Frei gedacht
Eva Herman Presents New Book
von Eva Herman

Ist die CDU noch christlich? Diese Schlagzeile wird derzeit in deutschen Medien anlässlich des 70. Geburtstages der Partei diskutiert. In den Artikeln werden Überlegungen angestellt, die zeigen, dass die Frage tatsächlich ernst gemeint ist. Auch im Internet wird über Werthaltigkeit und Verfall des großen C bei der sogenannten Volkspartei diskutiert. Es ist erstaunlich, wie viel Energie einige Leute in eines der inzwischen unwichtigsten Themen investieren, denn jeder Blinde hat längst erkannt, dass sowohl das C als auch die ganze Partei, wie gar die gesamte Parteienlandschaft, für gesunde Lebensstrukturen überflüssig geworden sind. Allerdings muss jeder Mensch, der mehr als die monoton vorgefertigte Meinung aus Zeitung und Fernsehen als Grundlage für die Wahrheit benötigt, erst einmal selbst etliche bequeme Ansichten abwerfen, bevor er vordringen kann in das Reich zutreffender Tatsachen und Fakten.

Wer also glaubt, dass die Parteien die Menschheit besser machen, der irrt sich. Wer der Ansicht ist, dass Politiker unser Bestes wollen, kann sich ebenfalls wieder hinlegen und weiterschlafen, ihm ist nicht zu helfen. Denn die Politiker haben gar nichts zu sagen, sondern sie führen in aller Regel nur jene Pläne aus, die andere, uns meist völlig unbekannte Leute sich ausdenken. Wer das nicht glauben will, weil sonst seine schöne, heile Welt zusammenbrechen würde, der lese mit offenem Sinn das Zitat des bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer, in dem er 2010 in einer ARD-Sendung der Öffentlichkeit reinen Wein einschenkte: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.“ Eine Sternstunde übrigens in Sachen Volksaufklärung, die jedoch durch keine weitere Medienunterstützung den Weg in unser Bewusstsein finden konnte, weil dies schlicht nicht vorgesehen war.

Erinnern wir uns: Gibt es auch nur eine Politik-Entscheidung der letzten Jahre, die etwa segensreich für die Menschen im Land ausgefallen wäre? Die Einführung des Euro? Die Ban­ken­rettungen? Die Ab­schaffung der Wehr­pflicht? Das TTIP-Abkommen? Die Kriegseinsätze der Nato? Die flächendeckenden Kinderkrippen? Die Frauenquote? Hat irgendeine Partei irgendetwas wirklich Gutes, vor allem Nachhaltiges auch für die Natur, eingeführt und umgesetzt? Etwas, was dem Einzelnen Segen bringt, ihm das Herz erfreut, Unterstützung und Hilfe für sein Leben und das seiner Familie bringt? Etwas auch, das sein Vertrauen in die Welt, und, von mir aus, auch in die Partei, stärkt? Es ist bei dieser Frage übrigens gleichgültig, ob die CDU gerade als Regierungspartei ausgewiesen war oder die SPD, ob man auch gerade mit gelb, grün, blau oder irgendwelchen jamaikanischen Regenbogenfarben koalierte: Etwas Gescheites kam doch nie heraus, jedenfalls nichts, was für das Volk und die Welt sinnvoll gewesen wäre. Lobbyisten allerdings freuen sich zunehmend, denn ihre Kassen klingeln stets und immer lauter, ohne dass die Öffentlichkeit davon etwas mitbekommt. Lobbyisten sind Leute, die für Geld alles tun, sie verraten Land und Leute, um sich die eigenen Taschen voll zu machen. Sie arbeiten häufig für Auftraggeber, die sie nicht kennen, was ihnen aber egal ist. Dass diese besonders geldgierige Berufsgattung auch vermehrt unter den Politikern zu finden ist, kommt nur hin und wieder ans Licht der Öffentlich, aus Versehen, sozusagen.

