Heinz-Wilhelm Bertram

Am 13. Juli ist sie wieder marschiert, die Freiheits- und Bürgerbewegung PEGIDA. Über 3000 Teilnehmer dürften auf dem Dresdner Altmarkt dabei gewesen sein. Allerdings unterstützen sich die örtlichen Veranstaltungen den Sommer über gegenseitig.

 

Auch in vielen anderen Städten gibt es kaum Ermüdungserscheinungen. Politisches Establishment und Märchen-Mainstream sind bestürzt: Die Totgesagten sind quicklebendig – auch wenn sie totgeschwiegen werden.

In Dresden rief Tatjana Festerling zum bundesweiten »Kaufstreik am Mittwoch« auf. An diesem Tag solle man »absolut nichts mehr kaufen. Alles, was ihr zum Leben braucht, könnt ihr schon am Dienstag kaufen. Stellt euch vor, jeden Mittwoch wäre gähnende Leere in den Konsumtempeln. Lasst uns den Mittwochs-Streik ins ganze Land tragen.«

Im Juni hatte die gebürtige Hamburgerin bei den Dresdner Oberbürgermeisterwahlen aus dem Stand 9,6 Prozent erreicht. Zum zweiten Wahlgang empfahl sie den Pegidianern, für FDP-Mann Dirk Hilbert zu votieren. Das Ziel, die ultrarote sächsische Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange zu verhindern, ging prompt auf. »Wir mussten diese dicke Kröte schlucken«, erklärte sie.

Die Kröte war deshalb so dick, weil Hilbert die Pegidianer zuvor als »Rassisten« verunglimpft hatte.

Festerlings 9,6 Prozent waren für viele schwarz-rot-grüne Umvolker und Deutschlandabschaffer ein Schock gewesen. Dresden sei damit die »Heimstatt eines stabilen rassistischen und homophoben Milieus«, pöbelte etwa der sächsische Grünen-Politiker Johannes Lichdi. Das klang, als sei der sich rasant ausbreitende Islam, der im Zentrum der PEGIDA-Kritik steht, eine Rasse. Welch ein Zeugnis über das Denkvermögen grüner Landtagsabgeordneter.

Dümmlich-naive Kommentare des Mainstreams

Mit mehr als 25 000 Menschen hatte die Freiheitsbewegung am 12. Januar ihren Höhepunkt erreicht. Die sinkende Teilnehmerzahl wurde von den Märchenerzählern des Mainstreams vielfach schon als das Ende der Bewegung gefeiert. Einen an Borniertheit und Blauäugigkeit kaum zuüberbietenden Kommentar leistete sich beispielsweise der linkspopulistische Spiegel Online.

Der Verfasser von »Danke, PEGIDA, das war’s!« zählt zu jenen schreibenden Sandmännchen, die der Öffentlichkeit feinkörniges Schlafmittel in die Augen zu streuen versuchen.

Denn nicht mit den Füßen, sondern mit dem Stift in der Hand wird das Stimmkreuz gezeichnet. Entscheidend ist, was PEGIDA in den Köpfen der Bürger verankern konnte. Die 9,6 Prozent Stimmanteil für PEGIDA-Frau Festerling bei der Dresdner OB-Wahl besagte, dass genau 21 306 Menschen für sie gestimmt hatten. »Angesichts des zuletzt deutlich nachlassenden Zulaufs zu den PEGIDA-Kundgebungen hatten nur wenige mit so einem Zuspruch gerechnet«, schrieb dazu Die Welt.

Das vermeintliche Ende war nur billiges Wunschdenken

Daran wird deutlich, dass die vereinten Märchenmedien das publizieren, was sie an politischen Zuständen gerne hätten – nämlich dass PEGIDA von der Bildfläche verschwindet. Mit der Wahrheit braucht man es dann nicht mehr so genau zu nehmen.

Denn schließlich wissen die belehrungspathologischen Märchenerzähler nicht nur, was für die Menschen das Beste ist. Auch halten sie ihre Leser scheinbar für so dumm, dass sie sogar glauben, aufgrund ihrer mit Political Correctness geschmückten orientalischen Märchen würden die Pegidianer dann doch noch schnell ihr Kreuzchen einem der schwarz-rot-grünenIslamisierungseiferer schenken.

Der Effekt, dass sich die Bürgerbewegung in den Köpfen vieler Menschen positiv verfestigt hat, soll genutzt werden: Bei den 2016 stattfindenden vier Landtagswahlen in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern will PEGIDA mit Direktmandaten in die Landtage einziehen.

