Paris – Nach Attentatswarnungen durch den französischen Inlandsgeheimdienst wurde die öffentliche Vorführung des Films „Der Apostel“ über die Konversion eines jungen Muslims zum Christentum bis auf weiteres untersagt. Kinos in Nantes und Neuilly mussten den Film der Nachwuchsfilmemacherin Cheyenne Carron aus dem Programm nehmen.

Der Geheimdienst hatte Veranstalter und Kinobesitzer gewarnt, die Ausstrahlung des Films „könnte von der muslimischen Glaubensgemeinschaft als Provokation aufgefasst werden“.

Auch die Aufführung des für das Festival in Cannes nominierten Films „Timbuktu“ von Abderrahmane Sissako, der die Schreckensherrschaft der Schebab-Milizen beschreibt, wurde in dem Pariser Vorort Villiers-sur-Marne, „präventiv“ untersagt.

Es liege zwar keine konkrete Bedrohung vor, aber er befürchte, der Film „könnte den Terrorismus verherrlichen“, begründete der Bürgermeister das Verbot.

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  Preußische Allgemeine Zeitung Ausgabe 06/15 vom 07.02.2015
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