Viele Polen siedeln sich westlich von Stettin im Nordosten von Mitteldeutschland an

von der Presse und Politik wird weiterhin von Ostdeutschland gesprochen…obwohl es sich um Mitteldeutschland handelt…der Osten braucht wahre Kämpfer und ehrliche Medien…

Wurde mit dem polnischen Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2004 von einigen polnischen Politikern gern die Gefahr eines deutschen „Drangs nach Osten“ beschworen, so hat sich im Umland von Stettin Stettin2nunmehr das genaue Gegenteil eingestellt. Seitdem im Jahr 2007 auch die Grenzkontrollen weggefallen sind, siedeln sich immer mehr Polen in den Landkreisen Uckermark (Brandenburg) und Uecker-Randow (Meck­lenburg-Vorpommern) an. Vor allem Löcknitz hat sich zu einem Zentrum polnischer Zuzügler entwickelt. Nur rund 20 Kilometer und etwas Wald, mehr liegen nicht zwischen der Kleinstadt und Stettin. In Medienberichten ist die Rede davon, dass rund zehn Prozent der Bevölkerung des Ortes inzwischen aus Polen besteht. Entstanden ist mittlerweile eine ganze Infrastruktur, die auf die Bedürfnisse der Neubewohner ausgerichtet ist. Mit zweisprachigen Werbetafeln suchen Immobilienmakler polnische Kunden für ihre Objekte, ebenso existieren Geschäfte und eine Kindertagesstätte in denen ganz selbstverständlich Polnisch gesprochen wird. Als Kooperationsangebot ist vor einigen Jahren sogar ein deutsch-polnische Gymnasium entstanden, zu dem jeden Tag zusätzlich noch 130 Schüler mit dem Bus aus Stettin nach Löcknitz kommen.

Als Motiv der Polen, sich nach einer Wohnung oder einem Haus westliche der Oder umzusehen, werden regelmäßig die günstigen Immobilienpreise genannt. Die Großstadt Stettin mit ihren über 400000 Einwohner gilt als teuer. Für den Preis einer kleinen Wohnung im Stettiner Stadtzentrum ist im nordöstlichen Zipfel Brandenburgs beziehungsweise Ost-Vorpommerns oftmals ein ganzes Haus zu haben. Über einen weiteren Vorteil wird zumindest in der medialen Berichterstattung weit weniger gesprochen. Der Wohnsitz im Bundesgebiet ermöglicht den Polen auch den Bezug deutscher Sozialleistungen wie etwa Kindergeld.

Von den Bürgermeistern der pommerschen und brandenburgischen Orte, die zum Ziel polnischer Zuwanderung geworden sind, wird die bisherige Entwicklung in den Medien im Regelfall als Erfolgsgeschichte dargestellt. Während sich anderswo Kleinstädte und Dörfer entvölkern, sorgen die zuziehenden Polen für steigende Bevölkerungszahlen. Da inzwischen auch polnische Gewerbetreibende den Vorteil der niedrigen Immobilienpreise westlich der Oder entdeckt haben, sind in Orten wie Löcknitz auch neue Arbeitsplätze entstanden. In einer Region, die mit der höchsten Arbeitslosenquote in Deutschland zu kämpfen hat, ist dies zweifellos viel Wert.

NPD2

Zweistellige Wahlergebnisse der Nationaldemokratischen Partei Deutschlands (NPD) zeigen aber auch, dass die Euphorie der Lokalpolitiker hinsichtlich des polnischen Zuzugs in der Bevölkerung nicht immer geteilt wird. Ausgeblendet wird zumeist nämlich, dass die Entwicklung nicht nur eine ökonomische Seite hat. Vor dem Hintergrund konkreter historischer Erfahrungen sind in der deutsche Bevölkerung schnell Ängste vor Verdrängung und Identitätsverlust geweckt. Dass die gesamte Region seit Jahrzehnten in einer ungünstigen Randlage ist, hängt zudem maßgeblich damit zusammen, dass im Jahr 1945 die deutsche Großstadt Stettin von Polen annektiert wurde.

Norman Hanert paz2015-27

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Denis R.
Denis R.
18/01/2017 17:56

😁 also ich bin aus diesem verkackten Deutschland (Hamburg) NACH Stettin gezogen falls es dich beruhigt, KURWA!

Arkturus
07/07/2015 15:37

Hat dies auf Oberhessische Nachrichten rebloggt.

Ernst Laub
Ernst Laub
07/07/2015 15:24

Den Polen kann man eigentlich keinen Vorwurf machen: Sie profitieren von den für sie günstigen Bedingungen. Die eigentlich Verantwortlichen sind die deutschen Systemparteien, die Deutschland zu einem Land ohne eigene Zukunft (ohne eigene Kinder) gemacht haben. Die „geniale“ Absicht dahinter: Deutschland soll wohl demographisch nie mehr in der Lage sein, die verlorenen Gebiete erneut zu besiedeln, ausser man schickt Muslime und/oder Afrikaner vor! … Nun was die (jungen) Polen Vorpommerns und Brandenburg betrifft, so würde es mich trösten, wenn diese wenigstens sehr solide Deutschkenntnisse erwerben könnten und wenn auch in weiten Teilen Polens sehr gut Deutsch unterrichtet würde. Zweisprachige (deutsch-polnisch)… Weiterlesen »

MURAT O.
07/07/2015 13:42

Hat dies auf NeueDeutscheMark2015 rebloggt.

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