Brachial vergrault
Horrorhaus“Werden hier Mieter gezielt weggeekelt? Das „Horrorhaus“ an Berliner der Grunewaldstraße Nr. 87

„Horrorhaus“ ist in den Berliner Medien die gängige Bezeichnung, wenn es um ein verwahrlostes Mietshaus im Bezirk Schöneberg geht. Anwohner, Bezirk und Mieterverein vermuten, dass alteingesessene Anwohner ganz gezielt vergrault werden sollen, um das leere Haus dann luxussanieren und teuer vermarkten zu können.

Eine wichtige Rolle spielen dabei Neumieter aus Südosteuropa: Wie der Berliner Mieterverein e.V. berichtet, tauchten in dem Haus in der Schöneberger Grunewaldstraße bereits im Oktober vergangenen Jahres plötzlich neue Bewohner mit Bettdecken und Matratzen auf, um leerstehende Wohnungen zu beziehen.

Weil dabei auch Wohnungstüren aufgebrochen wurden, lag für die Anwohner der Verdacht nahe, es handele sich um einen Einbruch. Ein Trugschluss, wie sich bald herausstellte: Die neuen Mitbewohner – zum großen Teil aus Rumänien und Serbien – konnten allesamt befristete Mietverträge vorweisen.

Inzwischen sind nur wenige Monate vergangen und der Berliner Gründerzeitbau sieht aus, als würde er in einem Dritte-Welt-Slum stehen: Treppenhausfenster sind eingeschlagen, auf dem Hof türmen sich Müllberge, zerschlissene Matratzen und kaputte Möbel. Umweht wird das Ganze von beißendem Fäkalgeruch. Die Erklärung zu den nun herrschenden Zuständen liefert ein alteingesessener Hausbewohner: „Bei mir im Haus unter mir, die haben keine Toilette, die machen das in Eimer und schmeißen das durchs Fenster raus. Und ich muss aufpassen, dass ich nicht was auf den Kopf kriege. Alle schmeißen ihren Müll aus dem Fenster.“ Ohne Vorwarnung aus dem Fenster entsorgt werden offenbar sogar Möbel. Kabel zu Stromkästen im Treppenhaus, mit denen offensichtlich illegal Strom entnommen wird, runden das Bild ab.

Altmieter, die sich über die Zustände beschweren oder es gar wagen, die Polizei zu rufen, sehen sich massiven Bedrohungen ausgesetzt. Die Einschüchterungsversuche haben indes nicht verhindern können, dass das Haus bei der Berliner Polizei längst einschlägig bekannt ist. Die erfassten Delikte reichen von Sachbeschädigung über häusliche Gewalt bis zum versuchten Einbruch.

Sprunghaft gestiegen ist in umliegenden Geschäften ebenso die Zahl der Ladendiebstähle. Als Folge sind inzwischen nicht nur zusätzliche Streifenwagen im Einsatz, die Polizei hat sogar eine eigene Ermittlungsgruppe gebildet, die sich nur mit der Kriminalität im Zusammenhang mit dem Haus kümmert. Insgesamt summierten sich die Einsätze der Polizei rund um Berlins „Horrorhaus“ allein von November 2014 bis Mai 2015 inzwischen auf rund 200.

Zu befürchten ist, dass die Verdrängung alteingesessener Mieter durch eine gezielte Verwahrlosung von Immobilien zügig weitere Nachahmer finden wird. Abzuwarten bleibt, ob ein Problem wie das „Horrorhaus“ in Berlin tatsächlich offen diskutiert werden kann. Für einen Teil der „Gentrifizierungskritiker“ dürfte das Phänomen nämlich ein ernstes Dilemma bergen: Offenkundig ist, dass es aus Profitinteresse um die Verdrängung von Altmietern geht.

Klar benannt werden müsste aber ebenso, dass das Geschäftsmodell nur funktioniert, weil ein Teil der Zuwanderer, die nach Deutschland kommen, nicht einmal zivilisatorische Minimalstandards im Zusammenleben einhält.

Solche Hinweise werden von jenen linken Kreisen, aus denen sich der Großteil der „Gentrifizierungskritiker“ speist, meist pauschal als „rassistisch“ verworfen. Doch mit dieser Linie haben sie sich nun selbst ideologisch blockiert. 

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Norman Hanert Preußische Allgemeine Zeitung Ausgabe 23/15 vom 06.06.2015
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[…] “Asylanten”…Illegale… »Fäkalien durchs Fenster geworfen«: Zuwanderer machen Berliner Miet…. […]

Arsenal injustitia
04/06/2015 08:10

Warum müssen die mit befristeten Mietvertägen denn Türen aufbrechen? Wer einen Mietvertrag hat, bekommt auch einen Schlüssel, oder? Wem gehört denn das Haus, der Stadt, oder einem Privatmann? Der richtige Weg, ist sich mit dem Eigentümer in Verbindung zu setzen, denn der trägt die Verantwortung für seine Immobilie. Die POlizei in Berlin muss ziemlich dämlich sein, wenn sie das nicht weiß und danach handelt. Oder haben die dort Angst, wenn Scheiße aus dem Fenster fliegt, dass sie getroffen werden und vor lauter Müll vergessen, dem eigentümer mal zur Rede zustellen und ihm ein paar Münzen anzunehmen, wenn der bezahlen muss,… Weiterlesen »

Arkturus
04/06/2015 02:05

Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

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