Frei gedacht

Eva Herman
von Eva Herman

Es muss einmal gesprochen werden von dem Wahnsinn, der unsere Welt in dieser Zeit erfasst hat. Es ist der Wahn, Frauen und Männer gegeneinander aufzubringen, die Geschlechter zu verwirren, das männliche und das weibliche Prinzip zu zerstören. Diese Zerstörung zieht die Vernichtung der Welt nach sich. Da aber darüber öffentlich so selten nur berichtet wird, ist es notwendig, von Zeit zu Zeit daran zu erinnern, damit später niemand sagen kann, von nichts gewusst zu haben: Wir Menschen schaffen uns derzeit selbst ab.

Als ich über das Thema vor fast 20 Jahren zum ersten Mal berichtete, arbeitete ich noch „im System“. So war mir schon während meiner Schwangerschaft aufgefallen, dass meine wachsenden Empfindungen als werdende Mutter konträr zum bereits damals herrschenden Zeitgeist standen. Immer wieder tauchte in meinem Inneren die drängende Frage auf: Passen Karriere und Kind wirklich zusammen? Werde ich einfach wieder arbeiten gehen können, während mein Kind in fremde Hände kommt? Wer einen noch einigermaßen funktionierenden Geist besitzt, muss diese Frage zwangsläufig verneinen. Damals war ich noch unsicher, denn es war doch unmöglich, dass ich so falsch lag im Gegensatz zu der modernen Welt da draußen, oder? Zwar war mir klar: Jede Tiermutter wird ihr Junges verteidigen bis zum letzten Blutstropfen, sobald sich unbefugte Hände ihm nähern wollen – während wir Menschen uns tatsächlich weismachen lassen, dass eine Betreuung durch fremde Menschen sich für unseren Nachwuchs sogar günstig auswirken soll. Ist es nicht unglaublich? Man lässt die innere Stimme übertönen von politisch korrekten Vorgaben, die medienwirksam Geist und Verstand umerziehen wollen.

Warum lässt man das eigentlich zu, unwidersprochen, lieber an sich selbst zweifelnd, anstatt das neuartige System scharf zu durchleuchten und kritisch zu hinterfragen? Da trägt eine Mutter ihr Ungeborenes gute neun Monate in ihrem Körper umher, das Kleine hört die ganze Zeit über Mamas Herzschlag, vernimmt den Klang ihrer Stimme in sämtlichen emotionalen Gefühlslagen, es atmet Mutters Geruch, wächst aus ihrem Fleische heran, wird in ihr überhaupt erst zum Menschen. Mama ist die einzige Sicherheitsbasis. Weswegen es auch nicht verwundert, dass das Urbedürfnis eines jeden Neugeborenen nur ein Ziel kennt: die Mutter! Mit ihr ist das Kleine seit dem Herannahen auf diese Erde aufs Engste verbunden. Jede wirklich seriöse Bindungsstudie kann deswegen nicht verwundern: In den ersten drei, vier Jahren sollten Mutter und Kind untrennbar miteinander verbunden bleiben.Das Prinzip Arche Noah

Gewiss, das hört sich heute unmachbar an, denn unser Familiensystem hat sich enorm verändert, es ist längst kaputtgegangen. Früher war alles keine Frage, als die Menschen noch in den regionalen Prinzipien lebten, als sie in der Gemeinschaft, als füreinander verantwortliche Gruppe, lebten; es war ganz selbstverständlich, dass Mütter und ihre Kinder stets beisammen waren, dass auch die anderen weiblichen Angehörigen sich mit um den Nachwuchs kümmerten, während die Männer das Brot verdienten. Doch das ist lange her. Die Zeiten hätten sich geändert, heißt es. Gerade so, als seien die Zeiten eine selbstständig wirkende Kraft, die eigene Entscheidungen treffen könne.

Das ist natürlich reiner Unsinn: Nicht die Zeiten, sondern die Systeme ändern unsere Lebensumstände. Diese Systeme werden von Menschen mit Macht umgestellt. An welchen Schalthebeln diese auch sitzen mögen, sie scheinen es derzeit nicht wirklich gut mit unserer Welt zu meinen: Es ist das globale Finanzsystem, welches sich alle anderen Themen selbst brachial unterzuordnen sucht! Es hat den Globalmarkt fest im Griff. Die Massenmedien, welche inzwischen – mit wenigen Ausnahmen – den „Global-Players“ gehören, berichten, was vorgegeben wird, während die als Politiker bezeichneten Darsteller ebenso funktionieren. Ja, natürlich glauben darunter immer wieder einige, eigene Entscheidungen zu treffen, wenn sie plötzlich moderner sind und dem Zeitgeist folgen. Doch das dürfte zu den größten Irrtümern gehören, und eines Tages wird es auch der Dümmste gewahr. Die deutsche Sprache trifft es in ihrer präzisen Zuverlässigkeit hier auf den Punkt: Betonen wir das Wort modern auf der ersten Silbe, so ergibt sich ein anderer Sinn: Unsere Gesellschaft modert vor sich hin.

