Auf Nachfrage erklärten zwei der PEGIDA-Veranstalter, dass seitens der Polizei mit einer Weisung „von oben“ argumentiert worden sei, die den Polizisten untersage, gegen die linken Blockaden vorzugehen.

pegida_demo wien

Die linke Blockade wurde nicht aufgelöst. Stattdessen untersagte die Behörde die genehmigte Demonstration der PEGIDA.

Die PEGIDA-Demonstration am Montag in Wien schaffte es einerseits mehr als 600 Patrioten nach einem vergleichsweise kurzen Mobilisierungszeitraum auf die Straße zu bringen, brachte aber andererseits demokratische Missstände zutage.

Kein Meter für PEGIDA

Bereits im Vorfeld kündigten linksradikale Gruppierungen, wie die „Offensive gegen Rechts“ an, den Spaziergang der PEGIDA zu „blockieren“. Jene Organisation demonstrierte zusammen mit muslimischen Verbänden in einer Stärke von mehr als 4000 Teilnehmern gegen die Patrioten. Eine Gruppe von ca. 150 Vermummten bildete eine Mauer, die die PEGIDA-Demonstranten am losgehen hindern sollte. Dies gelang, weil die Polizei erst gar nicht versuchte, gegen die Behinderung der angemeldeten Demonstration vorzugehen.

Weisung von oben

Während hunderte „patriotische Europäer“ darauf warteten, von ihrem Demonstrationsrecht Gebrauch machen zu können, erklärte die Polizei dem Veranstalter, dass die Demonstration aufgelöst werde, weil ein Weiterkommen nicht möglich sei.

Die unangemeldete Gegendemonstration, die von der autonomen Antifa Wien, sowie NOWKR organisiert wurde, erfuhr Duldung, während die genehmigte PEGIDA-Demonstration mit einer unzureichenden Begründung beendet wurde.

Sollte es wirklich keine andere Begründung für diese Maßnahme der Behörden geben, als die Blockade beziehungsweise eine Weisung, diese nicht aufzulösen, so handelt es sich hierbei um einen Verfassungsbruch, da das Demonstrationsrecht verfassungsrechtlich verankert ist.

Der ehemalige PEGIDA-Sprecher Georg Nagel (er hat heute seinen Rücktritt als Pressesprecher bekannt gegeben) erklärte spontan vor Ort, dass PEGIDA auf jeden Fall wieder auf die Straße gehen werde.

Hools

Die Organisatoren waren auf eine solche Vielzahl an Teilnehmern nicht gefasst, die Anzahl der Ordner war unzureichend. Nagel erklärte durchs Megafon, dass die Veranstaltung beendet sei. Die Mehrzahl der Teilnehmer schien die Durchsage, die nicht laut genug war, um die Menge zu übertönen, nicht wahrzunehmen.
Von den ca. 20 anwesenden Hools wurde in etwa die Hälfte immer unruhiger. Da sie im vordersten Teil der Demonstrationsteilnehmer standen, also in direkter Nähe zur Polizei, hatten sie mitbekommen, dass die Demonstration vorbei sei und begannen Parolen gegen die Linksradikalen, sowie Fußballfangesänge anzustimmen.

Die unangemeldete ANTIFA-Gegendemonstration wurde von der Polizei eingekesselt, um hunderte Personen, die an den Blockaden teilnahmen, nach dem Versammlungsgesetz anzuzeigen.

Ihnen drohen bis zu sechs Monaten Haft.

Pegida Österreich

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http://www.unzensuriert.at/content/0017083-PEGIDA-Wien-Eine-Augenzeugin-berichtet
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nwhannover
06/02/2015 22:30

Von“oben“angeordnet….es ist eine Diktatur.

Arkturus
06/02/2015 21:00

Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

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