Keine Kenntnisse der einheimischen Flora, ein grob lückenhaftes Geschichtsbild, gravierende Defizite in Rechtschreibung und Sprache. Dafür Genderismus, Toleranzlehre und Ideologie ohne Ende. Die Schulbildung verfällt dramatisch. Doch die schwarz-rot-grünen Lehrplanarchitekten in den Kultusministerien leisten ganze Arbeit. Mit dem Antifa-Aktivisten produzieren sie ein sozialistisches Spitzenerzeugnis. Und für ihre Parteifreunde an den Hochschulen schaffen sie überflüssige Dozenturen ohne Ende.

 Dem Beamten des Kultusministeriums kommt eine Idee: Zum mündlichen Abitur in Biologie an einem norddeutschen Gymnasium bringt er einen Strauß Wiesenblumen mit. Wie heißen diese Blumen? Er möchte es von dem Kandidaten wissen, der gerade in Molekularbiologie und Evolutionstheorie geglänzt hat. Nun schweigt der Primus verlegen.

Historische Abfolgen werden nicht mehr erlernt

 »Wir wissen, dass sich die radikalen Ideologen und Systemveränderer (…) den Institutionen der Sozialisation zugewandt haben«, schrieb mit Thomas Nipperdey (1927-1992) ausgerechnet ein Sozialdemokrat. Der Historiker hatte bereits Anfang der 1970er Jahre das Spiel der Hessen-SPD durchschaut: Die dortigen Genossen wollten das Schulfach Geschichte in »Gesellschaftslehre« umwandeln. Anstelle von Wissensvermittlung und Orientierungshilfe, so Nipperdey, sollten Indoktrination und ideologische Bevormundung treten.

Gedichte auswendig lernen grenzt an Nötigung

 Wer’s nicht weiß, der sage ersatzweise den Zauberlehrling von Goethe auf. Kaum einer unter 1000 Schülern wird es können, denn Gedichte auswendig zu lernen wird Schülern nicht mehr zugemutet. Nach dem modernen Bildungsdogma, dass der Schüler dort abzuholen sei, wo er stehe, würde Auswendiglernen von Gedichten an Nötigung grenzen.

»Entbildete« Schüler sind gut manipulierbdummear 

 Warum aber eine solch komplexe Unterbewertung und Misshandlung der deutschen Sprache? Der Philosoph Harald Seubert ist überzeugt: »Wer die Macht der Sprache und die Stringenz tieferer Gedanken gekostet hat, wird geradezu allergisch gegen Manipulationen aller Art.« Noch drastischer formulierte es Erwin Chargaff (1905 – 2002), einer der letzten Universalgelehrten unserer Zeit und laut FAZ vom 10. August 1991 ein »Stilist von Gnaden«: Es sei die Sprache, schreibt er in

Abscheu vor der Weltgeschichte, »die als der hauptsächliche Faktor in der Bestimmung der nationalen Identität betrachtet werden muss. Diese erschlafft mit dem Siechtum der Sprache.« Die Menschen, »verlassen in einer Welt ödester Massenmedien, sind gleichsam abgeschnitten davon, was ihre einstmalige Sprache an großen Werken hervorgebracht hat«.

Das konkrete Gegenteil dieses in Bildung und Charakter geformten Schülertypus fertigt die bildungsarme Schule von heute in Serie: Es ist der Antifa-Aktionist. Er ist das Spitzenerzeugnis der sozialistischen Schülerproduktion. Wissensberaubt, bescheidet er sich mit der Plattitüde: »Für ein buntes, weltoffenes, tolerantes Deutschland«. Er weiß nichts von der Verehrung, die seine erklärten Feinde der Buntheit, Weltoffenheit und Toleranz in Schillers und anderer Größen Dichtung entgegenbringen. Von den Eckdaten deutscher Geschichte besitzt er kaum Kenntnis. SeinKunstverständnis entäußert er, indem er S-Bahnen besprüht.

 Aber der »entbildete« Wüstling ist wichtig! Beschirmt er doch beim Demo-Einsatz gegen PEGIDA schlagkräftig seine Förderer und Lenker aus Politik, Kultusministerium, Gewerkschaft und Kirche. So erfährt auch Grobschlächtigkeit ihren Daseinssinn.

 Seine Kombattanten sind krakeelende Mitschüler, Kommilitonen und ein, zwei Dutzend Dozenten. Sie sind an Schulen oder Hochschulen, die das Lernniveau, auch aus Rücksichtnahme auf Einwanderer, auch in den Naturwissenschaften, seit den 1970ern kontinuierlich gesenkt haben.

Verflachung, Qualitätsverlust, Niedergang allüberall. Abitur für alle, Hochschule für jeden! An den Unis sind Vorbereitungskurse, Brückenseminare und Tutorien zur Aufarbeitung von Defiziten prallvoll. Dennoch liegt die Studienabbrecherquote bei bis zu 40 Prozent. Allein 25 Prozent der mit Abitur-Bestnoten Ausgestatteten exmatrikulieren sich.

Fazit und Ausblick

 Doch die ungebildeten schwarz-rot-grünen Kontrollhalter für Lehrpläne in den Kultusministerien freut’s. Sie können sich prima legitimieren, schließlich herrscht Hochblüte für noch mehr strukturelle Experimente mit der Schule – sprich für weiteren Murks. Auch ihre Genossen und Kollegen an den Hochschulen dürfen jubeln.

Mit Feuereifer schaffen sie immer neue Dozenturen, Lehrstühle und Institute – vor allem »gegen rechts«. Heute gibt es den Toleranzprofessor, morgen den Genderprofessor.

Stark im Kommen ist die Flüchtlingsprofessorin. Ihr Fachgebiet wird die Komparative Flüchtlingswissenschaft sein, die Kollegin übernimmt die Molekulare Flüchtlingswissenschaft.

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http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/heinz-wilhelm-bertram/der-antifa-aktivist-ein-sozialistisches-spitzenprodukt-der-schulpolitiker.html

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Arkturus
23/03/2015 02:17

Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

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