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Trotz massiver Widersprüche wurde diese von den Leitmedien verbreitet. Ihre Berichterstattungen beschränkten sich fortan vorwiegend auf den Co-Piloten, der das Flugzeug mit Absicht gegen eine Bergwand gesteuert haben soll. Laut dem Schweizer Radio Fernsehen (kurz SRF), soll nun die zweite Blackbox, auch Flugschreiber genannt, am 2. April gefunden worden sein. Aus den Daten dieses zweiten Flugschreibers soll hervorgehen, dass der Co-Pilot die Unglücksmaschine bewusst in den Sinkflug brachte und beschleunigte. Dies teilte, gemäss SRF, die französische Untersuchungsbehörde Bea mit. SRF kommt aufgrund der Ermittlungen zu dem Schluss, ich zitiere: „Das Puzzle der Absturz-Ermittler fügt sich mehr und mehr zusammen“, und meint damit das Puzzle der Selbstmordtheorie. Auffallend ist, dass die Leitmedien beinahe nur noch mit dieser Puzzlesuche beschäftigt sind, die sich auf den Co-Piloten als Ab-sturzursache beschränkt. Doch hat das wirklich noch etwas mit gewissenhaftem Journalismus zu tun, wie es der Pressecodex vorschreibt? Ich zitiere aus Artikel 2: „Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben.“ Als Antwort auf diese Frage zeigen wir ihnen im Anschluss den Teil eines Interviews mit dem deutschen Journalisten Christoph Hörstel, der sich auf den Journalismus über den GermanWings-Absturz bezieht. Christoph Hörstel berichtete 1985-1999 unter anderem für die ARD aus Afghanistan, Pakistan und Kaschmir und kennt sich im Metier bestens aus. Was den Journalismus über den GermanWings-Absturz betrifft, sieht Hörstel einen ganz neuen Zustand, der hier eingetreten ist, und den wir zur Kenntnis nehmen müssen, ich zitiere: „Journalismus gibt’s nicht mehr, ganz einfach“. Das Beste, was wir sagen können, meinte Hörstel wörtlich: „sie lügen alle!“ Die gängigen Medien würden sich weigern, richtig zu recherchieren und präsentierten dem zunehmend rat-losen Publikum absichtlich gegenläufige Stories. Diese gegenläufigen Thesen würden einfach stehen gelas-sen und stattdessen würde man sich auf etwas ganz anderes, sprich die Selbstmordtheorie, einigen. Hörstel nennt verschiedene Beispiele dafür, wie die Redaktionen absichtlich schlecht und ungenau recher-chieren. Viele ungeklärte Dinge und wesentliche Widerspruche würden eigens so stehen gelassen. Als Beispiel nannte Hörstel die Meldung eines Notrufes, den die französische Luftraumüberwachung Minuten vor dem eigentlichen Absturz aus dem Cockpit der GermanWings-Maschine empfing. Daraufhin berichteten „bild.de“ und andere, dass es keinen Notruf gegeben hätte. Niemand hat nun untersucht, so Hörstel: „warum die Erstmeldung, warum die Zweitmeldung, was stimmt den nun?“ Als weiteres Beispiel nannte Hörstel die drei französischen Kampfjäger, die im Absturzgebiet waren, wo normalerweise nach allen Augenzeugenberichten, bloß eine Maschine fliegt. Verschiedene Erklärungsversu-che machten die Runde, seien dann jedoch ungeklärt geblieben. Schließlich einigte man sich auf die Suizid-theorie. So gibt es noch etliche weitere Beispiele von Pressemitteilungen im GermanWings-Fall, die auf lauter Spe-kulationen beruhen. Grundlegenden Fragen und Ungereimtheiten wird jedoch kaum nachgegangen. So be-richteten wir in der Sendung vom 30.2.2015 wie das Problem von hochtoxischer Kabinenluft durchaus be-kannt ist und eine mögliche Unfallursache sein könnte. Hören sie nun selber, wie Christoph Hörstel vom Ende des Journalismus zeugt, infolge einer neuen Dimen-sion von spekulativer, unseriöser bis hin zu einer irreführenden Berichterstattung.

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haunebu7
07/04/2015 06:21

Hat dies auf Haunebu7's Blog rebloggt.

Senatssekretär FREISTAAT DANZIG

Hat dies auf Aussiedlerbetreuung und Behinderten – Fragen rebloggt und kommentierte:
Glück, Auf, meine Heimat!

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