Für unser Sandmännchen von Spiegel Online hat nun der Politikwissenschaftler Hans Vorländer von der TU Dresden gar keine schöne Nachricht: Dass Festerling so viele Stimmen erhielt, »bestätigt den Eindruck, dass die Demonstrationen zwar geringer werden, das dahinterliegende Problem aber nicht verschwindet«, sagte der Politologe der Welt. Die PEGIDA-Kundgebungen seien mithin nur »die Spitze des Eisbergs«. Unter dieser Prämisse sind die PEGIDA-Spaziergänge zu betrachten.

Interessant übrigens, dass der Politikwissenschaftler Werner J. Patzelt sich seit Längerem auffällig zurückhält mit Medienauftritten. Patzelt, der sich stets wohltuend neutral zu PEGIDA geäußert hatte, soll Uni-intern gehörig zur Raison gerufen worden sein.

LEGIDA hat sachsenweit ein Netzwerk aufgebaut

Neben Dresden ist auch der »LEGIDA«-Ableger in Leipzig nicht totzukriegen. Dort also, wo sich die Rathausparteien unter Führung von Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) mit der gewalttätigenlinken Szene gemein gemacht haben. In Jungs Ägide wurde der entartete Mob sorgsam gezüchtet und genießt Narrenfreiheit bis hin zum Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung.

Dem Polizeipräsidenten Merbitz, früher Major bei Honeckers Prügelhorde, der Volkspolizei, gefällt das offenbar. Er lässt seine Untergebenen lieber mannhaft »gegen rechts«kämpfen, als Autoabfacklern, Brandsatz- und Steinewerfern zuzusetzen.

Kniefällig spielt auch die Regimepresse mit. Die LEGIDA-Organisatoren haben die Nase von den örtlichen Medien voll: »Aufgrund unvollständiger, unsachlicher und parteiischer Berichterstattung durch eine Mehrzahl der Medien wird die Bürgerbewegung LEGIDA (…) keinerlei Interviews oder Kommentare mehr abgeben«, heißt es auf ihrer Internet-Seite.

Inzwischen hat der Dresden-Ableger sachsenweit etliche Projekte eingefädelt. Mit zahlreichen Städten wurde ein Netzwerk geschaffen. Es dient nicht nur der Aufklärung, sondern initiiert Bürgerbegehren und -entscheide.

Auch in Berlin geht’s bei »Bärgida« regelmäßig auf die Piste. Bei einem der letzten Protestmärsche in Moabit freuten sich die Lügenmedien über viele Deutsche unter Ausländern in den Reihen der Gegendemonstranten. Sie alle würden sicher gerne noch viel mehr Steuern für bildungsabgeschnittene Asylforderer aus Afrabien zahlen.

Ob dorthin demnächst auch ausländische wissenschaftliche Mitarbeiter der TU Dresden fliehen? Die Süddeutsche Zeitung ist in großer Sorge: »Wissenschaftler aus dem Ausland fühlen sich in derStadt nicht mehr sicher. Und wollengehen.« SZ-Schriftleiter Heribert Prantl, der Che Guevara mit Schreibmaschine, wird die Armen gewiss schon bald aus den Händen der mit unzähligen Leopard-2-Panzern vorrückenden PEGIDA-Miliz befreien.

Sobald er mit der Lektüre von Roger Köppels Bericht »Flüchtlinge: Grenzenloser Leichtsinn« durch ist, kommt er auch schon um die Ecke.

Köppels Bericht ist eine Replik auf Prantls zuvor erschienene Streitschrift »Im Namen der Menschlichkeit«. Köppels Antwort ist eine Ohrfeige für einen den Marxismus inhalierenden Oberutopisten, der »zuerst bei sich selbst anfangen und Flüchtlinge bei sich zu Hause aufnehmen« soll (Köppel).

Fazit

PEGIDA lebt und hat mehr Rückhalt, als dies dem Märchen-Mainstream recht sein kann! Es gibt eine Fülle von vitalen örtlichen Organisationen in ganz Deutschland. Es ist aber primär der mehrheitlich unsichtbare Teil, der dem schwarz-rot-grünen Establishment und dem Kartell der Einheitsmedien schwer zu schaffen macht. PEGIDA ist es gelungen, einen festen Platz im Bewusstsein eines respektablen Bevölkerungsanteils erobert zu haben.

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http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/heinz-wilhelm-bertram/pegida-lebt-die-bewegung-ruft-zum-kaufstreik-jeden-mittwoch-auf.html

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MURAT O.
18/07/2015 21:10

Hat dies auf D – MARK 2.0 rebloggt.

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