Am NIG der Universität Wien gestalten sich Studien wie das der Politikwissenschaften besonders frei. Foto: CC BY 2.0 / Flickr: ctot_not_def

Am NIG der Universität Wien gestalten sich Studien wie das der Politikwissenschaften besonders frei.

In großen Lettern prangt beim Stiegenaufgang des NIG (Neues Institutsgebäude) der Universität Wien das Zitat „Die Wissenschaft und ihre Lehre ist frei.“ aus dem Staatsgrundgesetz.

Hier finden die meisten Vorlesungen der Politikwissenschaften statt. Wie frei und unbeschwert sich ein politikwissenschaftliches Studium für auserwählte Minderheiten gestalten lässt, ließen sich Außenstehende oftmals nicht erträumen.

Bachelor auf Türkisch“

Von über 4000 türkischen Auslandsstudenten in Österreich entscheidet sich jeder Zehnte für das Studium der Politikwissenschaften an der Uni Wien. Grund dafür sind lasche Anforderungen, immerhin müssen türkische Studenten nicht einmal Deutsch beherrschen, um den Bachelor of Arts erreichen zu können.

Dies funktioniere, indem türkische Studenten an türkischen Privatuniversitäten auf niedrigem Niveau Prüfungen in der Muttersprache ablegten, die die Universität Wien lückenlos anrechne, wie das Migrantenmagazin das Biberberichtete.

Nicht-türkische Mitstudenten fühlen sich durch diese legere Handhabung gestört. In verpflichtenden Seminaren achten die Studenten prinzipiell darauf, nicht mit türkischen Kollegen zu Gruppenarbeiten verdonnert zu werden. Die Sprachdefizite der meist aus Ankara oder Istanbul stammenden Studenten sind meist so groß, dass die ganze Arbeit an einem deutschsprachigen Studenten hängen bleibt.

Der Druck für österreichische Studenten ist groß, denn besonders zu Beginn des Studiums machen türkische Studenten oftmals über 50 Prozent der Teilnehmer kleinerer Pflichtlehrveranstaltungen aus. Die übrigen Kurse belegen die Türken an den türkischen Sommeruniversitäten, die damit sehr gut verdienen.

FPÖ stellt parlamentarische Anfrage

Walter Rosenkranz, Bildungssprecher der FPÖ, zeigt sich besorgt über diese Entwicklung und vermutet Prüfungsbetrug. Unlängst forderte Rosenkranz eine ausführliche Darlegung der Sachlage in einer parlamentarischen Anfrage. Der freiheitliche Mandatar möchte herausfinden, wer für diese mutmaßliche Prüfungsschwindelei am Institut zuständig ist und wie es möglich ist, dass Studenten selbst bei der Masterprüfung oftmals über keine ausreichenden Deutschkenntnisse verfügen.

Hört man sich in der Studentenschaft um, so scheint sich dieses Problem nicht nur auf die Politikwissenschaften zu beschränken. Die ebenfalls bei Türken beliebte rechtswissenschaftliche Fakultät der Universität Wien soll Anrechnungen privater türkischer Sommeruniversitäten ebenso handhaben.

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http://www.unzensuriert.at/content/0017527-Mutmasslicher-Pruefungsschwindel-bringt-Tuerken-den-Bachelor
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