Georg Nagel meint, die PEGIDA-Demonstration in Wien wurde in erster Linie von der Wiener Stadtregierung verhindert, nicht von den Linksradikalen. Foto: Pressefoto PEGIDA

Georg Nagel meint, die PEGIDA-Demonstration in Wien wurde in erster Linie von der Wiener Stadtregierung verhindert, nicht von den Linksradikalen.

Dass es auch in Österreich mittlerweile PEGIDA-Demonstrationen gibt, sorgte für medialen Aufruhr. In Linz soll bereits am Sonntag die nächste Demonstration stattfinden –  nach einem eher holprigen Start in Wien, stattfinden.

Warum sind Sie als Sprecher der PEGIDA so plötzlich zurückgetreten?
Nagel: Es war von Anfang an so geplant. Ich sollte auftreten, um Medienaufmerksamkeit zu erzeugen, um unsere Demo zu bewerben. Das hat bestens funktioniert. Wir waren wochenlang als Dauerthema in allen Medien, sogar im Spiegel, vertreten. Insofern war ich erfolgreich, die Mobilisierung hat super funktioniert. Leider hat man sich nur auf meine Person eingeschossen, ähnlich wie bei Lutz Bachmann in Dresden, und versucht, PEGIDA durch Untergriffigkeiten und Verleumdungen meiner Person schlecht zu machen. Letztlich sollen unsere Themen im Vordergrund sein und ich wollte hier nicht weiter davor stehen, weil es mir um die Sache geht. Meine Arbeit ist getan, aber PEGIDA wird auch ohne mich weiter auf dem Vormarsch bleiben.

In der Sendung „Pro und Contra“ auf Puls4 ging man sehr hart mit Ihnen ins Gericht. Ihr Resümee?
Nagel: Diesen, offenbar ideologisch aufgehetzten, Leuten zu vertrauen, war ein großer Fehler. Dass stattdessen die linksradikale Corinna Milborn Corinna Milborndie Diskussion „leiten“ würde, erfuhr ich erst kurz vor der Sendung. Ich wurde dort hauptsächlich vom Berufs-Hetzer Karl Öllinger, der außer dem Betrieb seiner Denuntiationsseite offenbar gar keine Aufgabe mehr hat, niedergebrüllt, während das handverlesene linksradikale bis muslimische Publikum, das im Studio seine Anti-PEGIDA-Demonstration fortsetzte, wie in einem Affenzirkus johlte.

„Die linken Hetzer haben keine Skrupel, Andersdenkende zu attackieren“

Haben Sie die Gegenbewegung, vor allem die Verunglimpfungen Ihrer
Person seitens der Medien, unterschätzt?
Nagel: Nein, das habe ich nicht unterschätzt. Mir war von Anfang an klar, dass man versuchen wird, mich auf allen Ebenen anzugreifen. Die linken Hetzer haben hier ja gar keine Skrupel, wenn es darum geht, Andersdenkende zu attackieren. Ich habe mich auch von Anfang an auf Angriffe auf Leib und Leben eingestellt, sowohl von Linksextremisten als auch Moslems.
Viel schlimmer finde ich, dass auch Verwandte und Bekannte angegriffen werden. Sogar eher linksgesinnte Freunde sind von Angriffen aufgrund meiner Tätigkeit als PEGIDA-Sprecher betroffen, manche erleiden sogar berufliche Nachteile. Hier wird eine wahre Menschenhatz betrieben, das ist eine große Sauerei.

Hat die PEGIDA Wien nach dem Spaziergang, der nicht angetreten werden konnte, eine Zukunft?
Nagel: Nun wir hatten bei der Veranstaltung damit zu kämpfen, dass viel mehr Menschen gekommen sind als erwartet. Wir rechneten mit 250, gekommen sind um die 1000.
Verantwortlich für den negativen Verlauf der Veranstaltung ist die rot-grüne Stadtregierung, die die Polizei offenbar anwies, uns den geplanten Spaziergang nicht zu ermöglichen, indem ihr untersagt wurde, die unangemeldete Demonstrationsblockade der Linksradikalen zu räumen. Der Befehl dazu kam „von ganz oben“. Offiziere haben mir das unter der Hand eindeutig gesagt. Es wird auf jeden Fall weitere Demonstrationen geben. Die in Linz wird fix am Sonntag stattfinden. Die nächste Demonstration in Wien befindet sich aktuell in Planung und auch in anderen Ländergruppen gibt es bereits Vorbereitungen.

Provokateure wurden von linker Seite eingeschleust

Was will PEGIDA in Österreich erreichen?

Nagel: Wie Sie unserem Positionspapier entnehmen können, möchten wir die ungesteuerte Massenzuwanderung nach Europa stoppen. Unsere Hauptforderung ist jedoch die nach direkter Demokratie, wir möchten ein System wie in der Schweiz etablieren. Wir wollen endlich ein Ende des Obrigkeitsstaates, der paternalistisch über die Köpfe der Bürger hinweg entscheidet.

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http://unzensuriert.at/content/0017105-Interview-Die-Gruende-fuer-den-Ruecktritt-von-PEGIDA-Sprecher-Nagel
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