Bundeskriminalamt legt aussagekräftige Zahlen zur Kriminalität von Asylbewerbern im Jahr 2014 vor

Das Ausmaß der Kriminalität unter Asylbewerbern ist weitgehend tabuisiert.

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Berichte finden sich meist nur in der Lokalpresse, wodurch kein bundesweit repräsentatives Bild entsteht. Bundespolitiker und der öffentlich-rechtliche Rundfunk meiden das Thema nahezu völlig oder spielen die Problematik herunter. Auch vorhandene Daten des Bundeskriminalamts (BKA) sind der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt.

Das BKA hat in seiner polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2014 auch tatverdächtige Asylbewerber gesondert erfasst. 

Als tatverdächtig im Sinne der PKS gilt jeder, der nach dem polizeilichen Ermittlungsergebnis aufgrund zureichender tatsächlicher Anhaltspunkte verdächtig ist, rechtswidrig eine (Straf-)Tat begangen zu haben. Ein Tatverdächtiger, für den im Berichtszeit-raum mehrere Fälle der gleichen Straftat festgestellt wurden, wird laut PKS in demselben Bundesland nur einmal gezählt. Wie das BKA selbst hervorhebt, wird die Aussagekraft der PKS besonders dadurch eingeschränkt, dass der Polizei ein Teil der Straftaten gar nicht bekannt wird.

Im Jahr 2014 hat die Polizei bei „Straftaten insgesamt“ die Zahl von 53890 tatverdächtigen Asylbewerbern ermittelt.

Ohne die ausländerspezifischen Delikte – also Verstöße gegen das Aufenthalts- und das Asylverfahrensgesetz sowie das allgemeine Freizügigkeitsgesetz von Unionsbürgern – nennt die PKS 38119 tatverdächtige Asylbewerber.

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Die Zahl der sich in Deutschland zum Stichtag 31. Dezember 2014 aufhaltenden Asylbewerber betrug laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) insgesamt 226191 Personen.

Die BKA-Auswertung führt zusätzlich in einer getrennten Rubrik die Tatverdächtigenzahl „geduldeter“ Ausländer (zum Beispiel abgelehnte Asylbewerber) auf. Von diesen wird bei „Straftaten insgesamt“ die Zahl von 11962 Tatverdächtigen genannt. Bei den ebenfalls gesondert aufgeführten Kontingent- und Bürgerkriegsflüchtlingen werden hierzu außerdem zusätzlich 957 Personen als tatverdächtig verzeichnet.

Auch wenn man bei den beiden letztgenannten Gruppen die Verstöße gegen das Aufenthalts- und das Asylverfahrensgesetz sowie das allgemeine Freizügigkeitsgesetz von Unionsbürgern abzieht, verbleiben bei den Geduldeten noch 10097 Tatverdächtige und unter den Kontingent- und Bürgerkriegsflüchtlingen 900 tatverdächtige Personen.

Die Öffentlichkeit hat jedoch ein berechtigtes Interesse daran, über polizeiliche Ermittlungsergebnisse und die auch durch Asylbewerber noch weiter steigende Kriminalitätsbelastung informiert zu werden.

So nennt die BKA-Auswertung zum Beispiel unter

  • „Totschlag und Tötung auf Verlangen“ 13 Prozent.

  • bei Betrug 19,3 Prozent, bei Mord 8,9 Prozent


  • Diebstahl ohne erschwerende Umstände“ 29,8 Prozent


  • vorsätzlicher einfacher Körperverletzung 10,3 Prozent


  • „Roheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit“ die Zahl von 11134 tatverdächtigen Asylbewerbern


  • „Gewaltkriminalität“ sind 5377 Tatverdächtige (TV) verzeichnet.

  •  

    „Mord und Totschlag“ 101 TV. 


  • sexuelle Selbstbestimmung 599 TV. 


  • Vergewaltigung und sexuelle Nötigung (Paragrafen 177 und 178 StGB): 217 TV.


  •  Raub, räuberische Erpressung und räuberischem Angriff auf Kraftfahrer zusammen 1247 TV.


  • Körperverletzung: 8994 TV.


  • Vorsätzliche einfache Körperverletzung: 5527 TV.


  • „Gefährliche und schwere Körperverletzung, Verstümmelung weiblicher Genitalien“ werden 4128 TV  


  • „Straftaten gegen die persönliche Freiheit“ 2125 TV.


  •  „Zwangsheirat, Nachstellung (Stalking), Freiheitsberaubung, Nötigung, Bedrohung“ steht die Zahl von 2082 TV.


  • „Straßenkriminalität“ sind 4797 TV subsummiert.


  • Wohnungseinbruchsdiebstahl: 571 TV.

  • Hausfriedensbruch: 1381 TV.

  • Landfriedensbruch: 155 TV.


  • Raubüberfälle in Wohnungen: 89 TV.


  • Räuberischer Diebstahl (Paragraf 252 StGB): 545 TV.


  • „Sonstige Raubüberfälle auf Straßen, Wegen oder Plätzen“: 442 TV.


  • Sachbeschädigung: 1622 TV.


  • Diebstahl insgesamt: 18036 TV.


  • Diebstahl ohne erschwerende Umstände: 16066 TV.


  • Diebstahl unter erschwerenden Umständen (Paragraf 243 bis Paragraf 244a StGB): 4594 TV.


  • Diebstahl insgesamt an/aus Kraftfahrzeugen (Kfz): 741 TV.


  • Schwerer Diebstahl an/aus Kfz: 464 TV.


  • Rauschgiftkriminalität: 3262 TV.


  • Ladendiebstahl insgesamt: 13894 TV.


  • Schwerer Ladendiebstahl: 2104 TV.


  • Besonders schwerer Ladendiebstahl: 1451 TV.


  • Diebstahl insgesamt aus Kiosken, Warenhäusern, Verkaufsräumen, Selbstbedienungsläden, Schaufenstern,


    Schaukästen und Vitrinen: 14217 TV.


  • Betrug (Paragraf 263 bis Paragraf 265b StGB): 10418 TV.

  • Unter Widerstand gegen die Staatsgewalt und Straftaten gegen die öffentliche Ordnung werden 2199 Asylbewerber als tatverdächtig aufgeführt.

Das Bundesinnenministerium rechnet damit, dass 2015 bis zu 1.000.000 Asylbewerber beziehungsweise Flüchtlinge nach Deutschland kommen werden, das ist etwa die vierfache Zahl des Vorjahres.

Michael Leh paz2015-35

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lothar harold schulte
26/08/2015 21:51

Hat dies auf lotharhschulte rebloggt.

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