat, noch eins draufgesetzt:

 Über die US-Botschaft in Berlin und die Generalkonsulate in Frankfurt und München macht man die in Deutschland aufhältigen US-Bürger auf eine erhöhte Bedrohungslage in der Bundesrepublik aufmerksam und fordert diese tatsächlich auf, entsprechend persönliche Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

 Auslöser sind deren Begründung folgend allen Ernstes die Demonstrationen der PEGIDA-Bürgerbewegung. Die deutsche Medienlandschaft bastelt daraus unterdessen eine Reisewarnung für Deutschland, was so nicht richtig ist.

 Alles in allem eine recht verworrene Gesamtsituation, bei der ganz offenkundig Kräfte mitwirken, die noch ans Tageslicht gezerrt gehören. 

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http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/torben-grombery/dem-druck-erlegen-pegida-vor-zerreissprobe.html

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