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Die gesamte Presselandschaft der Bundesrepublik blickte am Samstag (14. März 2015) auf das Bergische Land, genauer gesagt nach Wuppertal: Dort hatten salafistische Gruppen zu einer Solidaritätsversammlung für ihre politischen Gefangenen aufgerufen, während die Pegida-Bewegung zu einer Gegendemonstration aufgerufen hatte. Nicht fehlen durften auch die obligatorischen Veranstaltungen der linksextremen Szene. Waren zuvor auf allen Veranstaltungen viele tausend Menschen erwartet worden, fanden sich letztendlich weniger Demonstranten ein: Etwa 800 bei Pegida, 500 auf den Gegendemonstrationen und 150 Salafisten. Dennoch sah sich die Polizei nicht in der Lage, den angemeldeten Spaziergang der Bürgerbewegung, die insbesondere in Mitteldeutschland große Menschenmassen auf die Straße bringt, zu gewährleisten – dabei nutzten sie die Überforderung der Versammlungsleitung aus. Verhindern konnte die Polizei einen Marsch durch Wuppertal aber nicht: Rund 300 Aktivisten, größtenteils dem nationalen Spektrum und den Fanszenen diverser Fußballvereine zuzurechnen, marschierten spontan und völlig störungsfrei durch genau jenes Wuppertal-Elberfeld, in dem die Polizei sich nicht im Stande sah, eine angemeldete Demonstration durchzusetzen!

Bereits die Anreise nach Wuppertal war geprägt von staatlichen Schikanen, die offensichtlich darauf abzielten, Demonstrationsteilnehmer zu provozieren und damit eine politisch gewünschte Eskalation herbeizuführen. Die rund 150köpfige Bahnreisegruppe aus Dortmund wurde zunächst sogar im Wuppertaler Hauptbahnhof festgehalten und ihr mitgeteilt, dass eine begleitete Rückführung ins Ruhrgebiet stattfinden würde – sie hätten ein Platzverbot für die gesamte Stadt. Nach der Anmeldung einer spontanen Versammlung für die Abendstunden zeigte sich die Polizeiführung jedoch einsichtig und ermöglichte einen Ausstieg. Anschließend mussten sich die Demonstranten, wie sämtliche Pegida-Teilnehmer auch, mehreren Vorkontrollen unterziehen, wobei rechtswidrigerweise auch die Personalien feststellt wurden. Eine Schikane mit System.


“Ihr kommt hier nicht raus” – Von wegen!

Ehe die Pegida-Versammlung, bei der unter anderem der Dresdner Vertreter Lutz Bachmann als Redner auftrat, überhaupt richtig begonnen hatte, war sie auch schon wieder beendet: Die Polizei sah sich angeblich nicht in der Lage, den angemeldeten Spaziergang durchzusetzen und behauptete, sie könne die Teilnehmer nicht schützen. Offenbar mit der Situation überfordert, löste der Pegida NRW-Anmelder die Versammlung panisch auf. Die Folge war ein kleineres Chaos, bei dem aggressiv auftretende Polizeibeamte Demonstranten bedrängten, woraufhin diese mit dem Werfen vereinzelter Pyrotechnik antworteten, was einen Pfeffersprayeinsatz zur Folge hatte. Schnell wurde deutlich, was das Ziel der Polizei an diesem Tag war: Eine Eskalation zu provozieren, statt Bildern von marschierenden, aufrechten Deutschen. Durch das besonnene Auftreten der Demonstranten scheiterte dieser Plan jedoch: Aus hunderten Kehlen wurde den Beamten die Parole „Ganz NRW hasst die Polizei“ als Zeichen der Verachtung staatlicher Schikanen entgegengerufen, die offenbar geplante Eskalation aber durch bewusst friedliches Verhalten verhindert. Bis dahin ging das Vorhaben der Männer und Frauen, die dem Befehl von Innenminister Ralf Jäger (SPD) unterstehen, weitgehend auf: Keine Pegida-Demonstration in Wuppertal, Schwächung der Moral und einen vermeintlichen Rückschlag für die Anti-Islamisierungsproteste.


Polizeiübergriffe auf die Pegida-Demonstration – Pfefferspray und Knüppel

Doch wo ein Wille ist, findet sich meistens auch ein Weg: Nachdem kleinere Versuche, in der Abmarschphase eine Spontandemonstration zu beginnen, zunächst scheiterten, gelang es letztendlich immerhin rund 300 Demonstranten, den Hauptbahnhof trotz eines massiven Polizeiaufgebotes zu verlassen. Unter dem Banner „Keine Scharia in Europa“ setzte sich der spontane Demonstrationszug durch Elberfeld in Bewegung – immer wieder ertönten einwanderungskritische Sprechchöre, kaum einem Anwohner die Forderung „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ entgangen sein. Eine halbe Stunde lang zog der Aufzug völlig ungestört durch Wuppertal, irgendwann begleitet von einem einzelnen Polizeifahrzeug, welches sich vor die Demonstrationsspitze setzte und verkehrsregelnd eingriff. Gegendemonstranten ließen sich während der gesamten Dauer nicht blicken – während die Polizei sich angeblich nicht im Stande sah, mit einem Aufgebot von über 1000 Beamten den Spaziergang auf der angemeldeten Route durchzusetzen, konnten 300 Aktivisten spontan, ohne jede Absperrungen und Vorkehrung, demonstrieren.


Und sie marschieren doch: Spontandemonstration durch Elberfeld!

Nach rund dreißig Minuten und einer Demonstrationsroute, die wohl deutlich länger war, als die für Pegida überhaupt geplante Strecke (wenn sie denn gelaufen worden wäre), kesselte die mittlerweile eingetroffene Polizei einen Teil des Demonstrationszuges. Zwar mussten die Beamten feststellen, dass den Demonstranten kein Fehlverhalten oder gar Straftaten vorzuwerfen war, immerhin handelt es sich um eine Versammlung, die den Schutz von Artikel 8 des Grundgesetzes genießt und völlig friedlich verlieft, allerdings wurde ein weiterer Aufzug untersagt. Die Abreise erfolgte anschließend mit der Schwebebahn nach Vohwinkel, wo ein großes Polizeiaufgebot verhindern sollte, dass es eine erneute Spontandemonstration geben könnte – aber die war ohnehin überhaupt nicht notwendig, denn die Demonstranten haben gezeigt: Verbote verhindern keinen Protest, sie entfachen ihn nur an anderer Stelle. Und manchmal sogar nur wenige hundert Meter weiter.


Gekesselte Demospitze, anschließende Abreise mit der Schwebebahn

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass der polizeiliche Versuch, Protest zu unterbinden, gescheitert ist. Zwar ließen sich einige Demonstranten von den Schikanen abschrecken, andere wurden aber gerade so in ihrem Widerstandsstreben bekräftigt. Letztendlich waren es Fußballanhänger und nationale Aktivisten, die dafür sorgten, dass Pegida am 14. März 2015 in Wuppertal eben nicht als Standkundgebung unterging!

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http://www.dortmundecho.org/2015/03/wuppertal-pegida-kapituliert-der-nationale-widerstand-marschiert/
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neuesdeutschesreich
16/03/2015 00:03

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Hans Huckebein
Hans Huckebein
15/03/2015 23:03

DANKE an den Nationalen Widerstand:
Und „WEITER SO !!!“

H.H.

lothar harold schulte
15/03/2015 21:52

Hat dies auf lotharhschulte rebloggt.

Arkturus
15/03/2015 20:12

Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

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