Wir wollen aber bei der Eingangsfrage bleiben, denn der 70. Partei-Geburtstag ist ein feiner Anlass zum Feiern und Dis­kutieren: Ist die CDU also noch christlich? Zuvor müssen wir untersuchen, was der Begriff „christlich“ überhaupt bedeutet. Denn die überall grassierenden Wortschlampereien machen ein verständnisvolles Miteinander nahezu unmöglich. Die christliche Lehre entspricht dem Bekenntnis zum Gottessohn Jesus Christus. Jeder gläubige Christ muss sich dementsprechend unter anderem mit einer der wichtigsten Forderungen des Heilands auseinandersetzen: Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst. Ein hoher Appell, eine unglaubliche Herausforderung.

Nun wollen wir uns, neben den genannten Themen von Euro-Einführung und Bankenrettung, das aus meiner Sicht verheerendste Thema näher ansehen, das die CDU ermöglichte: die neue Volksbildung. Hier bildet die zehnjährige Amtszeit Angela Merkels den Eckstein: Schon Kleinstkinder werden heute, politisch korrekt, ihren Müttern entrissen und werden, ganz nach sozialistischer Ostblockmanier, in „frühkindlichen Bildungsstätten“ erzogen. Ein werteorientierter Unterricht an Schulen und Universitäten, zu dem vor allem Moral und Verantwortung gehören, ist verschwunden. Das dreigliedrige Schulsystem wurde abgeschafft, eingeführt wurde stattdessen eine flächendeckende Sexualisierung unserer Kinder – es geht schon in den Kitas los.

Ebenso gibt es zahlreiche neugeschaffene Posten im öffentlichen Dienst, in Behörden, Sendern, Universitäten, Unternehmen – zum Thema Gender. Dieser Begriff beinhaltet schlicht und einfach die neue „Lehre“, dass es die zwei Geschlechter von Mann und Frau gar nicht gibt, sondern dass diese nur menschenerdacht seien. Nun wird schon den Kleinsten in manchen Gender-Kitas ihr Mädchen- beziehungsweise Jungsverhalten aberzogen, sie werden „geschlechterneutralisiert“. Milliardensummen fließen jährlich in die Gender-Programme, denen ein radikaler Feminismus vorausging. Seit einigen Jahren wird, Schritt für Schritt, die „sexuelle Orientierung“ in die Gesetzgebungen gebracht, wonach anstatt der Geschlechter von Mann und Frau inzwischen Dutzende verschiedene Formen sexueller Praktiken als „gendernormal“ gelistet werden, von denen früher die meisten noch unter die Bezeichnung Perversion fielen. Dazu gehören unter anderem Fetischismus, Exhibitionismus, Sadismus, Sodomie, und, welch eine Überraschung, auch die Pädophilie!

Die sich christlich-demokratisch nennende Kanzlerin hält es hier wohl mit der Politiker-Weisheit, die dem damaligen luxemburgischen Premier Jean-Claude Juncker in einem „Spiegel“-Interview 1999 entschlüpft war: „Wir beschließen etwas, stellen das dann in den Raum und warten einige Zeit ab, was passiert“, verriet der Politiker über die Tricks, zu denen er die Staats- und Regierungschefs der EU in der Europapolitik ermunterte. „Wenn es dann kein großes Geschrei gibt und keine Aufstände, weil die meisten gar nicht begreifen, was da beschlossen wurde, dann machen wir weiter, Schritt für Schritt, bis es kein Zurück mehr gibt.“

Unsere Welt bricht auseinander, kein Stein bleibt auf dem anderen. Wir schauen dabei zu und diskutieren abends am Stammtisch wirklich ernsthaft die Frage, ob die CDU noch christlich ist? Die CDU ist eine Genderpartei: Gender macht Frauen zu Männern, Männer werden zu Waschlappen erzogen, die Kinder frühsexualisiert, sie, die doch stets das Schick­sal der nachfolgenden Generationen bestimmen. In diesem Zusammenhang und am Ende sei noch einmal der Begründer der christlichen Lehre, Jesus, zitiert: „Das will ich euch sagen: Wenn jemand den Glauben eines dieser Menschen, der mir wie ein Kind vertraut, zerstört, käme er noch gut davon, wenn er mit einem Mühlstein um den Hals ins Meer geworfen würde.“

von Eva Herman 

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rositha13
09/07/2015 16:17

Hat dies auf Gegen den Strom rebloggt.

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