Um das erwünschte Bild von Deutschland in die Welt zu tragen, ist eine sorgfältige Auswahl der Nachrichten unverzichtbar. So machten die Demonstrationen nach dem gewaltsamen Tod des 20-jährigen Eritreers Khaled Idris große Furore. Der sei, so war man sich schnell einig, von deutschen Rassisten ermordet worden. Und zwar in Dresden! Im Internet riefen linke Gruppen zur „Rache für Khaled“ auf. Dass dessen Tod mit Pegida zu tun hatte, war ja wohl klar.

Fast 3000 Demonstranten marschierten durch Dresden, mit „Ich bin Khaled“-Schildern in den Händen. In Berlin nutzten fast 2000 ihre Chance. In den Mainstream-Medien erschienen düstere Berichte aus dem finsteren Pegida-Nest Dresden, wo Ausländer in ständiger Furcht lebten – zu Recht, wie ja nun jeder sehen konnte. „Wir haben solche Angst“, gestand der 26-jährige Hassan S., Zimmernachbar des Getöteten, der „Tagesschau“….bevor er als eiskalter Mörder überführt wurde..

Der Aufstand der Anständigen kam schon ins Rollen, als alles ein jähes Ende nahm. Idris war gar nicht von deutschen Rassisten getötet worden. Die Mordkommission hat Hassan S., den Zimmernachbarn aus der „Tagesschau“, als dringend Tatverdächtigen festgenommen.

Afrikaner verübte angeblichen “Rassistenmord”

Nicht das erste Mal, dass sich eine angeblich rassistische Tat als ganz etwas anderes entpuppt. Es ist indes immer gleich, wie es nach so einer Enthüllung weitergeht: Die eben noch zu jeder Empörung Entschlossenen hatten zwar betont, dass sie den Vorfall keineswegs politisch ausschlachten wollten gegen Andersdenkende. Es gehe ihnen ausschließlich um den „gewaltsamen Tod eines unschuldigen Menschen“. Doch jetzt, wo die Sache zum Ausschlachten tatsächlich nichts mehr hergibt, verlieren sie urplötzlich jedes Interesse am „gewaltsamen Tod eines unschuldigen Menschen“ und schlurfen müde pfeifend von der Bühne – war was? Wenn Sie noch nicht wissen, wie Sie einem Zwölfjährigen erklären sollen, was „Zynismus“ bedeutet – hier haben Sie die Lösung.

Allerdings ist für die „Ich bin Khaled“-Demonstranten mit der unerwünschten Enthüllung nicht alles verloren. Wie gesagt, die Auswahl der Nachrichten entscheidet über das Gesamtbild. Zumindest im Ausland dürfte viel von dem „rassistisch motivierten Mord“ in der „Pegida-Stadt Dresden“ gestanden haben, dagegen aber so gut wie nichts darüber, dass das leider eine Ente war.

Somit ist doch schon etwas erreicht. Dennoch zappeln Vertreter der etablierten Politik immer nervöser herum bei der Frage, wie sie mit Pegida umgehen sollen. Nachdem die anti-deutsche SPD-Generalin Fahimi noch jedes Gespräch abgelehnt hat, taucht ihr Parteichef Gabriel unverhofft bei einer Diskussionsveranstaltung mit der Bürgerbewegung auf. Immer verwirrter zeigen sich auch die Reihen der Union.

Mit wem darf man reden, mit wem nicht? Und wenn ja, dann wo? Und wann? Die Antworten werden jeden Tag verworrener. Selbst der Popsänger Herbert Grönemeyer ließ am Rande seines verregneten Dresdener Konzerts eine eigene Handlungsanweisung vom Stapel: Also mit dem „harten Kern“ auf keinen Fall.

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Preußische Allgemeine Zeitung Ausgabe 05/15 vom 31.01.2015

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Eric der Wikinger
02/02/2015 21:01

Hat dies auf Grüsst mir die Sonne… rebloggt.

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