Wer Augen und Ohren öffnet, kann ohne Probleme erkennen, dass das flächendeckende Fremdbetreuungssystem Europa zu durchsetzen begann nach der Zentralisierung der Staaten durch Brüssel. Keine Gemeinde oder Kommune, kein Bundesland oder Staat der alten Welt hat noch die Möglichkeit einer freien Entscheidungskraft. Heute herrscht ein globales Machtsystem, welches unsere Welt massiv verändert hat. Und ein Ende dieser Beeinflussung ist noch längst nicht in Sicht.

Wir wollen an dieser Stelle nur beim Thema Familie, bei der Mutter-Kind-Beziehung bleiben, auch beim Miteinander von Mann und Frau, was doch alles nahtlos aneinanderhängt. Die Menschengemeinschaft wurde innerhalb von zwei, drei Generationen nachhaltig zerstört. Und wir haben es mitgemacht, nahezu widerspruchslos. Das heutige Bild: völlig überforderte Frauen, von denen tatsächlich immer noch einige glauben, stärker als Männer zu sein. Viele von ihnen leiden unter Burn-out, unter Depressionen, Panikattacken, Schlaflosigkeit. Sie spüren in ihrem tiefen Inneren den großen Irrtum, ihre Seele weint, während ihr Geist träge einschlief.Weltenwende Die Gefahren der letzten Tage und der Weg ins Licht

Die einst starken Intuitionen des Weibes wurden verschüttet, wertvolle Eigenschaften, für das mütterliche, das lebendige Prinzip, unverzichtbar, wurden im Keime erstickt: Unsere Gesellschaft geht zugrunde ohne das Hegende, Verstehende, das Gebende, Nährende und Liebende, welches doch nicht nur die Kinder, sondern auch die Männer, die Alten, Tiere und Natur, so dringend brauchen.

Die Männer sind desillusioniert. Längst haben sie es aufgegeben, der Frau noch Schutz bieten zu wollen, während diese starrsinnig jegliches verantwortliche Miteinander ablehnt, gegen alles Behütende und Beschützende des Männlichen aufbegehrt, gegen die starke Schulter, nach der sie sich jedoch insgeheim immer dringender sehnt. Die Männer haben sich zurückgezogen, lassen sich dabei von den feministischen Einpeitscherinnen noch als Weicheier, als Pantoffelhelden verunglimpfen. Macht längst nichts mehr, sie hören einfach weg. Dabei müssen sie jedoch beobachten, wie ihre Frauen nun den Machos fremder Kulturen immer öfter den Vorzug geben, sehen auch die Gefahren. Doch sie drehen sich um, zucken mit den Schultern. Was sollen sie tun? Der Zug rast ja schon in Richtung Abgrund, keiner kann ihn noch aufhalten.

Die Kinder? Ein Blick in die völlige Orientierungslosigkeit vieler junger Menschen genügt. Es herrscht überbordender Leistungsdruck, während wirklich wichtige Lebensbelange wie unsere Werte, Moral, Tradition und Kultur ausgehebelt und in die Bedeutungslosigkeit gelenkt worden sind.

Es ist nur ein Teilausschnitt des globalen Dramas, welches sich derzeit abspielt. Mahner und Warner werden regelmäßig abgestraft. Doch müssen diese Gedanken immer wieder einfließen, damit später niemand sagen kann, er habe von nichts gewusst.

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Ines Lindenburger
Ines Lindenburger
15/03/2015 09:52

Meiner Meinung nach ist das „alte“ System auch nicht das gelbe von Ei gewesen und auch nicht ganz so romantisch wie es hier beschrieben wurde. Ich denke aus all dem was wir bisher gelernt haben,wird das beschriebene eher zu einem Zukunftssysthem. ….“Gewiss, das hört sich heute unmachbar an, denn unser Familiensystem hat sich enorm verändert, es ist längst kaputtgegangen. Früher war alles keine Frage, als die Menschen noch in den regionalen Prinzipien lebten, als sie in der Gemeinschaft, als füreinander verantwortliche Gruppe, lebten; es war ganz selbstverständlich, dass Mütter und ihre Kinder stets beisammen waren, dass auch die anderen weiblichen… Weiterlesen »

derbienenmannsagt
14/03/2015 11:14

Ein schöner Artikel. Wir sind jedoch, wenn wir es wollen, frei. Was soll Brüssel denn machen, wenn unser Volk einfach „Nein“ sagt? Oder aktuell die Griechen.

Freier Deutscher Mensch
Freier Deutscher Mensch
15/03/2015 21:44


„Was soll Brüssel denn machen, wenn unser Volk einfach “Nein” sagt? “

Das Problem ist doch gerade dass „unser Volk“ eben NICHT NEIN sagt; es sagt sogar überhaupt nichts mehr! –

derbienenmannsagt
16/03/2015 10:39

Sei nicht so negativ. Viele Menschen wachen gerade auf oder engagieren sich gerade in Volksbewegungen wie PEGIDA. Und es werden trotz der Presse, oder gerade wegen der Presselügen, mehr! Das Volk bewegt also was. Ich bin da recht optimistisch. Sollte wieder erwarten doch nichts passieren, dann haben es wir Deutsche nicht anders verdient und werden aussterben. Das wird aber nicht passieren.

Runenkrieger11
13/03/2015 20:32

Hat dies auf Treue und Ehre rebloggt.

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